Freitag, 6. September 2024

06.09.2024 – Mittelalterliches Sighișoara und ungarische Dörfer

Wir waren zwar frühzeitig aufgewacht, hatten aber trotzdem schon einen Zettel am Auto, dass ab 7:00 Uhr Parkscheinpflicht ist. Naja um 7:50 Uhr hat Axel den Parkschein über die App gelöst. Ohne viel Aufhebens sind wir losgezogen. Auf nem Parkplatz Kaffee kochen mitten in der Stadt ist nicht so unser Ding, also raus und weg. Es ging gleich die alten Holztreppen hinauf in die Altstadt von Sighișoara. So damit ist dann auch Kreislauf vorhanden - ohne Kaffee. Und dann sofort weiter noch die Schülertreppe hoch. Die fetzt. Die Schüler konnten überdacht hoch zur Schule laufen und waren somit vor Regen und Schnee sicher. Es ging vorbei an der Schule, bis hin zur Kirche und dem alten deutschen Friedhof. Das war ein wirklich schöner Ort, der mit den unterschiedlichsten Gräbern heute noch genutzt wird. Fast alles war deutsch beschriftet, sehr alte und sehr neue Gräber, sehr schlichte und sehr aufwändige Grabsteine. Hat uns gut gefallen. Nach dem Abstieg war es dann aber Zeit für ein Frühstück – Omeletts und Kaffee und ein toller Blick auf die alten Häuser. Wir saßen direkt gegenüber vom bekannten Hirschhaus. 
Schülertreppen

alberner Schüler

auf dem Schulberg

einer von tausenden

Kirche auf dem Schulberg

Hirschhaus

Frühstücksblick


Danach durchstreiften wir die kleinen Gassen, entdeckten bunte Häuser, den Stundturm und den Schusterturm. Überall Kirchen und Souvenirläden...Viele Leute und das mittelalterliche Kopfsteinpflaster machte das Laufen etwas anstrengend. Hübsch war es, aber nicht überwältigend und arg heiß. Vielleicht hatten wir aber nun auch schon ne Überdosis Stadt. Schließlich wechselten wir noch auf die modernere Seite der Stadt. Da schlumperten wir auch noch etwas rum, besahen die riesige Kirche, bevor es am Nachmittag weiter Richtung Baile Tușnad ging. Zurück am Auto hatte sich der kleine Zettel wegen der Parkerei auf magische Art erweitert. Da stand dann was mit SMS drauf, scheinbar die Kontrolle, dass wir gebucht hatten. Wir entschieden uns nun bewusst gegen die großen Straßen, um mehr zu sehen. 
schicker als der neue Sachsenenergiebau in Dresden

dem Glücklichen schlägt keine Stunde ...am Stundturm

irgendwas Kirchliches

Schusterturm

in einer Gasse

die große Kirche auf der modernen Seite der Stadt

Blick zurück

alles doppelt beschriftet



angeblich Draculas Geburtshaus

Das bedeutete allerdings erstmal 20 Kilometer Baustelle und Dreck, aber danach wurde es malerisch, als wir durch kleine Dörfer fuhren. Plötzlich im Kreis Harghita kaum noch deutsche Beschriftungen, dafür überwiegend ungarische, da wir uns immer tiefer in Siebenbürgen, im Szeklerland befanden. In vielen Dörfern waren die Ortsnamen daher ausschließlich auf Ungarisch zu lesen, und die Unterschiede wurden schnell deutlich: die Orte waren einfach, sauber und fast jedes Haus hatte ein traumhaftes Holztor. Zusätzlich gab es massig Storchennester – es war richtig auffällig. In Baile Tușnad angekommen, fanden wir eine Pizzeria mit angeschlossener Brauerei zum Abendessen. Danach war es nicht mehr weit zum ausgesuchten Schlafplatz. Da hatte Axel ja wieder einen Ort entdeckt, den konnten wir aber erst am Morgen so richtig sehen. 

Essen: Pizza in Tusnad
Schlafplatz: ehemaliger Rastplatz
Wetter: 30 Grad sonnig, 
Dreifachkreuz unterwegs entdeckt

ausgeflogen aber massig da in den ungarischen Dörfern

in Baile Tusnad

Holztor

und noch eins

Eddie des Tages 


Donnerstag, 5. September 2024

05.09.2024 - Traumtour im Bucegi-Nationalpark

Wir schafften es fast, rechtzeitig aufzustehen. Wir wollten um neun Uhr starten. Nach Frühstück und Duschen war es dann halb zehn – das ging ja noch. Da wir nicht weit fahren mussten, konnten wir schon kurz vor halb elf mit unserer Wanderung beginnen. Zum Einlaufen ging es seicht bergauf auf einem breiten Fahrweg, der natürlich für Fahrzeuge gesperrt war. Wir suchten ein paar Caches und waren ratzfatz an der Stelle, wo wir dem roten Kreuz in den Wald folgten. Das war eine sehr schweißtreibende Angelegenheit, denn es ging steil bergauf. Mit den Stöcken zur Unterstützung ging es jedoch gut. Allerdings musste man den Weg gut im Auge behalten, denn außer einer schotterigen Rinne war im Wald nicht viel zu sehen. Wir suchten uns den besten Weg und traten plötzlich aus dem Wald heraus. Eine irre schöne Aussicht belohnte den Anstieg und motivierte uns für die noch verbleibenden Höhenmeter. 
neues Zuhause

überall Bächlein

da lang also 

hält

wo ist der Weg?

ab jetzt steiler

atemberaubend schön

Aber erstmal machten wir eine Pause, bevor wir die Wiese steil hinauf liefen und dann am Fuße der Felsen bis zum Sattel querten. Eigentlich hätte man alle zwei Meter stehen bleiben und ein Foto machen müssen, so schön war es hier über der Baumgrenze. Auf dem Sattel machten wir nach knapp vier Stunden noch einmal eine Pause, bevor es dem roten Strich folgend weiterging: erst eine Wiese hinauf, dann ein letzter Anstieg auf einen Gipfel mit obligatorischem Gipfelfoto. 

nanu och bissel geschafft?

hier noch hoch

Weitblick

Schutzhütte

für den Fall dass man den Pfad nicht sieht

Pause am Pass

Rückblick
letzter Anstieg

oben

schön

Danach nahmen wir den Abstieg in Angriff. Es ging malerisch und atemberaubend schön, aber steil hinab. Diesmal folgten wir dem roten Dreieck. Erst bis zur Waldgrenze, dann mal flacher, mal steiler, bis hinunter zum Fahrweg. Ohne die Stöcke wäre diese geniale Tour mit ihren gigantischen Aussichten kaum möglich gewesen. Man konnte sich gar nicht sattsehen und möchte diese Augenblicke für immer festhalten. 
Unten am Parkplatz gab es noch Țuică zu kaufen, und wir schlugen zu, bevor wir weiter nach Sighișoara fuhren und unterwegs essen gingen. Ein erfüllter Tag endete auf einem Parkplatz in Sighișoara zur Nachtruhe.

Wetter: traumhaftes Wanderwetter, um die 24 Grad
Essen: Hühnerbrust mit Pommes
Schlafplatz: Parkplatz in Sighișoara

stand so rum beim Abstieg

sag ich doch , die hält

bummelt hinterher

da irgendwo lang
der Track zur Tour

der Weg ergibt sich

Gegenprogramm - Stellplatz mitten in der Stadt

Mittwoch, 4. September 2024

04.09.2024 - Haushaltstag

Ich habe meinen Willen bekommen: einen Tag, an dem ich nichts tun muss. Wobei „nichts“ auch nicht ganz stimmt, aber zumindest nichts Körperliches. Nach dem Frühstück habe ich erstmal ein paar Notizen für den Blog gemacht. Das ist wichtig, denn sonst überlagert ein Erlebnis das andere, und ich bekomme nichts mehr richtig zusammen. Ebenso habe ich die Urlaubskasse nachgetragen. Es ist immer spannend für uns zu sehen, mit wie wenig man auskommt und wie sich die Preise im Laufe der Jahre überall entwickeln. Ich bin gespannt, welche Endsumme dieses Jahr herauskommt. Wir verzichten auf nichts – na gut, ich auf Süßkram, weil ich ja dick genug bin – und gehen auch mal essen oder kaufen am Straßenrand ein. Das Loggen der gefundenen Geocaches war auch ein großer Punkt auf der Liste. Es läppert sich ja zusammen, wir sind ja schon eine Weile unterwegs. Da lob ich mir die Labcaches, die muss man nur vor Ort in der App beantworten und nicht alles extra loggen. Axel war schon vorbildlich: Er hatte schon immer mal zwischendurch und gestern Abend geloggt. Ich musste heute ran, und auch er hat seinen verbleibenden Rest erledigt. Nur die Earthcache-Aufgaben beantworte ich erst zu Hause.
Axel und die heißgeliebte Wanderkarte

große Wäsche

Eddie des Tages 

Besuch

Dann musste auch mal der „Grummel“ gesäubert werden. Also raus mit dem Zeug und alles sortiert. Alle Geräte wurden geladen, ein paar T-Shirts durch Wasser gezogen, und Axel hat in Ruhe geschaut, warum das Vorderlicht trotz intakter Birne nicht funktioniert. Irgendwas war verschmort und vergammelt. Rumänien färbt ab – er hat es, wie so oft, mit Tape repariert, und nun sollte es bis nach Hause reichen. Zusätzlich plante er die weiteren Tage und unsere morgige Wanderung. Gegen 17 Uhr fuhren wir einkaufen und noch einmal Geld wechseln. Eine Stunde später waren wir zurück und kochten unser Abendessen. Dafür nutzten wir die Außenküche des Campingplatzes. Geduld musste man da schon mitbringen. Und gegen 21 Uhr geschah es: Selbst Axel war es zu kalt, und er zog lange Hosen an. Tagsüber ist es hier zwar schön warm, aber sobald die Sonne weg ist, wird es doch recht frisch. Das bedeutet aber auch, dass wir kühle und damit erholsame Nächte haben.

Wetter: sonnig, ein bisschen Wind, 28 Grad
Essen: Mici mit Curryreis und Mischgemüse
Schlafplatz: Camping Heaven
das Ding muss raus

Schrauber bei der Arbeit

Außenküche

wer ist denn da durchgetapst