Dienstag, 10. Februar 2015

Traumtour von der Cala Romantica aus - 31. Januar 2015

Wäre ich ein Poet müsste ich alle Worte für eine Ballade oder ein Gedicht zu diesem Tag verwenden. Da ich dies nicht bin, folgt ein einfacher Bericht.
Der Tag begann spät und grau in Palma de Mallorca. So dümpelten wir lange rum ehe wir gegen 11 Uhr in Richtung Manacor aufbrachen. Wir wollten Höhlen befahren. Das Wetter wurde unterwegs schon immer besser und schließlich stellten wir das Auto in Cala Romantica ab. Feinster Sandstrand, hohe Wellen, schäumende Gicht und aufreißender Himmel. OK wir starten mit einem Bier an diesem schönen Ort ehe wir loswandern. Rother Tour 60. 
Cala Romantica
Sonne auf der Haut
Kurz ging es steil bergan, um hoch auf die Steilküste zu kommen und da begrüßte uns die Sonne. Einen winzigen Pfad liefen wir über viele ausgewaschene Steine auf roter Erde entlang. Mal war er gut mal weniger gut zu sehen, manchmal nur zu erahnen. Schließlich stiegen wir das erste Mal hinab. Eine Höhle wartete und ein CacheDoch vorher bestaunten wir die Urgewalt des Meeres. Das Wasser bäumt sich auf, bricht und knallt gegen den Fels, spritz hoch und lässt sich langsam zurück sinken. Faszinierend. Doch nun mal zum eigentlichen Anliegen. Helm auf, alte Klamotten an und durch einen schmalen Eingang gezwängt. 
Wasserspiele
Arbeitsschutz geht alle an
da durch
Plötzlich standen wir in einer uralten Tropfsteinhöhle. Falten, Türme, Perlenketten, kleine und große Stalagtiten - es war himmlisch und so gar nicht touristisch erschlossen. Trotzdem befahren diese Höhle wohl so einige…sie war trocken. Nach einer Weile lösten wir die Aufgabe zum Cache und suchten dann draußen die Dose. Die Sonne gewann an Kraft und so konnte es im Tshirt weiter gehen. Wieder hoch auf unseren Pfad um 300 m später wieder abzusteigen. Dort wartete ein ganz anders Schauspiel. Eine riesige Höhle, die für den Klettersport mal erschlossen wurde. Nichts für uns und wenn man die hängende Technik sieht auch nicht sehr vertrauenswürdig. Schnell machten wir den eigentlichen Eingang aus und zwängten uns durch. Unspektakulär aber trotzdem ein Erlebnis. Schnell verflogen die nächsten Meter, beizeiten mussten wir wieder absteigen und entlang von löchrigen Felsen – die Erosion bietet hier sagenhafte Strukturen – zur nächsten Höhle. Wir sind uns einig, es war die schönste Höhle heute. Weitläufig und hoch, mit wunderbaren Tropfsteingebilden. 
was die Natur so macht
irre
Solch ein Wunder der Natur und das alles hat man ganz für sich alleine. Wozu noch in erschlossene Höhlen gehen, wenn man das haben kann. Mittlerweile war der Tag schon fortgeschritten aber es sollte doch noch ein Ziel sein. Also wieder hinauf zum altbekannten Weg und weiter durch die karge Landschaft. Bald tat sich ein Felsentor von ungeahnter Schönheit und Größe vor uns auf. Staunen und wieder dem wilden Wasser zusehen, Fotos und dann weiter. Wenig später trauten wir unseren Augen nicht…eine Bucht, einsam , mit feinstem Sandstrand, blaues Wasser, Romantik pur. Herz was willst du mehr. Was ich wollte war klar, Schuhe aus und Hosen hoch und ab mit den Füßen ins Wasser. 
blue Windows
Wasser um die Beine
Nach längerer Pause dann noch zur Höhle, doch oh weh, das ist nichts für Winnie. Ein paar Schlingen waren zwar an Bord aber mir war die Sache zu heikel, also stieg MiSpi allein hinab und tröstet mich, dass sie bei weitem nicht so schön war wie die davor. So machte es mir nichts aus, nicht sechs Meter gerade runter zu plumpsen. Der Held war MiSpi, da er auch noch an den Hinweis für den Cache gedacht hatte. So loggten wir noch zufrieden diese Dose und traten schnurstracks den Rückweg an. Vorbei an einem privaten Anwesen und dann auf einem breiten Weg bis zu einem Tor. Na toll zu! Da blieb uns nichts anders übrig als drüber zu klettern und den Weg durch die Feriensiedlung zum Auto zu nehmen. Wenige Kilometer aber ein Tag voller wunderbarer wildromantischen Naturerlebnissen. Sagenhaft, es wird uns hoffentlich lange im Gedächtnis bleiben. 
da unten ist er
wieder oben
ich breche aus ...nicht ein

1 Kommentar:

  1. Whow, hätte gar nicht gedacht, dass es an der Ostküste so schöne Landschaften gibt. Da sollten wir das nächste Mal wohl doch die Seite wechseln?
    PS: In das Loch wäre ich auch nicht reingeklettert!

    AntwortenLöschen