Donnerstag, 26. März 2026

Fazit – Zwischen Sonne, Sturm und ziemlich viel Wasser

Acht Tage Gran Canaria. Klang nach Sonne, Wärme, ein bisschen Faulenzen. Bekommen haben wir Sonne, Sturm, Regen, Wasserfälle, gesperrte Wege, rutschige Pfade, braunes Meer, trockene Caches, nasse Schuhe, ein lernfähiges Auto und überraschend viele Planänderungen. Und genau das war perfekt. Diese Insel hat uns ziemlich schnell gezeigt, dass sie mehr kann als Postkartenidylle. Klar, es gab sie, die ruhigen Momente am Pool, das Bier auf der Terrasse, das entspannte Schlendern durch kleine Orte. Aber da war eben auch dieses andere Gesicht. Das Wilde durch Sturm Therese, der unendlich viel Wind und Wasser brachte und uns von den Bergen fernhielt.  Barrancos, die sich plötzlich in reißende Flüsse verwandeln. Wasserfälle, die aus dem Nichts auftauchen. Straßen, die einfach mal gesperrt sind, weil der Berg gerade beschlossen hat, ein Stück abzurutschen oder große Steine runterschmiss.

unser Hotel

so lieblich kann Meer sein

so auch

oder wild

Wasser aus den Bergen

Immer hinab in Richtung Meer

Und mittendrin wir, mit Wanderschuhen, Geocaching-App und einem erstaunlich stabilen Humor. Nicht jede geplante Tour hat funktioniert. Der Roque Nublo bleibt fürs nächste Mal. Klettersteige wurden zu Wasserfällen, Wege zu Flüssen und aus „wir gehen mal eben da lang“ wurde regelmäßig „ok… neuer Plan“. Aber genau daraus sind die besten Tage entstanden. Die Wanderung im Barranco de Azuaje, das Farbenspiel bei den Los Azulejos de Veneguera, die Runde um die Caldera de Bandama, das tobende Meer bei Las Palmas de Gran Canaria, und diese Momente, in denen man einfach nur dasteht und denkt: „Wow.“

Firgas

Wandern

Meer in Las Palmas

Vulkankrater Bandama

Blühende Bäume

Weiter Blick hinab

Wasserfälle und bunte Felsen

Dazu kamen die kleinen Dinge. Ein Bier am falschen Ort zur richtigen Zeit. Ein Eis in der Sonne nach einem Regentag. Ein Cache, der doch noch gefunden wurde. Das kinderfreie Hotel, herrlich nervenschonend für mich. Ein Parkplatz, der genau dann frei wurde, wenn man ihn brauchte. Und natürlich das Auto - liebevoll der Huppelfrosch genannt -  mit allem möglichem Schnickschnack, von Abstandsregelung, Spurassistent, Geschwindigkeitskontrollwahnsinn, das irgendwann beschlossen hat, selbstständig das Fernlicht zu regeln und ständig Luft im rechten Vorderreifen brauchte. Man wächst ja zusammen. Auch das „Nichtstun“ hatte seinen Platz. Essen gehen, ohne sich kümmern zu müssen. Einfach nur da sein. Und am Ende doch immer wieder losziehen, weil es draußen einfach zu viel zu entdecken gab.

unsere Biersammlung hat sich auch erweitert

Huppelfrosch

Süßes Nichtstun

Was bleibt? Das Gefühl, dass diese Reise anders war als geplant, aber genau deshalb so gut. Dass Wetter kein Störfaktor ist, sondern Teil des Erlebnisses. Und dass man manchmal einfach losgehen muss, auch wenn man nicht weiß, ob der Weg überhaupt passierbar ist.
Und ganz nebenbei haben wir festgestellt, dass wir offenbar wirklich miteinander alt werden "müssen". Bei Sonne, bei Sturm und wahrscheinlich auch bei zu wenig Luft im Reifen. Gran Canaria, wir kommen wieder. Dann vielleicht mit etwas weniger Wasser. Oder auch nicht.


Ntternkopf

im botanischen Garten

Sonne und Meer

ein letzter Blick aufs Meer

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