Mittwoch, 18. März 2026

18.03.2026 – Wandern zum Ersten

Was für eine komische Nacht. Um vier waren wir wach. Super. Körper so: „Aufstehen, Arbeit!“ und der Kopf so: „Äh… nein?“ Ist halt um fünf deutsche Zeit, genau unsere übliche Aufstehzeit unter der Woche. Wir haben dann trotzig beschlossen, einfach liegen zu bleiben. Hat… naja… bis kurz vor acht funktioniert. Dann schnell zum Frühstück, bevor die Massen einfallen. Auch hier wieder: große Auswahl, alles lecker. Mal sehen, wie lange uns das noch begeistert. Die  Erfahrung sagt ja, irgendwann kennt man jedes Buffet-Detail beim Vornamen. Highlight für mich: der Smoothie. Vermutlich liebevoll aus den übrig gebliebenen Früchten vom Vorabend zusammengewürfelt und das war richtig gut. Nach dem Frühstück habe ich erstmal den Pool getestet, während Axel die Tagestour plante. Teamwork. Gegen halb elf ging’s dann los. Erst noch Wind und ein bisschen Regen, aber wie so oft auf Gran Canaria: ein paar Kilometer weiter ist es plötzlich sonnig und fast windstill. Diese Insel kann echt Wetter. Über eine wunderschöne Panoramastraße fanden wir einen Parkplatz und starteten unsere Wanderung ins Barranco de Azuajeauch bekannt als Barranco de la Virgen. Nach gerade mal 300 Metern: erstes Highlight. Ein altes, verfallenes Thermalbad. die ehemaligen Azuaje Spa Ruins. Daneben ein Tunnel. Natürlich mit Geocache. Natürlich mussten wir da rein. Der Tunnel war, sagen wir mal so: grenzwertig. In der Mitte gab’s noch eine Stelle mit etwas frischer Luft, aber je weiter wir reinkamen, desto stickiger wurde es. Ich war ehrlich gesagt ziemlich froh, als wir den Cache gefunden hatten. Dose eingesackt und sofort wieder raus.  Sauerstoff ist halt doch ganz nett. Axel übernahm das Loggen. Danach begann die eigentliche Wanderung. 
morgendlicher Blick

Chef hat zu tun

Erster Blick ins Tal

verfallenes Thermalbad

zu

der Endgegner

muss mal schön gewesen sein

Log mit bekannten Namen

Traumhaft ging es das Tal hinauf, abwechslungsreich, wild und genau unser Ding. Immer wieder mussten wir den Bach überqueren: mal über Steine, mal über wackelige Stämme. Natürlich immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Es ging durchs Unterholz, über Felsen, vorbei an kleinen Kaskaden und an diversen Geocaching-Verstecken. Schmale Pfade, Stock, Stein, perfekt. Und dann waren da noch die Hühner. Kein Witz. Immer wieder lief uns eins über den Weg oder begleitete uns ein Stück. Es wirkte fast so, als hätte jedes seinen eigenen Revierabschnitt im Tal. Wanderhuhn-Patrouille. Auch die Pflanzenwelt war beeindruckend, überall gab es etwas zu entdecken, links, rechts, oben, unten. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Irgendwann kam dann ein etwas, nennen wir es „interessanter“ Abschnitt: gesichert, aber ziemlich rutschig und ordentlich steil. Kurz danach begann der Aufstieg Richtung Firgas. Und der hat es nochmal in sich gehabt. 
Wanderhühnchen

die Füße blieben trocken

echter Wasserfall 

mit mir und Wanderhuhn

elegant da drüber

durchs Unterholz

schicke Wanderwegweiser

schmale Pfade

kanarische Glockenblume

Aussicht ?

weniger elegant

yeah endlich bergauf

Oben angekommen wurden wir aber belohnt: ein wirklich zauberhaftes kleines Städtchen. Besonders schön: die kunstvoll gestalteten Mosaike. Alle kanarischen Inseln sind dort dargestellt, als Bilder, Modelle und ein kleines Stück weiter unten dann liebevoll gestaltete Mosaikbänke mit den Städten drüber entlang der Straße. Wir ließen uns in ein kleines Café fallen und gönnten uns für schlanke drei Euro einen richtig guten Kaffee. Genau das richtige nach der Tour. Der Rückweg… nun ja. Sehr. Sehr. Steil. Bergab. Nicht unbedingt mein Lieblingsabschnitt, aber hilft ja nichts, das Auto steht nun mal unten. Zurück am Thermalbad war das Gröbste geschafft. Von da an ging es entspannt zurück zum Auto. Ein kleiner Abstecher musste noch sein. Ein Cache bei einem verlassenen Hotel oberhalb von Firgas, dessen Daten wir im Cafe sitzend ermittelt hatten. Von dort oben hatten wir einen fantastischen Blick in die Ferne, perfekter Abschluss. Gegen 19 Uhr waren wir wieder am Hotel. Mit Glück haben wir sogar noch einen Parkplatz erwischt, gar nicht so selbstverständlich, denn Parkplätze sind hier deutlich seltener als Hotelzimmer. Dann ein neues Ritual: Bier, duschen, runterfahren. Um acht ging’s wieder ans Buffet. Heute eine Stunde später als gestern und trotzdem war es rappelvoll. Aber das Personal war super: Platz organisiert, hingesetzt, zack Rotwein im Glas. Kulinarisch wurde wieder alles aufgefahren: Fisch, Nudeln, Lendenbraten, Pizza, Eis, Schokocreme… wenn das nicht die Energiespeicher auffüllt, weiß ich auch nicht. Den Abend haben wir entspannt auf dem Zimmer ausklingen lassen mit Rotwein, Schreiben, Lesen und ein bisschen Internet.

Wetter: ca. 20 Grad, im Tal sonnig und windstill, oben wieder ordentlich windig.

kanarische Inseln

Mosaikbänke

Blick hinab

ehemalige Hotelanlage oberhalb von Firgas

war mal schick

Deko :-)

Blick vom "Hotel"

Tal

nochmal mit Wanderhuhn

in Firgas


Dienstag, 17. März 2026

17.03.2026 – Ab in die Sonne

Nachdem wir viele Jahre im Frühjahr mit dem Auto unterwegs waren, haben wir dieses Jahr mal etwas früher Urlaub gemacht und uns ganz dekadent für ein Rundum-Sorglos-Paket entschieden. Acht Tage Gran Canaria sollten es werden. Dafür klingelte der Wecker heute um drei Uhr. Aua. Um 4:25 Uhr saßen wir bereits im Auto Richtung Leipzig. Die Autobahn war herrlich leer, sodass wir überpünktlich am gebuchten Parkplatz ankamen und direkt in den Shuttle zum Flughafen Leipzig/Halle hüpfen konnten. Vor Ort gab’s dann noch eine kurze Diskussion, weil unser Auto angeblich Überlänge hat. Ich habe das Problem sehr pragmatisch gelöst, einfach den Zehner mehr bezahlt. Man gönnt sich ja sonst nichts. Auch das Einchecken ging erstaunlich flott. Ist halt ein kleiner Flughafen. Noch schnell einen Kaffee, dann durch die Sicherheitskontrolle. Ich durfte – mal wieder – die Schuhe ausziehen. Keine Ahnung, was die immer mit meinen Schuhen haben. Vielleicht sehen sie verdächtig bequem aus. Alles lief reibungslos und der Flieger rollte pünktlich vom Platz. Nach einem entspannten fünfstündigen Flug landeten wir am späten Mittag auf Gran Canaria. Dann begann das klassische Urlaubs-Warten: erst aufs Gepäck, dann auf den Fahrer, der uns zur Mietwagenfirma brachte. Aber irgendwann hielten wir ihn in den Händen, unseren kleinen weißen Begleiter für die nächsten Tage. Und dann: Sonne. Und Wind. Herrlich. Auch unser Vier-Sterne-Hotel in Agaete konnte direkt punkten: ein riesiges Zimmer mit Terrasse, Blick auf den Pool und sogar aufs Meer. Wir haben uns erstmal an der Poolbar ein Bier geholt und sind anschließend auf unseren Liegen versackt. Sonne tanken, runterkommen, ankommen. 

Am Flugplatz, warten

Vorfreude

unser Flieger


Blick von der Terrasse aus


Okay, okay… wir haben den ganzen Tag nichts gemacht. Aber das frühe Aufstehen hat einfach seinen Tribut gefordert. Irgendwann haben wir uns doch noch aufgerafft und sind ein paar Meter spaziert: runter zum Meer, zu den Rockpools, die aus heißer Lava, welche ins kalte Meer geflossen ist, entstanden sind. Weiter schlumperten wir in Richtung Hafen und unterwegs noch schnell ein paar Biere besorgt. Prioritäten und so. Dann saßen wir da, mit Blick auf das wilde Meer, und tranken unser Bier. Es war ganz schön windig und wir bereuten sehr, keine Jacken dabeizuhaben. So richtig hatten wir den heraufziehenden Sturm Therese noch nicht für voll genommen. Also schnell zurück ins Hotel und Premiere im All-inclusive-Schlaraffenland: Abendessen ohne Aufwand. Herrlich, wenn man einfach nur durch die Gegend schlurft und sich den Teller mit allem füllt, was gut aussieht. Und das war einiges. Beim Nachtisch haben wir dann endgültig alle guten Vorsätze über Bord geworfen. Danach ging allerdings nicht mehr viel. Wir waren platt. Halb zehn lagen wir im Bett und der Tag war vorbei.

Wetter: ca. 20 Grad, sonnig und sehr windig
Weg vom Hotel ans Meer

Rockpools

im abendlichen Licht

Blick ins Land

am Hafen

hinter mir eine Bananenplantage

unser Hotel mit Wind


Freitag, 12. September 2025

12.09. - Timișoara

Ups hier fehlt doch ein Tag. Nach der schönen Wanderung startet der kommende Tag im Hotel bewölkt. So richtig nen Plan für die letzten 2 Tage hatten wir nicht und so schlug Axel vor, schon ein Stück zu fahren und in Rumänien noch einen Tag zu verbringen. Das war ne gute Idee, es regnete nämlich den halben Tag und wir kamen gut vorwärts. Es ging über die Brücke Vidin, das Eiserne Tor an der Donau entlang, lange ein Tal hoch und ohne Grenzkontrolle nach Rumänien. Abends landeten wir kurz vor Timişoara und hatten einen schönen Schlafplatz. Es tröpfelte ab und an, so dass wir dann doch im Grummel saßen. Wir haben gut geschlafen und konnten beizeiten in den Tag starten. Es war noch bewölkt, aber der Wetterbericht versprach Sonne gegen 10. So lange brauchten wir eh um Kaffee zu trinken und ein wenig aufzuräumen. Dann schmiss ich mich in ein Kleid, quasi stadtfein gemacht. Nach Timişoara war es nicht weit, nur das Parken bezahlen war ne Kunst. Man braucht tatsächlich eine App. Aber Axel gelang auch das und dann konnten wir losziehen. Viele Caches führten uns durch die Kulturhauptstadt 2023. 
Blick aus dem Hotelfenster

Blick aus dem Auto

auf die Donau

Grenzbrücke

Schon gestern Abend fiel uns positiv auf, dass Rumänien um einiges schicker ist als Bulgarien. Es gibt mehr ganze Häuser als Ruinen, es ist sauberer und man merkt, dass sich hier die Leute es noch hübsch machen wollen. Timişoara hat bestimmt vor 2023 genug Geld bekommen und es war einfach nur herrlich. Sehr schöne Häuser und Parks, Kirchen und Gassen. Das hat richtig Spaß gemacht dort rumzustrolchen. Und endlich Bäckereien mit süßen Teilchen und den Kringeln, die wir so gern essen. 50 Euro umgetauscht und es uns gut gehen lassen. Nebenbei sahen wir Schuleingangskinder und etwas später erlebten wir eine serbische Kindergruppe mit Erntedankliedern. Dazu spielte eine Altherrencombo. Der Tag verging schnell beim Besuch der vielen schönen Plätze, wir sahen die kapitolinische Wölfin, den Fischbrunnen, die rumänisch orthodoxe Kirche und in einer Gasse sogar die Synagoge. 
Kringel 

Auftakt

ah hübsches Haus

viele davon

Chefin

Chef

in der Kirche

Schattenspender

Synagoge

wo ist Adam?

Kulturhauptstadt 2023

herzig

noch viel herziger

prachtvoll

ganz und saniert

die Wölfin - ein Geschenk Roms und genaue Replik

inmitten von viel Grün

Den Abschluss des Tages bildete ein Ausflug in die Brauerei. Trotz vieler Reservierungen ermöglichte man uns dort eine Stunde rumzusitzen und ein unfiltriertes Bier zu genießen. Dann war es zwar früher Abend aber noch genug Zeit um schon weiter Richtung Heimat zu rollen. Bis Ungarn nach Kecskemét ging es noch, wo unsere Uhren wieder normale Zeit bekamen und es um acht stockfinster war. Allerdings war es auch noch warm, zum letztmaligen draußen sitzen. Ein super Urlaub ging zu Ende. Den Samstag rollten wir durch Ungarn, die Slowakei und Tschechien nach Hause.
 
Wetter: 28 Grad, Sonne
Schlafplatz: Ungarn Arboretum Kecskemét 
Essen: nix – wir hatten uns an Kringeln und süßen Teilchen sattgefuttert
 
Eddie des Tages

so sieht glücklich aus

in der Brauerei

die Brauerei

Biergarten


das schaff ich  - NICHT


er auch nicht

Rundumblick