Sonntag, 4. Januar 2015

Neujahr auf Usedom - 01.01.2015

Völlig katerfrei gab es am Neujahrsmorgen ein ausgiebiges Frühstück und dann ging es nach Peenemünde. Nicht das übliche touristische Programm war geplant sondern ein Besuch auf dem Gebiet der Heeresversuchsanstalt. Nicht ganz auf legalen Wegen folgten wir unseren OSM Karten zu den ehemaligen Prüfständen, von denen mehr zu erahnen als zu sehen ist. Immer wieder sahen wir dabei gesprengte Bunker und Gebäude. Mit einem Bus kann man geführte Touren über das Gelände machen. Einige Schautafel erzählen von der dunklen Geschichte um die V1 und V2. Der Prüfstand VII war unser Ziel. Dort wurde die A4 – bekannt als V2 – abgeschossen. Ein Gedenkstein erinnert daran. Für uns ein Platz um Glühwein zu kochen und eine Rast zu halten. 
ich kann fast stehen
Gedenkstein des Abschussortes der A4
Pause mit Glühweinkochen
Der Erdwall drum herum bot etwas Windschutz. Weiter ging es Richtung Flugplatz zur Abschusstelle der V1 und wieder raus aus dem Gelände, was sich mitunter als abenteuerlich erwies. Die 10km lange Runde führte uns noch vorbei am ehemaligen KZ Karlshagen und Gleisanlagen zurück zum Auto – immerhin war es schon wieder nach 15 Uhr. 
Überreste - betongefüllt

Hangar auf dem Flugplatz - NVA genutzt

Blick aufs Meer
Da wir uns zu einem Geocachertreffen in Zinnowitz angemeldet hatten, trennten sich die Wege. Ausnahmsweise hatten wir mal dem Navi geglaubt und fuhren einen sehr abenteuerlichen Weg nach Zinnowitz – das Auto hat es überlebt, ich habe Rücken. Doch was war das für ein Auflauf? Menschen über Menschen. Es stellte sich heraus, dass am Neujahrstag ein Feuerwerk auf der Seebrücke stattfindet. Aha, da bleiben wir doch. Vorher trafen wir nicht nur Sachsen beim Treff am Strand. Ein kurzer Plausch, ein Sekt aufs neue Jahr, einen Glühwein zum Durchwärmen und ein wenig Warterei aufs Feuerwerk. Schön wars. Die ersten Raketen gingen ins Wasser um aus diesem emporzusteigen. Einfach toll. Zirka eine viertel Stunde knallte und leuchtete es um uns herum. So hatten wir doch noch ein Jahreswechselfeuerwerk. 
aus dem Wasser empor
Nun plagte uns Hunger. Nachdem wir erst Parkgebühren auf MiSpi – Art sparten und uns dann aus Zinnowitz rausgequält hatten, landeten wir in Neeberg im Fischstübchen. Kurz mussten wir aufs Garmin blicken wo wir sind….aha doch Usedom, denn auf dem Parkplatz standen NUR Sachsen. Ein wirklich tolles Angebot an Fischspeisen erwartete uns. Und nun wissen wir auch wie Steinbeißer schmeckt und das es eine Unterart vom Seewolf ist. Auch mein Heilbutt war unschlagbar lecker. Ein toller Abschluss des Neujahrstages. 

1 Kommentar:

  1. Und waren waren in Sachsen! Und sind in der Neujahrsnacht auf Socken zu unserer Unterkunft- Glatteis. ;-)

    AntwortenLöschen