Mittwoch, 15. Oktober 2014

Col Rodella zum Abschluss - 4. Oktober

Unser letzter Tag in den Dolomiten brachte noch einmal Sonne und damit Blick auf die Berge. Da die vergangenen Tage mich doch ziemlich geschlaucht hatten, Muskelkater, schmerzende Knie und diverse blaue Flecke, ließen wir es ruhig angehen. Es sollte eine Mischmaschtag werden. Noch einmal ging es zum Sellapass und es wurde ein kostenfreier Parkplatz gesucht, schließlich sehen wir gar nicht ein 5 Euro Tagesgebühr zu zahlen und ein paar Meter mehr laufen macht das Kraut nun auch nicht fett. Ein letzter Klettersteig stand auf dem Plan und noch so einige Geocaches. Am Fuß der Langkofelgruppe sahen wir erstmal der Kabinenbahn zu, die bis zur Demitzhütte hochfährt. Doch das war nicht unser Ziel. Wir wollten zum Col Rodella. Gemütlich und ein paar Geocaches suchend liefen wir parallel zum breiten schotterigen Weg auf einem schmalen Pfad bergan. 
Plattkofel, Zahnkofel, Innerkofler, Grohmannspitze, Fünffingerspitze und Langkofel
Lecker?
Axel und das liebe Vieh
Fasziniert ging unser Blick dabei immer wieder nach oben, heute war Flugwetter und die Gegend bekannt als guter Startort für Paraglider. Demzufolge waren Unmengen dieser bunten Schirme in der Luft. Dann narrte uns unser GPS, versprach es doch einen Cache, der aber irgendwie nicht auf der angegebenen Höhe zu finden war. So suchten wir den Einstieg zum Klettersteig und es konnte losgehen, oder auch nicht. Ich hatte schon am Einstieg so meinen Probleme und fing an rumzumaulen, (was mir neuerdings den Spitznamen „maulende Myrte“ eingebrockt hat). Kein Wunder war der Steig doch abgetreten und glatt und meine Kräfte so ziemlich verbraucht. Nach ein bissel Motivation ging es dann doch und wie so oft, umso höher wir kamen umso besser ging es. Es trug zum Amüsement bei, dass ich mir immer laut selbst erklärte wie ich es machen muss. Auch dieser Klettersteig hatte viel mit Klettern zu tun und nur an einer Stelle gab es Eiseenklammern, ansonsten hieß es die natürlichen Gegebenheiten zu nutzen. So gelang mit auf glatten Platten nach oben zu kommen, auch in der Rinne kam ich vorwärts. Doch dann ein Stück wo ich nicht weiter kam. Meine Kraft ging zu Ende und umhängen muss man ja auch andauernd. Mit Ziehen und strampeln ging es irgendwie höher, so dass ich auf dem nächsten Absatz zum LIEGEN kam. Tja nicht schön aber selten. Der Rest flutschte dann und so konnten wir oben eine Pause genießen. 
wo ist der Cache?
mal wieder Pause

hier starten die
Noch einmal den Rundumblick genießen und die gewaltigen Berge bestaunen. Der vorher nicht gefundene Cache war nun fällig, neue Wegfindung und ein bissel Konzentration beim Laufen sorgten für einen erfolgreichen Fund. Langsam aber sicher stiegen wir dann wieder ab zum Fuße des Langkofels, an dem noch eine bizarre Felsenstadt liegt. Da müssen mal gewaltige Felsstürze stattgefunden haben. Gut für uns, denn die Brocken luden uns noch einmal zum rumkraxeln ein. Eigentlich war es ja mal wieder eine Plastedose die uns hinlockte, aber die haben wir nicht gefunden. Machte nichts, wir hatten unsere helle Freude am Zielfelsen. Erst ein bissel skeptisch guckte ich zu wie MiSpi ungesichert da hoch stieg, auf der anderen Seite war mir klar dass er das ohne Problem konnte. Ich probierte mich derweile daran auf geringer Höhe Tritte zu finden und von links nach rechts zu queren. Doch es kribbelte, ein Weg sah machbar aus, ne Zwei wenn es hoch kommt, also Kletterschuhe an – das Seil war im Auto – und mal versuchen. Ha kurze Zeit später war ich oben und konnte hinten runter laufen. Fetzige Sache so am Abend. 
es ist so schön hier

er kanns halt
such die Winnie
Schnell verging die Zeit und es wurde dunkel. Na dann Abschied nehmen von den Bergen, noch einen schnellen Fund in unserem "Wohnort", Einkaufen und Kochen und dann mal packen. Unweigerlich war der Urlaub mit mehr als 90km zu Fuß und ungezählten Höhenmetern in den Beinen, 25 Geocachefunden, 5 Klettersteigen und zwei Klettertagen zu Ende. Abwechslungsreiche Erlebnisse, viele neue Erfahrungen und Eindrücke nehmen wir mit nach Hause. 
Langkofelgruppe und Sella im Rundumblick

1 Kommentar:

  1. Die "Stehkabinenbahn" zur Demitzhütte ist aber nicht schlecht, um sich näher zu kommen. Muss man zu zweit reinhopsen und dann eng aneinandergeschmiegt warten, bis man oben bzw. unten ist. ;-)

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