Heute hat das mit dem Ausschlafen deutlich besser funktioniert. Klar waren wir wieder früh wach, innere Uhr und so. Wir sagten uns noch „fünf Minuten“ und zack, war es acht. Perfekte Frühstückszeit. Draußen war es ohnehin eher ungemütlich. Sturm und Regen waren für die nächsten Tage angesagt, so außergewöhnlich, dass es sogar in der Bild für einen längeren Artikel gereicht hat. Und auch bei uns war grau, windig und gab später ordentlich Regen. So ungewohnt für Gran Canaria, dass selbst die Hotelangestellten draußen standen und Videos gemacht haben. Das sagt eigentlich alles. Wir ließen uns also Zeit. Ein bisschen rumkramen, lesen, Internet. Aber so gegen Mittag wurde es uns zu blöd. „Egal jetzt. Wir müssen raus.“ Also ab ins Auto, Richtung Las Palmas de Gran Canaria. Unterwegs lockte ein virtueller Cache. Wir parkten direkt am Meer und bekamen ein tolles Schauspiel serviert. Das Meer: ein einziges Chaos aus Schaum und Kraft. Wellen peitschten gegen die Küste, es donnerte und krachte, Gischt spritzte meterhoch. Da hält man gern etwas Abstand, um nicht nass zu werden. Weiter ging’s nach El Roque. Ein kleiner Ort auf einem Felsen, mit engen, sehr engen Gassen und spektakulären Ausblicken auf den tobenden Atlantik. Wassermassen knallten gegen die Felsen und schossen wieder in die Höhe. Naturkino vom Feinsten. Die Bilder können das nicht wiedergeben, wie genial das war.
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| Trinken ist wichtig |
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| Deckung |
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| Achtung es spritzt gleich |
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| es tobt so vor sich hin |
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| enge Gassen |
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| gute Laune bei Regen und Sturm |
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| zu unseren Füßen tobt die Brandung |
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| Brutblatt |
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| Nass und Grau, aber schön |
Danach fuhren wir weiter nach Las Palmas de Gran Canaria und parkten in der Nähe des Auditorio Alfredo Kraus. Drei Euro für die Tageskarte, kann man nicht meckern. Von dort aus liefen wir etwa drei Kilometer entlang der Promenade am Playa de Las Canteras. Das Meer tobte immer noch, und entsprechend viele Leute waren unterwegs, Kameras und Handys im Dauerbetrieb. Auch viele Einheimische standen staunend am Rand. Der Strand selbst war gesperrt. Sicherheit geht vor. Die Cafés hatten ihre Tische vorsichtshalber weiter nach hinten gerückt. Wir ließen uns von einem Pflanzen-Cache treiben und hatten dabei unsere Pflanzen-App im Dauereinsatz. Nebenbei kam immer mal wieder die Sonne raus, fast schon frech bei dem Sturm. Also Pause: Aperol für mich, Kaffee für Axel. Und merkwürdig: Das Meer spielte verrückt, aber an Land war es erstaunlich windstill und angenehm warm. Am Ende der Promenade, nach erfolgreichem Cachefund, drehten wir um. Und plötzlich: das Meer wurde ruhiger. Tja Ebbe. Der Strand war inzwischen wieder freigegeben, und tatsächlich waren schon wieder Leute im Wasser. Unerschütterlich, diese Badegäste. Zurück am Auditorio Alfredo Kraus gönnten wir uns noch ein Bier und bewunderten dieses riesige Panoramafenster. Angeblich rund 100 Quadratmeter Glas, mit Blick direkt auf den Atlantik. Da drin ein Konzert hören. Das hat schon was.
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| Auditorium |
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| Walk of Fame |
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| Alfredo Kraus |
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| an der Promenade tobt das Meer |
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| Fischer |
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| Lecker |
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| echt jetzt? Nee waren etwa 20 Grad |
| Promenade |
Gegen 19 Uhr waren wir zurück im Hotel. Das Abendessen? Sagen wir mal: lebhaft. Auch um acht war noch ordentlich Betrieb, und wir mussten fast um Teller und Besteck kämpfen. Essen gab es dafür mehr als genug. Heute war Meeresfrüchte-Tag, nicht so ganz mein Ding. Aber zum Glück gab’s auch Alternativen: Pizza, Nudeln, Kalbsragout, Gemüse und natürlich wieder reichlich Nachtisch. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass das Wetter in den nächsten Tagen nicht ganz so wild wird, wie angesagt. Ein paar Wanderungen stehen schließlich noch auf dem Plan. Der Plan macht nur leider das Wetter nicht, das Wetter macht den Plan.
Wetter: über 20 Grad, stürmisch, Wechsel aus Regen und Sonne
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| am Morgen |
| am Abend |
| Auditorium mit Panoramafenster |

















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