Sonntag, 12. Oktober 2014

Die Cirspitzen - 2. Oktober

Gut ausgeruht und nach einem guten Frühstück wollten wir nun einen Teil der Dolomiten erkundigen. Von unserer Pension aus konnte man die Cirspitzen im Grödner Joch sehen und das war auch das Tagesziel. Waren gestern Abend die Felsen noch in Nebel getaucht, strahlte heute die Sonne vom Himmel, aber kühl war es trotzdem erstmal. Bei 7 Grad nimmt man dann doch lieber die dickere Jacke und die Mütze, es weht immer ein Lüftchen. Wir schlängelten uns viele Serpentinen hoch um auf 2100m über Null das Auto abzustellen. Da langen sie vor uns, majestätisch und rauh, die Cirspitzen. Nach kurzer Überlegung entschlossen wir uns erst den Wandersteig auf die Große Cirspitze zu machen und danach zur Kleinen rüberzulaufen und dort noch den Klettersteig hochzukrabbeln. 
die Cirspitzen, 
Da man durch viel Bruch läuft und der auch gern mal unter einem wegrollt, nahm ich die Stöcke mit um sicher am Fuß des Felsens anzukommen. Kein Baum, kaum mal ein Strauch versperrte beim Laufen die Sicht auf die bizarre Felslandschaft. Auch wenn es anstrengend ist auf dem Untergrund zu laufen, entschädigt der Blick auf die Weite aber auch auf die Nähe für diese Anstrengung. Noch im Hochlaufen philosophierte ich, ob ich wohl ein Edelweiß sehen würde. Keine Chance meinte Mispi, da sind hier zu viele Menschen unterwegs. Dafür gab es gar stachelige Disteln und der Enzian begann zu blühen. 
Stöcke helfen bei dem Untergrund
man kann das Gipfelkreuz schon sehen
Am Einstieg hoch zur Großen Cirspitze entschied ich mich gegen das Klettersteigset, die Beschreibung meinte, das würde sogar ein Berner Sennhund hinbekommen. Und so war es dann auch. Immer mal ein Stück Seil zum Festhalten ansonsten eine klare Wegführung mit roten Punkten führte uns immer weiter aufwärts. Und plötzlich war es doch da…nicht eins sondern viele kleine Edelweiße. Es sollten in den verbleibenden Tagen nicht die letzten bleiben. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, kann man sie oft entdecken. In gemächlichem Tempo bezwangen wir den Fels und glücklich über meinen ersten 2500m hohen Berg fiel ich dem Gipfelkreuz um den „Hals“. Nach einer längeren Bier und Guckpause machten wir uns an den Abstieg und querten durch viel Schotter zur Kleinen Cirspitze. 
da ist es
happy
Gipfelsieg
Uns entgegen kommende Wanderer zeigten uns den richtigen Weg zum Einstieg, da ist ein wenig gespart worden mit Markierungen. Man kann versehentlich zum Abstieg laufen statt zum Einstieg. Da dies ein richtiger Klettersteig ist, legte ich die Montur an und los ging es. Im Unterschied zu den bisherigen Klettersteigen, war dieser zwar toll gesichert, aber es war kaum mal ein zusätzliches Eisen im Fels. Hier hieß es die natürlichen Begebenheiten nutzen um hoch zu kommen. Das hat Spaß gemacht und hatte viel mit Klettern zu tun, fetziges Ding. Hoch oben gabs dann Brot und Schinken und Käse…auch für die Vögel die uns mal wieder nahe kamen. Leider vergaßen wir auf beiden Spitzen den Cache zu suchen, komisch das uns das passiert. Nachdem die Kräfte wieder aufgetankt waren, ging es hinunter. Am Grödner Joch wurde noch schnell eine Karte gekauft und pausiert. 
Am Einstieg der kleinen Cirspitze
schon eher klettern
entspannt ganz oben
der hatte auch Hunger
Doch der Tag hatte noch ein paar helle Stunden übrig. Was machen wir denn da? Zum Laufen hatten wir wenig Energie, also musste das Auto herhalten. Eine Runde um den Sellastock im Touristentempo um zu gucken. Gesagt getan. Wir schlängelten und bergauf , bergab, hielten an verschiedenen Stellen, gingen geocachen und schauten ins Land. Mispi war besonders von den vielen Liften angetan und uns beide beeindruckten Unmengen Paraglider am Himmel. Auf dem Sellapass bestaunten wir schonmal die Langkofelgruppe und  den Sellastock. Dieser war Ziel des nächsten Tages. Gemeinsam Kochen und Essen, ein Glas Wein oder zwei und schon war auch dieser Tag rum.
Panorama von der Großen Cirspitze
Grödner Joch
das Sellamassiv
Gröden

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