Montag, 18. August 2014

Wanderung auf den Burberg - 17. August

Nach dem Frühstück trafen wir uns am Heiligentor zu einer Wanderung auf den Burberg (Úhošť). Irena führte uns über das Wehr der Eger und erst einmal entlang der Straße bis zum Abzweig „Roter Wanderweg“. Ab da wurde es eine richtig schöne Wanderung, mal steil mal flach, mal im Wald mal über traumhafte Bergwiesen. Gesäumt ist der Wanderweg von vielen Informationstafeln über Flora und Fauna. Wenn man mit offenen Augen durch die Gegend geht kann man so manches seltenes Gewächs sehen. Nicht umsonst ist der 591 m hohe Burberg ein Naturreservat. Hier wurde auch die ungiftige grüne Erde gefunden, welche zum Malen benutzt wurde. Der steile Aufstieg wurde mit herrlichen Aussichten belohnt. Zum einen kann man – eher wenig romantisch – die riesigen Kraftwerke sehen, zum anderen blickt man auf die Eger, das Duppauer Gebirge und kann fast ein Drittel des Erzgebirges sehen. An einer Sandsteinstele, die an die angeblichen keltischen Funde erinnern soll, machten wir Rast und ließen Blicke und Gedanken schweifen. Entlang der Basaltkante ging es aufs Hochplateau. 

Mispi unterwegs
Rasten an der Sandsteinstele
Blick ins Duppauer Gebirge
Merkwürdiger Weise endet die eh schon spärliche Ausschilderung an einer Aussicht, so dass wir mit den Garmins den weiteren Weg suchten. Urplötzlich tauchen dann das rote und auch das grüne Wanderzeichen wieder auf. Wir hatten also alles richtig gemacht. Auf dem Weg nach unten trennten wir uns von der Gruppe und Irena. Diese wollten noch einmal essen gehen und die Strecke abkürzen, wir wollten gern durchs Tal weiter wandern und unserem zweiten Hobby etwas nachgehen. Über Stock und Stein ging es weiter, mal plätscherte ein Bach, mal konnte man weiße und rosa Disteln bestaunen und die Zeit erlaubte eine weitere Pause auf einer Wiese. Da das Wetter es recht gut mit uns meinte und die dunklen Wolken nur geringfügig Tropfen abwarfen konnten wir den Weg genießen. Leider gelangten auch wir wieder auf die Straße. Lichtblick bei dem trögen Gelaufe darauf waren die unzähligen Obstbäume Wir kosteten Äpfel – puh sauer, Birnen – oh fast schon mehlig und Pflaumen – mit denen ich mir den Bauch voll schlug. Einen kleinen abenteuerlichen Abstecher an die Eger gönnten wir uns noch, wartete doch ein Cache auf uns. Durchs Gebüsch an den Fluss und uns trennte nur ein Seitenarm vom Fund. Na dann, Schuhe aus und Socken aus und rüber. Genauso abenteuerlich war der Weg zurück, da war man glatt froh wieder auf der Straße zu sein. Alsbald landeten wir wieder in Kaaden und es stieg ein wenig Wehmut auf. 

romantisches Plätzchen
kultivierte Natur in Kaaden
wilde Natur unterwegs
18 km in den Beinen, einen Kaffee vor uns und wir beschlossen noch einen Abstecher auf der Heimfahrt zur Riesenburg (Rýzmburk) bei Ossegg zu machen. So verließen wir Kaaden gegen 16 Uhr. Schnell waren wir in Ossegg wo wir die Burgstraße bis zu einer kleinen Kapelle fuhren, um uns dann mit den letzten Energiereserven wieder auf einen roten Wanderweg zu begeben. Sehr steil führt dieser zur Burganlage. Sie heißt Riesenburg, weil die Erbauer aus dem Geschlecht der Riesenburgs kamen, aber auch die Ausmaße von 200m mal 95 m sind durchaus riesig. Schon im Anstieg sieht man immer mal Mauerreste und oben angekommen weiß man nicht wo man zuerst hin soll. Leider ist das Betreten der Turmreste unter Strafe – 100.000 Kronen sind kein Pappenstiel – verboten. Trotzdem gibt es viel zu sehen, Durchgänge, Türme, Zimmer ohne Decken und viele Durchbrüche, durch die man ins Land sehen kann. Klar gehörte auch ein Cache an diesen Ort. 

imposante Reste
Blick ins Land
Betreten verboten
Der Weg führte uns noch weiter an eine ulkige Felsformation im Wolfstal an der sich sowohl ein "Gipfelbuch" als auch eine Möglichkeit zum Klettern befand. Über einen mal asphaltierten und mal matschigen Weg vorbei an einem Bach liefen über insgesamt 6 km zurück zum Auto. Das Wochenende war schon wieder um. Mispi steuerte unweigerlich das Auto Richtung Heimat und wir verabschiedeten und wehmütig von den Bergen. 

klar das unser Eintrag auch drin ist
kaum sieht Mispi Felsen muss er drauf 

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