Samstag, 12. September 2026

12.09 - Wasserfälle, alte Seilbahnen und ein neugieriger Fuchs

Schade. Unser Wunsch, noch eine Nacht im wunderschönen Soča Tal zu bleiben, erfüllte sich leider nicht. Wie so oft in Slowenien war auch dieser Campingplatz komplett ausgebucht. Dabei hätten wir nach der gestrigen zwanzig Kilometer Wanderung nur zu gern einen entspannten Ruhetag eingelegt. Also hieß es morgens aufräumen, duschen und bis 11 Uhr auschecken. Kurz nach dem Check-out rollte Grummel wieder los. Vorher sammelten wir noch den Cache an der Brücke ein und warfen einen letzten Blick auf die herrlich smaragdgrüne Soča, die zwischen den weißen Kalkfelsen dahinrauschte. Ein schöner Abschied von diesem außergewöhnlichen Tal.
nix mehr mit brauner Brühe am Morgen, endlich wieder schön

kleine Schlucht

Gegen Mittag landeten wir auf einem bereits gut gefüllten Parkplatz. Dort machten wir erst einmal Pause. Axel kümmerte sich um die Suche nach einem neuen Übernachtungsplatz, während ich ein wenig am Blog schrieb. Vor allem genossen wir aber die warme Sonne, die sich nach den Regentagen endlich wieder durchgesetzt hatte. Direkt neben dem Parkplatz begann ein kleiner Rundweg entlang eines wilden Gebirgsflusses. Natürlich mussten wir los.
Und was für eine wunderbare Entscheidung das war. Hinter beinahe jeder Kurve eröffnete sich ein neuer Blick auf tosende Wasserfälle, glasklare Gumpen und unzählige kleine Rinnsale, die aus den steilen Felswänden hinabstürzten. Überall rauschte, plätscherte und donnerte Wasser. Die Geräuschkulisse war so gewaltig, dass Fotos ihr niemals gerecht werden könnten. Wir ließen uns viel Zeit und genossen jede einzelne Brücke und jeden Aussichtspunkt. Anschließend ging es weiter durchs Tal. Noch schnell einkaufen und dabei wieder einmal feststellen, dass Slowenien unserem Geldbeutel nicht gerade schmeichelt. Lebensmittel sind hier deutlich teurer, als wir erwartet hatten.
Wasser

und Brücken

auf engem Raum

total faszinierend

auf dem Weg nach unten

Unterwegs legten wir noch einen spannenden Stopp an einer historischen Materialseilbahn ein. Früher wurden mit solchen Anlagen Baumstämme und Holz aus den steilen Berghängen ins Tal transportiert. Kaum vorstellbar, welche technische Meisterleistung das damals gewesen sein muss. Die historische Seilbahn Golobar (Golobarska žičnica) eine der letzten erhaltenen Forstseilbahnen in Slowenien. Noch später wartete ein Cache der besonderen Art. Eine Webcam, mitten im Gebirge an einer engen Serpentine. Solche Webcam Caches sind inzwischen selten geworden und natürlich dauerte es nicht lange, bis wir uns selbst auf dem Livebild entdeckt hatten. Ein herrlich nostalgischer Geocaching Moment. Bevor wir den Campingplatz erreichten, stand noch ein liebevoll gestalteter Weihnachtscache auf dem Programm. Zwischen all den vielen Dosen der letzten Tage war dieser endlich einmal wieder in einem tadellosen Zustand und machte richtig Freude.
Cachesuche am Denkmal 

historische Seilbahn

nochmal

Weihnachtscache

wir auf nem Webcambild

Dann wurde es noch einmal spannend. Axel meinte, eine Abkürzung zum Campingplatz gefunden zu haben. Die endete allerdings direkt vor einer verschlossenen Schranke. Pech gehabt. Also zu Fuß zur Rezeption, den Schlüssel abgeholt und wenige Minuten später konnten wir ganz offiziell einchecken. Am Abend lief wieder unsere bewährte Campingküche auf Hochtouren. Aus Fleischkonserve, frischem Gemüse und einer guten Portion Gewürze entstand eine überraschend leckere Pfanne, die zusammen mit Reis genau das Richtige nach diesem Tag war. Den Ausklang übernahm schließlich ein Glas Rotwein, viele Gespräche und ein frecher Fuchs, der unseren frischen Müllbeutel für ein hervorragendes Abendbuffet hielt. Axel war zum Glück schneller als er.

Wetter: reichlich 20 grad sonnig
Essen: Pfanne mit Reis 

Blick am Morgen

unterwegs

lecker Essen

aha


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