Nanu, als wir aufwachten, war draußen alles grau. Und das blieb auch erstmal so, selbst nach dem Frühstück, inklusive leichtem Regen. Also machten wir das, was man an solchen Tagen eben macht, wir trödelten. Axel suchte währenddessen nach einer Idee für den Tag, und schließlich fiel die Wahl auf den Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo. Dann kam allerdings die Nachricht, dass die geplante Tour zum Roque Nublo wetterbedingt abgesagt werden muss. Oben in den Bergen war einfach zu viel los, zu viel Wasser, zu viele Steine, zu viele gesperrte Straßen. Sehr schade, aber hilft ja nichts, Sicherheit geht vor. Also ab ins Auto. Zuerst nahmen wir noch zwei Caches mit, einen an einem Aussichtspunkt, der uns das eher mäßige Wetter eindrucksvoll präsentierte, und einen bei einem verlassenen Auto, auch immer wieder spannend. Da unser Auto mal wieder nach Luft verlangte, fuhren wir erstmal an einer Tankstelle vorbei. Luft rein, Regen an. Und diesmal nicht nur ein bisschen, sondern richtig. Es schüttete so heftig, dass wir spontan beschlossen, einen kleinen Umweg einzulegen, nämlich zu Decathlon. Axel hatte die ganze Woche schon angekündigt, dass wir dort landen, sobald es regnet.  |
| Ausblick von einem Cache aus |
 |
| Hängt schwer drin das schlechte Wetter |
 |
| unser Huppelfrosch |
 |
| Aussicht ohne Aussicht |
Früher war das so ein kleines Urlaubsritual. Ich war mir sicher, ich brauche nichts. Im Laden sah das dann ganz anders aus. „Oh, meine geliebte Schlumperhose.“ „Oh, schau mal, T-Shirts.“ „Die Jacke ist ja hübsch.“ „Ach, eine neue Mütze wäre auch nicht schlecht.“ Ratzfatz war der Korb voll. Bis auf eine zweite Hose habe ich alles mitgenommen. Auch Axel wurde fündig, und so hatte der Regentag zumindest etwas Gutes. Und dann, kaum zurück in Agaete, schien die Sonne. Natürlich. Ich setzte mich erstmal hin und schrieb ein bisschen am Blog, als ich plötzlich meinen Augen nicht traute. Axel stand in Badehose neben mir und meinte, er würde nur noch auf mich warten, um in den Pool zu gehen. Ich war kurz sprachlos.
Also schnell den Badeanzug an, und ohne großes Zögern ging er tatsächlich erst unter die kalte Dusche und dann direkt in den Pool. Das ich das noch erleben darf. Danach stand er grinsend da und meinte trocken, das Thema Baden hätte er für dieses Jahr jetzt auch erledigt. Nach dieser Erfrischung war der Tag schon weit fortgeschritten, aber ein kleiner Spaziergang ging noch. Also liefen wir noch einmal runter zum Meer, auf die andere Seite unseres Barrancos, zu den Rockpools. Das Wasser war immer noch braun, floss aber nicht mehr ganz so heftig ins Meer wie am Vortag. Und dann wurde es langsam ernst. Zum letzten Mal Abendessen, die Reste austrinken und ein bisschen wehmütig auf die letzten Tage zurückblicken. Unser Urlaub ist fast zu Ende.
Wetter: alles dabei, von Sonne bis Starkregen, 20 bis 23 Grad
 |
| Beweisbild |
 |
| abends am Meer |
 |
| gleich weg |
 |
| durften auch mal raus |
 |
| abendlicher Blick |
 |
| fließt immernoch |
 |
| am Wegesrand |
 |
| saftig grün |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen