Montag, 7. September 2026

06.09 + 07.09 Auf nach Slowenien

Zwei Wochen Urlaub sind in diesem Jahr alles, was uns bleibt. Also fiel die Wahl auf Slowenien. Und wenn die Zeit knapp ist, muss schon die Anreise Teil der Erholung sein. Unser Startschuss fiel am Sonntag gegen Mittag. Vorher besuchten wir noch Axels Eltern. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für den großzügigen Zuschuss zu unserem Urlaub! In Deutschland wanderten noch schnell 20 Euro in den Tank, bevor wir in Ústí nad Labem an unserer Stammtankstelle Grummel randvoll machten. Diesmal gab es sogar Superdiesel. Offenbar wusste unser treuer Bus das zu schätzen, denn er schnurrte völlig entspannt bis in die Gegend von Kaplice, nur wenige Kilometer vor der österreichischen Grenze.

wird immer weniger, was wir mitnehmen

Urlaubsstartritual

Prost

Köchin an Bord

Eigentlich wollten wir dort noch einen Cache suchen und gemütlich zu Abend essen. Der Essensteil des Plans scheiterte allerdings an der Realität. Die angepeilte Dorfkneipe servierte am Abend ausschließlich Bier. Kein Essen. Nun gut … dann eben Bier. Unser Schlafplatz entschädigte dafür umso mehr. Abseits der Straße, versteckt an einem kleinen, stillen Teich, fanden wir einen wunderbar ruhigen Platz für die Nacht. Während die Abendsonne das Wasser golden färbte, vernichtete Axel den restlichen Hackepeter. Kurz darauf krochen wir zufrieden ins Bett und wurden mit einer herrlich ruhigen Nacht belohnt.

erster Schlafplatz

romantisch am See

waren auch mit

erstes Urlaubsbier
Bett fertig machen 

Am Montag ließen wir den Morgen ganz entspannt angehen. Der zweite Fahrtag führte uns quer durch Österreich bis nach Slowenien. Noch schnell die Tagesvignette inklusive Karawankentunnel online gebucht und schon rollte Grummel wieder los. Zunächst ging es über die Autobahn, später schlängelte sich die Straße durch malerische Täler, vorbei an saftig grünen Wiesen, schroffen Berggipfeln und unzähligen kleinen, liebevoll gepflegten Dörfern. Genau diese Landstraßen machen eine Anreise manchmal schöner als jedes Reiseziel. Ein besonderes Highlight war unsere Kaffeepause. Der Cappuccino wurde tatsächlich von einem Roboter frisch gemixt. Irgendwie skurril, ziemlich unterhaltsam und überraschend lecker.

unterwegs

Grenze - nicht ganz ernst gemeint

Ausblick bei der Fahrt

Barista-Roboter

da ist der Kaffee

Am Nachmittag erreichten wir endlich Bled. Menschenmassen, endlose Blechlawinen und drückende Hitze empfingen uns am wohl bekanntesten See Sloweniens. Von der romantischen Postkartenidylle war zunächst wenig zu spüren. Trotzdem spazierten wir gemütlich bis ans Ufer des Bleder Sees. Der Blick auf die hoch über dem türkisfarbenen Wasser thronende Burg war wunderschön, auch wenn das Gegenlicht das Fotografieren etwas schwierig machte. Natürlich durfte auch das obligatorische Foto am Herz von Bled nicht fehlen. Den Abschluss unseres Aufenthalts bildete ein frisch gezapftes Laško. Während wir unser Bier tranken, waren Axel und ich uns erstaunlich einig: Nix wie weg hier.

See Bled

angekommen

schön kalt

Knapp eine Stunde später folgte die nächste Überraschung. Unser geplanter Campingplatz war komplett ausgebucht. Und zwar bis zum 21. September. Das war so ziemlich das Letzte, womit wir gerechnet hatten und hätte unseren gesamten Urlaubsplan durcheinandergebracht. Zum Glück fand Axel etwa zwanzig Minuten entfernt einen einfachen Stellplatz, auf dem man für 20 Euro ganze 24 Stunden stehen darf. Perfekt war anders, aber manchmal sind genau solche spontanen Lösungen die Rettung des Tages. Zum Abendessen gab es einen simplen Nudeltopf mit Hackklöpschen aus der Dose. Ehrlich gesagt fehlte mir nach diesem Tag jede Motivation zum Kochen. Mit etwas Bier, einem Glas Sekt und einem Schluck Wein war der Frust über den ausgebuchten Campingplatz schließlich verflogen.

Schlafplatz: 1.Nacht: am Teich bei Kaplice / 2.Nacht: Stellplatz bei Bohinjska Bistrica
Wetter: Sonnig und außergewöhnlich warm
Essen: Abend 1: Restlicher Hackepeter / Abend 2: Nudeltopf mit Hackklöpschen

Geschichte am Bleder See

am Stellplatz