Samstag, 24. März 2018

Wartburg, ich komme - 24.März 2018


Zum Geburtstag im Januar wurde ich mit einem Hotelgutschein für Eisenach überrascht. Da hat jemand gut zugehört, dass ich noch nie auf der Wartburg war und gern dort hin wollte. Na für so viel Zuhören durfte er auch mit. So trudelten wir am 23. März abends im Sophienhotel in der Eisenacher Innenstadt ein. Für den Samstag war halbwegs gutes Wetter angesagt und so futterten wir uns beizeiten durch das komplette Frühstücksangebot und starteten in den Tag. Dem Auto spendierten wir noch nen Parkschein und schon schlumperten wir in Richtung Markt. Ich war überrascht wie schön und eindrucksvoll die Häuser waren. 
unser Hotel, zweite Etage ist unser Balkon gewesen

Blick vom Balkon

genau vor der Tür die heilige Elisabeth

am Georgbrunnen
 So ging es immer um sich schauend in Richtung Wartburg. Axel hatte dafür den Luthererlebnispfad gewählt. Super, man könnte vieles lesen, wenn man sich nicht auf den immer steiler werdenden Anstieg konzentrieren müsste. Da kamen Namen wie Da Vinci, Machiavelli und Fugger  nur im Augenwinkel vor.  Leider war die Eselstation noch nicht besetzt, ich Esel hätte einen genommen. Aber zum Ausgleich waren auch die Zustiege wegen Glätte gesperrt, so dass es die Straße ganz nach oben ging. Endlich oben kam auch die Sonne raus. Wir guckten uns in Ruhe mit den Aufgaben eines virtuellen Caches im Hinterkopf erstmal  um. Besonders beeindruckt hat mich das beheizbare Bad für die Ritter. Genial. Außerdem amüsierten mich die Tauben im Vorhof. Na und da in meinem Gutschein auch der Eintritt enthalten war, schlossen wir uns um 12 der Führung an. 
kein Esel da, nur ich Esel

Axel durfte mit nach Eisenach, hatte ja schließlich die Idee

Taufbecken
Führungen können ja manchmal anstrengend sein, zu viele Zahlen und Fakten. Diese war ganz anders. Der junge Mann konnte gut und kurzweilig sprechen, streute Anekdoten ein und verwendete nicht ein einziges Mal einen Fülllaut wie ähm, eh, mh… Er hatte es echt drauf, die Stunde wie im Fluge vergehen zu lassen. Zu sehen gab es natürlich auch genug. Die Zimmer bauten in der Entwicklung aufeinander auf, erst unverputzt, dann mit Putz, dann Inventar und dann natürlich der Saale der heiligen Elisabeth von Thüringen. Dieser komplett mit Mosaiken verzierte Saal hat uns alle umgehauen. Dort bekamen wir einen Abriss über das Leben der Heiligen. Falls mal jemand bei Jauch sitzt und gefragt wird, wer Schutzpatronin der Caritas ist, kann gern anrufen. Auch die Fresken in der Galerie bildeten noch einmal ihr Leben ab. War echt toll. Zum Abschluss ging es natürlich noch ins Lutherstübchen. Komisch wir wussten beide nicht, das Luther nur so kurz, nämlich 10 Monate dort untergebracht war. Der Tintenklecks ist weg, aber man kann ihn im Souvenirshop kaufen. 
Blick ins Ritterbad

vielleicht beim Baden ertrunken?

Sensationell - die Mosaike im Elisabethsaal

hier bekommen die Abiturienten heute ihre Zeugnisse - toller Rahmen für sowas
Da auch der Tugendpfad leider gesperrt war, konnten wir unseren Cache nicht fertig machen und verließen die Wartburg um auf den benachbarten Metilstein zu laufen. Man hat dort einen herrlichen Blick. Und dort oben erreichte uns dann auch Hilfe zu unserem Cache. Nun hatten wir die Wahl – sein lassen oder nochmal hoch zur Wartburg. Wir haben uns für nochmal hoch entschieden und das musste belohnt werden. Wir gönnten uns eine Bratwurst. Danach ging es dann gemütlich den Luthererlebnispfad wieder zurück und so konnte ich auch endlich lesen, was zu seinen Lebzeiten noch alles passierte. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir gemütlich in der Innenstadt. Ausgehungert plünderten wir abends noch das Buffet und tranken einen Sekt. 
Sitzplatz auf dem Metilstein

Blick vom Metilstein

irgendwo unterwegs

das haben wir uns verdient

Sonne, Kaffee, Internet...mehr braucht man(n) nicht

Allerdings musste es beizeiten ins Bett gehen, da der nächste Tag mit einer 1000 km langen Fahrt verplant war. Die nächsten Urlaubstage wollten wir in Kroatien verbringen.

Kommentare:

  1. Meine Güte, da war ich mal vor gefühlten hundert Jahren. Mit der Schulklasse. Kann mich erinnern, dass es Winter und sehr kalt war. Und dass meiner Schulfreundin Petra vor einem Schaufenster eine Maus ins Hosenbein hochkroch. Was für ein Spaß. An mehr kann ich mich nicht erinnern. :-)

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  2. Ein schönes Geschenk ! Wir waren im Winter da und es war ziemlich kalt in den alten Gemäuern. Sehenswert in Eisenach ist auch die Drachenschlucht !

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