Donnerstag, 31. Mai 2012

Und nun der Rest - Berg Roll - 28.5.

Noch ein freier Tag und zunächst hieß es Zelte abbrechen. Da war ich aufgrund von Katze auf dem Kopf keine große Hilfe.  Um selbige aber zu bekämpfen wurde von Zippich ein D4/T5er  Multi ausgesucht. Oh je das kann was werden. Im Viererteam stiefelten wir nahe Skalany los. Zunächst noch über eine Weide ging es dann in ein wildes Tal. Über das Bächlein, Hang hoch, Hang runter bis zu einem kleinen Wasserfall. Dort galt es den nächsten Buchstaben zu finden. Gott sei Dank waren da Kletterer am Start und so wurde auch diese Hürde genommen. Noch einmal steil bergauf und hinter dem Wasserfall das Bächlein queren und schon ging es zum Finale. 

Held ;) - keine Ahnung warum der Blitz nicht ging
Ohne die männliche Begleitung hätte ich hier keine Chance gehabt. So steht aber nun auch mein Name im Logbuch und heil wieder unten bin ich auch. Und was soll ich sagen, durch das schwere Gelände und die hohe Konzentration hat sich der Kater verkrümelt. Was macht man aber nun mit dem angebrochenen Tag? Schon heim? Nö, Richtung Heimat ja aber in Niemes noch einen Stopp, essen und weiter zum Berg Roll. 
Da wir keine PQ dieses Gebietes hatten wurde meine Reiseflat beansprucht um uns den schweren Aufstieg zu versüßen. Hallo das war anstrengend. Es sind nur ca. 2km vom Parkplatz bis zum Gipfel aber dabei sind 400 Höhenmeter zu überwinden. Gemächlich stapften wir über zuerst wurzelige dann steinig werdende Wege hoch. Mit 36% Gefälle ist dabei das steilste Stück ziemlich weit unten.
an der Julianenaussicht
An der Julianenaussicht gönnten wir uns einen Fund und einen kurzen Ausblick um dann tapfer den Rest zu bezwingen. Oben angekommen erwartete uns mal wieder ein Burgrest und eine wunderbare Aussicht. Vorrang hatte aber eine lange Pause mit Bier und einem Schläfchen ;). Als es zuzog beguckten wir noch die Burg und stiegen wieder ins Tal hinab. 
Gemäuer mit russischen Inschriften

im Turm
Leider war damit Pfingsten vorbei und der Heimweg wurde angetreten. Bombiges Wetter, viele unterschiedliche Erlebnisse und schöne Aussichten lassen dieses Pfingstfest in guter Erinnerung bleiben. Danke an meinen Begleiter fürs Ermöglichen, an die lustige Truppe für die angenehme Zeit.
letzter Blick ins Weite
Ächz auf die paar Kilometer soviel Höhe

Von allem ein bissel - 27.5

Wandern? Radfahren? Steigen? Kultur? So begann der Sonntag. Die Entscheidung war einfach – ALLES. Also packten wir die Kletterausrüstung in Rucksäcke und fuhren mit dem Rad erst einmal ein ganzes Stück um dann mit dem schweren Gelumpe zu wandern. Zugegebener Maßen nahmen wir das Rad nur um nicht ganz so weit schleppen zu müssen. Dann ging es aber weit wieder den Berg hinab über Stufen und Wurzelwege ins Klettergebiet Sedmihorky um den Majak. Hier stand nun mein erster Gipfel vor mir. Vor Jahren schon einmal im Klettergurt gehangen, aber seit dem nie wieder. Ein leichter Gipfel wurde mir ausgesucht – Zelenac – was witziger Weise Grünhorn heißt. Nach einführenden Worten stieg Mispi vor und mit genügend Kontrolle und Sicherung ging ich nach. Hey was soll ich sagen, ich bin oben angekommen und steh im Gipfelbuch. Die Freude war riesig, mein erstes „Berg heil“ zu hören. Etwas schwieriger war dann das Abseilen. Nee ganz so tragisch war das noch nicht, eine Erfahrung wert. 

das ist er - mein erster Gipfel

Um die Ecke stand noch ein leichterer Felsen, an dem jemand anders den Vorstieg machte. Da ich beim Ersten mit meinen Schuhen ins Rutschen kam, wurden mit Kletterschuhe geborgt und ich ging als Zweite hoch. War schon etwas kniffeliger und so sehen meine Beine und Arme auch aus. Sich am Felsen hochzuschieben bringt nun mal paar Kratzer ein. Aber auch dieser wurde bezwungen. Nur war hier das Abseilen etwas schwerer. Man berichtete mir, dass die Tschechen ihre Abseilösen immer dermaßen doof einschlagen wie hier. Dank der Erfahrung der vielen Leute bin ich auch dort wieder heil runter gekommen. Was für eine Freude. Langsam stiefelten wir wieder ins Tal, beobachteten noch andere Kletterer und machten uns auf den Weg zur Burg Waldstein.
Burg Waldstein
im Inneren
Nach einer ausgiebigen Pause dort, gönnte ich mir noch ein wenig Kultur und besichtigte die Burg. Schon die Brücke dahin beeindruckte mich. Leider war im Inneren ein ganzer Teil gesperrt. 
geschlossen ;)
hinauf - hinab
schick ich mag solche Stühle

noch erhalten ein kleiner Turm - es ging weit hinab dort
Das ist wohl das Schicksal der Burgen auf Bergen das sie mit der Zeit von der Natur zurückerobert werden. Beschaulich war die kleine Kapelle und auch der Ausblick von oben war wieder schön. Ich krauchte in allen Ecken rum die offen standen und sah mir vor allem die Nachbauten der Burgen und Schlösser im Böhmischen Paradies an. Da gibt es noch viel zu entdecken. Abgeschlossen wurde der Tag noch mit einer schnellen Dose an einem Ausblick mit drei Kreuzen und per Rad ging es wieder zurück ins Camp. 
ging nur eins der Kreuze drauf
Obligatorisches Bier und Tag auswerten und mit einem ordentlichen Schwips ging es zeitig ins Bett. So schnell vergeht die Zeit.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Pfingsten im Böhmischen Paradies - 26.5


Wie schön, mir wurde ermöglicht Pfingsten im Böhmischen Paradies zu verbringen. Also starten wir Freitag nach Kacanovy südlich von Turnov. Dort wurde auf einem Zeltplatz eingecheckt und der Schlafplatz okupiert. Nach einem Abend mit böhmischem Bier und Gesprächen wurde mal lieber noch nicht geplant, was man macht. Ich hab gelernt, wer abends plant plant zweimal.
So war Samstag der Entschluss spontan, zu einer Radtour zu starten. Zunächst waren wir zu sechst, später klinkten wir uns aus. Los ging es direkt vom Zeltplatz – die Autos hatten das Wochenende frei – über Straßen und Wege bis zur ersten Kneipe. Da gab‘s schon nach 10km ein Bier. Oh weh das ist nichts für mich. Ich war froh als es weiter ging Richtung Sobotka.
fahrbarer Untersatz
das Türmchen hält - böhmische Bauweise ;)
Da tat sich auf einmal ein Berg auf. Wer mich kennt weiß dass ich mich sehr ungern mit dem Rad einen Berg hochquäle. Erstaunlicher Weise ging es sehr gut. Wir ließen allerdings einige Sehenswürdigkeiten links liegen und so war es an der zweiten Kneipe in Mladejov kein Wunder, dass ich intervenierte. Hier trennten sich die Wege und ich fuhr mit Mispi weiter in Richtung Trosky.
Burg Trosky von weitem
Ein abgefahrener, wurzeliger und holpriger  Waldweg musste bezwungen werden, ich glaub der Schlamm klebt heute noch am Rad. Mitten im Tal tat sich im Wald ein kleiner See auf. Wunderschön und ab dort wurde der Weg auch wieder besser. Tapfer strampelten wir nun wieder den Berg hinauf um kurz vor der Burg Trosky eine Pause zu machen. Bier und ein sehr gutes gegrilltes Hühnchen, Sonne und Ruhe und schon konnten wir gestärkt die letzten Meter angehen. Zuerst geht es noch sehr human bergan, aber die letzten 200 m hab ich geschoben. Die Räder wurden auf dem Parkplatz angeschlossen um die Burg zu entern. 
im Burginneren
Auch das andere Hobby kam nicht zu kurz und so wurde auch Hrad Trosky gesucht und gefunden. Die Burg selbst bot einen herrlichen Ausblick und so bekam ich mal wieder eine Bergstunde. Den Jeschken hab ich nach drängeln in die richtige Richtung fast alleine erkannt. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie auf den Bergen Burgen errichtet und wie sehr die örtlichen Gegebenheiten wie Felsen und Basaltausbrüche eingebunden wurden. Leider holt sich auch hier die Natur immer mehr zurück und so war ein Teil gleich gesperrt. Zwei mächtige Türme prägen aber schon von Weitem die Landschaft und sind zum Teil noch gut erhalten. Sie wurden auf Basaltausbrüchen gebaut, welche Baba und Panna heißen. 
von der anderen Richtung
Nach einer weiteren Dosensuche führte unser Weg weiter in Richtung Zeltplatz. Mittendrin in der Nähe von Hrubá Skála entdeckten wir noch Adamovo loze – Adams Bett. Man stelle sich vor, dass in einen Sandsteinfelsen ein Sofa geschnitzt wurde, gegenüber auch noch ein Stuhl. 
War schon faszinierend, wenn auch leider der Stein weiter erodiert und somit das Gebilde verschwindet. Errichtet wurde es von Hans Adam, dem Bruder des letzten Wallensteinbesitzers. Auch hier schlossen wir den Besuch mit einem Fund ab. Nach einem letzten Abstecher für ein Durstbier ging es dann wieder zum Zeltplatz wo der Tag mit Erzählungen was die Einzelnen gemacht haben und Bier zu Ende ging.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Kurze Auszeit vom Alltag - 23. Mai

Heute Vormittag wollte ich einfach mal was für mich tun, also ging es auf kleine Cachetour in Richtung Radeberg. Auch wenn ich mir heute einen Statistikpunkt nicht verkneifen konnte, hab ich doch vorher gewählt. So durfte den Auftakt heute ein genialer Mystery machen. Was manche Leute sich einfallen lassen ist einfach nur Spitze. Wer kommt in die Richtung? Niemand? Ok dann kann ich ja bissel spoilern. Wenn man auf des Rätsels Lösung kommt, muss man schon lachen. Wann hat man denn das letzte Mal: „Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen“  gehört? Und genau das tut man dann mitten im Wald. Man befolgt einfach nur was das Lied sagt. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht zog ich weiter zu einem wunderbaren Multi „Mysteriöses im Hüttertal“
Schloss Klippenstein
In der Nähe des Schlosses Klippenstein stellte ich das Auto ab und lief immer entlang dem roten Wanderweg. Was gab es da nicht alles schon vor Beginn zu entdecken. Fette Mühlsteine eingelassen in den Weg, die alte Schlossmühle, einen Planetenweg und nicht zu vergessen gleich zu Beginn das Schloss. 
Mühlstein
Irgendwann war ich am Start und wurde mit prima Holzkunst überrascht. So schlimm der Tornado 2010 auch gewütet hat, hier hat einer wunderbare Skulpturen draus gemacht. Da findet man aus  einem umgekippten Baum gehauen Schlange und Krokodil vereint, Männer und Frauen und so manches Getier bis hin zu Geistern alles. 
Wer bist du?
Krokodil geifert nur beißt aber nicht
Der Weg führte immer entlang der Röder über die Hüttermühle bis zu einem Wendepunkt, an dem man zwar einen Teil wieder zurückging, was der Runde keinen Abbruch tat. Gab es doch links und rechts genug zu sehen. Kleine Danksagungen an Menschen mit Verdiensten um die Wanderwege, die Geschichte um die Tote Frau, den Tornadobaum und natürlich relativ zum Schluss den Tornadomann.  
Hüttermühle

Tornadomann
Die Dosensuche passte da gut rein, alles Stationen zum Entdecken der Holzkunst, Rechnerei die sich in Grenzen hielt und zum Schluss ein passendes Finale. Das war im wahrsten Sinne des Wortes heute eine Auszeit vom Alltag. Auch wenn ich danach noch zwei weitere Dosen suchte, war dies doch heute die Schönste für mich. Fazit: Auch unsere Heimat ist schön
entspannen nach dem Fund

Sonntag, 20. Mai 2012

Hinteres Raubschloss und noch viel mehr - 19.Mai


Der Wetterbericht versprach gutes Wetter und somit stand einer ausgiebigen Wandertour in der Sächsischen Schweiz nix im Wege. Das Auto wurde beizeiten an der Felsenmühle abgeworfen, die mit Bier und Essen gefüllten Rucksäcke geschultert und die Schuhe geschnürt. Ziel des Tages war „Die Jagd nach dem Schatz der Raubritter“.
Zunächst ging es die Ferkelschlüchte hinauf zum Kuhstall. Brav wie ich bin, tat ich mir den Aufstieg Himmelsleiter an und zählte – oder verzählte – brav alle Stufen. Außerdem hatten wir doch hier noch eine Altlast zu beseitigen. Im Januar scheiterten wir an einer merkwürdigen Cachebeschreibung, heute offenbarte sich das Geheimnis aber auch nur weil ich ja schon die 95 Stahlstufen erklommen hatte. Als ich wieder Luft hatte vollendeten wir die Aufgaben und hielten recht zügig die Dose in der Hand. Nun war es aber mal Zeit die Aussicht zu genießen. Tolle weite Sicht und einen Profi an der Seite, da wurde mir das Ziel des Tages schon mal von weitem gezeigt. 
schnauf treppauf treppab
hier ging es weiter
Dann stiegen wir über den Fremdenweg wieder hinab und folgten diesem bis zur Kernzonengrenze. Auf dem Königsweg ging es weiter am Winterberg vorbei, dabei hab ich immer feine Erklärungen für sich vor uns aufbauende Gipfel bekommen. Ich hoffe ich erkenne das nächste Mal wenigstens den Winterbergwächter oder den Gleitmannturm. Es ist überraschen wie unvermittelt sich ein Gipfel vor einem aufbaut oder plötzlich zwischen den Bäumen erscheint. Unser Weg schlängelte sich an den Bergen entlang immer mehr in Richtung Hinteres Raubschloss(Winterstein). An der? dem? Wartburg machten wir eine erste längere Pause und füllten die Speicher wieder auf. Noch dort ein bissel rumschnüffeln und wir nahmen den Weg wieder auf. Durch die Raubsteiner Schlüchte hinüber zum Tagesziel. 
Auf und Abstieg 

ich weiß es schon wieder nicht

da möchte ich nicht reinfallen

Teil des Raubschlosses
Was für ein fetziger Aufstieg, auch wenn man zunächst etwas anstehen musste. Noch vor drei Jahren hätten mich hier keine zehn Pferde hochbekommen und heute ist es einfach nur Spaß. Über Stock und Stein, Eisentreppen – klar wieder mit einer Zählaufgabe verbunden – und durch Engen hindurch, immer mal wieder mit Gegenverkehr überwanden wir die letzten Höhenmeter zu einer fantastischen Aussicht. Tja eigentlich hätte ich gegenüber liegend den Kuhstall erkennen müssen – waren wir ja gerade erst dort, aber nein ich hab mich prasslig angestellt. Vom Raubschloss selbst sind nur einige in Stein gehauene Vierecke zu erkennen. Eine Tafel auf dem Plateau beschreibt wie es gewesen sein könnte. Nach genauem Erkunden hatten wir nun auch alle Daten beisammen und wagten den Abstieg.
ich war oben;)
Fröhlich stempelten wir das Logbuch und zogen weiter zum Bonus, welcher noch einmal ein Geviert mitten im Wald offenbarte. Leider ist nicht bekannt ob es sich dabei um einen Teil des Raubschlosses oder doch nur eine Falle handelt. Der Tag war noch zu jung um ihn schon zu beenden, also führte der Weg über die Buchschlüchte ganz hinunter zur Neumannmühle, um hinter dieser wieder steil bergan zu gehen. 
Geviert am Bonus

Technisches Denkmal Neumannmühle
Puh war ich froh als wie wieder oben waren. Halbschatten auf einer Wiese und ein Bier und schon ging es weiter zum Kontrastprogramm. Über Wiesen und Felder zog sich der Weg stetig aber gemach bergauf auf die Endlerkuppe bei Ottendorf steht ein ehemaliges Jugenderholungsheim. Dem Verfall preisgegeben stehen die Gebäude während sich rings rum die Natur ihr Areal zurückholt. Die Dose geriet zur Nebensache. 
Blick zur Endlerkuppe
den will keiner mehr herauf
Einen kleinen Schlenker machten wir noch zu Schmidts Linde um uns dort das letzte Bier bei wunderschönem Licht und Aussicht zu teilen. Eine riesige alte linde - was auch sonst - spendete ausreichend Schatten. Hat glatt einen Romantikpunkt verdient der Platz. Nun ging es nur noch bergab ins Kirnitzschtal hinunter und der Tag war zu Ende. Eine sehr schöne Wanderung mit tollen Ausblicken und genialen Ecken. Unsere Heimat ist echt schön.
wer ist älter?


wie schön.