Was für eine komische Nacht. Um vier waren wir wach. Super. Körper so: „Aufstehen, Arbeit!“ und der Kopf so: „Äh… nein?“ Ist halt um fünf deutsche Zeit, genau unsere übliche Aufstehzeit unter der Woche. Wir haben dann trotzig beschlossen, einfach liegen zu bleiben. Hat… naja… bis kurz vor acht funktioniert. Dann schnell zum Frühstück, bevor die Massen einfallen. Auch hier wieder: große Auswahl, alles lecker. Mal sehen, wie lange uns das noch begeistert. Die Erfahrung sagt ja, irgendwann kennt man jedes Buffet-Detail beim Vornamen. Highlight für mich: der Smoothie. Vermutlich liebevoll aus den übrig gebliebenen Früchten vom Vorabend zusammengewürfelt und das war richtig gut. Nach dem Frühstück habe ich erstmal den Pool getestet, während Axel die Tagestour plante. Teamwork. Gegen halb elf ging’s dann los. Erst noch Wind und ein bisschen Regen, aber wie so oft auf Gran Canaria: ein paar Kilometer weiter ist es plötzlich sonnig und fast windstill. Diese Insel kann echt Wetter. Über eine wunderschöne Panoramastraße fanden wir einen Parkplatz und starteten unsere Wanderung ins Barranco de Azuaje,
auch bekannt als Barranco de la Virgen. Nach gerade mal 300 Metern: erstes Highlight. Ein altes, verfallenes Thermalbad. die ehemaligen Azuaje Spa Ruins. Daneben ein Tunnel. Natürlich mit Geocache. Natürlich mussten wir da rein. Der Tunnel war, sagen wir mal so: grenzwertig. In der Mitte gab’s noch eine Stelle mit etwas frischer Luft, aber je weiter wir reinkamen, desto stickiger wurde es. Ich war ehrlich gesagt ziemlich froh, als wir den Cache gefunden hatten. Dose eingesackt und sofort wieder raus. Sauerstoff ist halt doch ganz nett. Axel übernahm das Loggen. Danach begann die eigentliche Wanderung.  |
| morgendlicher Blick |
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| Chef hat zu tun |
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| Erster Blick ins Tal |
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| verfallenes Thermalbad |
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| zu |
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| der Endgegner |
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| muss mal schön gewesen sein |
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| Log mit bekannten Namen |
Traumhaft ging es das Tal hinauf, abwechslungsreich, wild und genau unser Ding. Immer wieder mussten wir den Bach überqueren: mal über Steine, mal über wackelige Stämme. Natürlich immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Es ging durchs Unterholz, über Felsen, vorbei an kleinen Kaskaden und an diversen Geocaching-Verstecken. Schmale Pfade, Stock, Stein, perfekt. Und dann waren da noch die Hühner. Kein Witz. Immer wieder lief uns eins über den Weg oder begleitete uns ein Stück. Es wirkte fast so, als hätte jedes seinen eigenen Revierabschnitt im Tal. Wanderhuhn-Patrouille. Auch die Pflanzenwelt war beeindruckend, überall gab es etwas zu entdecken, links, rechts, oben, unten. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Irgendwann kam dann ein etwas, nennen wir es „interessanter“ Abschnitt: gesichert, aber ziemlich rutschig und ordentlich steil. Kurz danach begann der Aufstieg Richtung Firgas. Und der hat es nochmal in sich gehabt.  |
| Wanderhühnchen |
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| die Füße blieben trocken |
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| echter Wasserfall |
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| mit mir und Wanderhuhn |
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| elegant da drüber |
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| durchs Unterholz |
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| schicke Wanderwegweiser |
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| schmale Pfade |
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| kanarische Glockenblume |
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| Aussicht ? |
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| weniger elegant |
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| yeah endlich bergauf |
Oben angekommen wurden wir aber belohnt: ein wirklich zauberhaftes kleines Städtchen. Besonders schön: die kunstvoll gestalteten Mosaike. Alle kanarischen Inseln sind dort dargestellt, als Bilder, Modelle und ein kleines Stück weiter unten dann liebevoll gestaltete Mosaikbänke mit den Städten drüber entlang der Straße. Wir ließen uns in ein kleines Café fallen und gönnten uns für schlanke drei Euro einen richtig guten Kaffee. Genau das richtige nach der Tour. Der Rückweg… nun ja. Sehr. Sehr. Steil. Bergab. Nicht unbedingt mein Lieblingsabschnitt, aber hilft ja nichts, das Auto steht nun mal unten. Zurück am Thermalbad war das Gröbste geschafft. Von da an ging es entspannt zurück zum Auto. Ein kleiner Abstecher musste noch sein. Ein Cache bei einem verlassenen Hotel oberhalb von Firgas, dessen Daten wir im Cafe sitzend ermittelt hatten. Von dort oben hatten wir einen fantastischen Blick in die Ferne, perfekter Abschluss. Gegen 19 Uhr waren wir wieder am Hotel. Mit Glück haben wir sogar noch einen Parkplatz erwischt, gar nicht so selbstverständlich, denn Parkplätze sind hier deutlich seltener als Hotelzimmer. Dann ein neues Ritual: Bier, duschen, runterfahren. Um acht ging’s wieder ans Buffet. Heute eine Stunde später als gestern und trotzdem war es rappelvoll. Aber das Personal war super: Platz organisiert, hingesetzt, zack Rotwein im Glas. Kulinarisch wurde wieder alles aufgefahren: Fisch, Nudeln, Lendenbraten, Pizza, Eis, Schokocreme… wenn das nicht die Energiespeicher auffüllt, weiß ich auch nicht. Den Abend haben wir entspannt auf dem Zimmer ausklingen lassen mit Rotwein, Schreiben, Lesen und ein bisschen Internet.
Wetter: ca. 20 Grad, im Tal sonnig und windstill, oben wieder ordentlich windig.
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| kanarische Inseln |
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| Mosaikbänke |
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| Blick hinab |
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| ehemalige Hotelanlage oberhalb von Firgas |
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| war mal schick |
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| Deko :-) |
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| Blick vom "Hotel" |
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| Tal |
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| nochmal mit Wanderhuhn |
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| in Firgas |