Freitag, 29. August 2025

29.08. - Ein bissel Klettern und ein bissel Wandern

Juchu, ganz ohne Wecker haben wir es geschafft, um acht aus den Federn zu kriechen. Da wir gestern festgestellt hatten, dass wir zu wenig gegessen hatten, besserten wir uns gleich zum Frühstück. Brot, Mozzarella und dazu neben Kaffee auch Joghurtdrink. Da stand doch einer Bergfahrt nix im Wege. Axel wollte unbedingt auf den Großen Klaus. Wir stellten das Auto um und liefen ein paar Meter Wanderweg, als ich auch schon den Pfad zu den Gipfeln entdeckte. Es ging doof bergan und dann sahen wir den Klaus. Nur wie hinkommen? Erst erblickten wir eine Rinne, könnte gehen, aber lass mal weiter rumgehen. OK noch ne Rinne, im Endeffekt zwar um einiges schwerer, aber was soll's. Dann ist eben schon der Zustieg mit Klettern verbunden. Je näher ich Klaus kam, umso sicherer war ich, dass ich da nicht hochwill. Klar war aber auch, um ordentlich zu sichern, muss ich mit auf den Buckel. Na ok, schließlich wollte ich Axel gern diesen Urlaubswunsch ermöglichen. Ist uns gemeinsam gut gelungen. Ich hab die Arschbacken zusammengekniffen und bin bis zur Sicherungsstelle und Axel konnte den Kerl bezwingen. 
er will echt da hoch

war er ja auch

Selbstportrait

Ausblick

Plan machen

Von da oben hatten wir ne herrliche Sicht auf die umliegenden Gipfel, viele Große und Kleine mit lustigen Namen, wie Mongo, Witz und Augenturm. Außerdem sah man von oben auch, dass es die erste Rinne etwas besser hoch gegangen wäre, deshalb nahmen wir diese zurück auf den Pfad. Den Witz haben wir dann auch noch bezwungen, so dass auch ich mein Gipfelerlebnis heute hatte. Auf dem Wanderweg kamen wir an weiteren großen Klunkern vorbei zurück zum Auto. Schnell wieder auf unseren Stammplatz gefahren, schon die dritte Nacht werden wir an der gleichen Stelle heute verbringen. Dann gab es für uns beide Brot und das letzte Wiener, ein Bier und 20 min Pause. Eine kleine Wanderung sollte es schon noch sein. In 1,3km LUFTLINIE lag ein Cache an einer Höhle. Den suchten wir uns aus - Wandern mit Ziel. Also trabten wir den Wanderweg roter Strich erst feste bergan, dann über eine etwas unklare Wegführung über Felsen und zur Krönung fett bergab, steil, rollig, eng. Was hier so als Wanderweg zählt. Nach einer geschlagenen Stunde waren wir ziemlich ko an der Höhle und mussten ja alles auch wieder zurück. 
ne hohle Gasse

Wanderweg

endlich da

ein Witz

Aber erstmal Cache suchen, ein wenig sitzen, viel Trinken und den Rückweg ansehen. Gott sei Dank ist es eine Runde, so dass wir den steinig steilen Mist nicht wieder nach oben mussten. Hoch mussten wir aber trotzdem wieder, diesmal einen schmalen Pfad stetig ansteigend. Das ging gut. Oben wurden wir mit tollem Licht und schicken Ausblicken belohnt. Nach insgesamt 2,25 Stunden waren wir wieder am Auto. Wanderung von knapp 6 km und viel Höhe hoch und runter. Da hatten wir uns das Abendbrot verdient. Fix Duschen - also die Campingdusche hat sich echt mal wieder bewährt - und dann kochen. Nun konnten wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.
 
Wetter:30 Grad sehr sonnig
Schlafplatz: Wieder der Picknickplatz
Essen: Nudeln mit Tomatensauce 
 
 
auch das gibts

abendlicher Blick

mal wieder Klaus

Schnellverpflegung

wer ist es? 

Eddie des Tages


Donnerstag, 28. August 2025

28.08. - Gammeltag mit Klettern

Irgendwie sind wir heute nicht in die Gänge gekommen und haben erst sehr spät das Bett verlassen. Dann gab es zwar Frühstück aber auch eher spartanisch, nur Joghurt mit Müsli. Danach saßen wir gut. Ein wenig Telefon und Internet, lesen, ein Bier gegen 12…ups wo ist denn der halbe Tag hin. Wir schafften es erst nach 13 Uhr die Kletterrucksacke zu nehmen und zu einer sehr nahen Felsengruppen zu laufen. Die Spielkarten waren das Ziel. Pik-Dame sollte es zum Auftakt geben. Also in einer Affenhitze in Schale geschmissen und sogar Helme aufgesetzt und los ging's. Die Felsen hier sehen aus wie in Meteora, nur rot und viel schlimmer verkieselt und viel weicher. Axel war behände oben und dann kam mein Auftritt. Diesen Kieseln zu vertrauen ist nicht so einfach, wie es aussieht. Schon gar nicht, wenn ein zwei rausbrechen und zu Tale kullern. Irgendwann war auch ich oben, Gipfelgruß und Kuss und fix ins Buch einschreiben. Gleich weiter zum Ass. Als Axel oben war, meinte er, das ist nix für Dich. OK ich vertrau ihm. Also habe ich weggelassen. Dadurch musste er aber über die gleiche Seite runter um sein Material wieder einzusammeln. Es passierte was musste, das Seil verhakte sich fürchterlich. So war Cheffe ne Weile beschäftigt um selbiges zu befreien, während ich da saß und nur dachte Fresse halten. 
oben

Nachbarn

auch noch Jahreserste

ich auch

Nach gelungener Rettung waren wir ehrlich kaputt und es war viel zu heiß. Also runter ans Auto, noch ein wenig ausruhen und dann in die Stadt zum Essen, Die eigentlich angedachte Futterstelle hatte geschlossen, so dass wir eine Alternative brauchten. Fand sich bei einem Bäcker. Sehr leckeres, aber kaltes Fleisch mit kalten Pommes. Aber nach dem Essen waren wir wie neu. Fix noch die Reisedusche an bekannter Stelle auffüllen und dann hoch zur Festung. Dahinter verbarg sich doch noch ein Klettergipfel, den wir uns gestern bereits angesehen hatten. Zuerst den etwas schwereren Weg auf die Warze, mein Wunschweg, da er mich verdammt an Schritte am Abend in Meteora erinnerte, nur wesentlich kürzer aber auch ne Rinne. Dann noch einen zweiten Weg und wir waren doch zufrieden, auch wenn mich unterwegs ständig die Angst vor Ausbrüchen der Kiesel begleitete. Mit herrlich orangerot leuchtenden Felsen im Hintergrund ging es hinab und nach einem wohlverdienten Bierchen zurück an unsere Schlafstelle.
 
Wetter: 30 Grad sehr sonnig
Schlafplatz: Picknickplatz 
Essen: Winnie Braten mit Pommes, Axel Buletten mit Pommes und Krautsalat
wird schon

happy

Eddie des Tages

man muss auch wieder runter

einfach herrlich


Mittwoch, 27. August 2025

27.08. - Belogradtschik erkunden und Festung ansehen

Durch eine Stunde Zeitverschiebung blieben wir etwas länger liegen und tranken früh nur einen Kaffee. Geht ja gut los, schon am vierten Tag kein Frühstück mehr. Dann fuhren wir einen möglichen Schlafplatz ansehen, wurde abgewählt. Er war weder schön noch gut zu erreichen und die Quelle war auch trocken. Mit einem Stopp an einer Aussicht, wo wir unseren Schlafplatz von oben mal sehen konnten ging es dann hoch in die Stadt. Da begann erstmal Abenteuer Geld tauschen. In der Post schickte man uns ins benachbarte Hotel, daneben eine Bank. In der Bank wollte man uns auch nicht helfen, verwies uns an den draußen befindlichen Geldautomaten. Uff. Der wollte glatte 10 Prozent haben. Nachdenken, rauchen, nochmal ins Hotel und dann nochmal an den Geldautomaten und auf Sieg gesetzt. So wie ich es verstanden hatte, wollte der wenn man nur Leva nimmt lediglich 3 Leva Gebühr plus das was die eigene Bank nimmt. Meine nimmt nix, also nochmal versucht und Glück gehabt. Bei 400 Leva buchte meine Bank nur 206 Euro ab, statt beim Umtausch 225. Es ist Mittag, Axel hatte ein Hüngerchen und ich Durst, also stürmten wir einen Kiosk tranken ein Bier und Axel verschmauste einen Hotdog. Anschließend drehten wir ne Runde durch den Ort, Wasser war unser Hauptaugenmerk und tatsächlich fanden wir eine gut gehende Quelle. Also mit dem Auto hin, die Campingdusche gefüllt und die Wasserflaschen ausgespült und vollgemacht. 
Blick von oben auf unseren ersten Schlafplatz

das sahen wir am Morgen

und schon den digitalen Kletterführer in der Hand

trocken

die sprudelte kräftig - mitten in der Stadt

Jetzt wollten wir aber Felsen sehen. Und wo sieht man die am besten? Von Oben. Wir fuhren zur Festung Kaleto rauf, zahlten den Eintritt 15 Leva pro Nase und sahen uns um. Durch mehrere Tore und Höfe kann man weit laufen und die dicken Mauern bestaunen. Es gibt einige Informationen zur Festung uns ein paar Legenden zu lesen und wenn man sich einmal hochgeschraubt hat, dann hat man herrliche Ausblicke auf die Konglomeratfelsen von Belogradtschik. Einer schöner als der andere. Axel stürmten durch die Gegend, suchte Kletterfelsen, guckte durch Fernglas nach Haken und Gipfelbüchern und ich genoss einfach die fantastischen Ausblicke, die Sonne und das laue Lüftchen. Anschließend gab es nen kleinen Snack, ehe wir noch einen Cache suchten und die Warze (ein Klettergipfel) von Nahem ansahen. Machbar und irgendwie erinnert hier einiges an Meteora. 
in die Felsen gebaut

megaschön

Natur und Baukunst

Ganz oben

Hohe Mauern

ein Fels schöner als der Andere

Am frühen Abend trafen wir an unserem neu ausgesuchten Schlafplatz ein. Gleich neben der Straße, schön gerade, mit Unterstand, Grill und Mülltonnen. An einem Dach befestigten wir die Campingdusche und los ging's mit frisch machen. Herrlich, wir staunten allerdings, wie wenig Wasser man braucht, Wir haben beide geduscht, uns gewaschen und ich sogar die Haare gewaschen und es ist vielleicht knapp die Hälfte raus. Den restlichen Tag vertrullerten wir mit Loggen, Kosten buchen, schreiben und lesen. Und Axel übte noch eine Weile Drohne fliegen. Das Ding kann ganz schön weit, wenn man sich traut. Das kulinarische Hochlicht gab es dann zum Abend, Sternchensuppe aus der Tüte. Wir hatten ja schließlich tagsüber schon bissel rumgefuttert.
 
Wetter: sehr sonnig um die 30 Grad
Schlafplatz: Restarea neben der Straße
Essen: unterwegs Hackfleischteile, Abends dann Brot mit Melone, Sternchensuppe
nochmal Felsen


wer hat sich denn da rausgeschlichen?

Duschplatz

Eddie des Tages

Die Romantik ist jetzt IM Auto



Dienstag, 26. August 2025

26.08. - Altstadtbummel in Petrovaradin und ab nach Bulgarien

Wieder wachten wir an unserem schönen Picknickplatz auf und begannen den Tag in aller Ruhe. Liebe Freunde hatten uns ein ganz frisch selbstgemachtes Glas Marmelade mitgegeben und diese öffneten wir. Sehr lecker, vielen Dank an dieser Stelle. Wir entsorgten noch unseren Müll, denn am Nachmittag vorher wurde dort alles fein aufgeräumt und geleert. Dann hieß es zum erstem Mal Abschied nehmen. Wir rollten gemütlich runter ins Tal und stellen das Auto irgendwo ums Eck, klar kostenfrei, in Petrovaradin, einem Ortsteil von Novi Sad, ab. Bis zum alten Stadtkern und der hoch über der Donau thronenden Burganlage und Altstadt war es nicht weit. Es ging durch einen Park, dann etwas ansteigend bis hin zu einem Tor, dass uns in die Festung ließ. Dort schlumperten wir dann länger rum. Manchmal muss man durch Häuser, die eine Etage tiefer oder höher liegen, vorausgesetzt man findet die Durchgänge. Von hier oben hat man herrliche Ausblicke auf die Donau, alte und neue Brücken und den Neustadtteil von Novi Sad. 
so ein schöner Stellplatz


da rein und...


hier durch

dann ist man da

Highlight dort oben ist die betrunkene Uhr. Die zeigt wilde Zeiten an, die so rein gar nichts mit der realen Zeit zu tun hat. Man ist sich nie so richtig sicher, was dort Minuten- und was Stundenzeiger ist. Auf jeden Fall ist es ein beliebtes Fotomotiv. Kurz daneben geht es über Stufen und durch einen kleinen Tunnel hinab. Wir trollten uns bis zur Post und tauschten etwas Geld und suchten dann vergeblich einen Cache an einer Kirche, ehe wir die Stufen und durch den Tunnel wieder hinauf schnauften. In einer Bar mit Blick auf die Donau gönnten wir uns eine Pause und teures Bier. Auch hier kostet es umgerechnet 5 Euro, OK man zahlt die Sicht mit. Es war schon früher Nachmittag und so suchten wir noch einen Cache außerhalb der Burgmauern und liefen dann gemütlich zurück zum Auto. 
fette Mauern

romantische Durchgänge

Blick in die "Neustadt"

besoffene Uhr mit nüchternem Axel

Kirche 

hübsches Detail

Ein Stück Richtung Bulgarien sollte es noch gehen. Ich hätte es besser wissen müssen, letztendlich zog Axel durch. Unterwegs stoppten wir um Kauf von Melone und Tomaten und gegen 18 Uhr gab es noch in Serbien Abendbrot an einem Picknickplatz. Leider schmeckte die Melone nicht so toll wie sie aussah, aber zum Flüssigkeit auffüllen hat es gereicht. Es wurden auf der weiteren Fahrt Richtung Grenze immer weniger Autos und daher ging es an der Grenze schnell. Dafür ereilte uns dann ein Kulturschock ungeahnten Ausmaßes. Es war dunkel, Arschdunkel, die Straße fraß jedes bissel Licht vom Auto, es gab keine Fahrbahnmarkierungen und Logo es war kein Mensch unterwegs. Wir rollten durch verfallene, heruntergekommen Dörfer, wo alles dunkel war, kein Mensch, kein Hund, kein Auto nichts. Ach doch Mautpflicht. Jede halbwegs asphaltierte Straße ist mautpflichtig, egal wie stoßdämpferbelastend sie ist. Wir gruselten uns stundenlang bis Belogradtschik. Dort gab's Licht und alsbald auch eine Schlafstelle innerhalb einer der vielen Felsengruppen dort. Noch ein Schluck Wein und der Tag war beendet.
 
Wetter: 30 Grad und Sonne satt
Schlafplatz: Wiese inmitten der Felsen von Belogradtschik
Essen: Melone, Brot, Mozzarella, Würstchen
 
Knubbel 
Einlass zu schmal 

alle Wege führen zur Festung


Eddie des Tages

Blick beim Abendessen

da ist sie wieder weg, die Sonne

Schlafkulisse