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Freitag, 11. September 2026

11.09 - Zur Quelle der smaragdgrünen Soča

Heute wurden wir gleich doppelt geweckt. Vom Wecker und vom Regen. Macht aber nichts, denn laut Wetterbericht sollte es gegen 11 Uhr aufklaren. Also gab es erst einmal Kaffee, wir packten unseren Rucksack und liefen gegen neun Uhr zur Bushaltestelle. Unser Plan war einfach. Mit dem Bus um 9:48 Uhr hinauf zur Soča Quelle und anschließend zu Fuß zurück zum Campingplatz. Besser hätte es kaum laufen können, denn wir erwischten den Touristenbus, der für Gäste der Region sogar kostenlos ist. Rund zwanzig Minuten schraubte sich der Bus durch das enge Trenta Tal immer höher in die beeindruckende Bergwelt des Triglav Nationalparks. Als wir ausstiegen, regnete es allerdings immer noch. Da wir wussten, dass oberhalb der Quelle eine kleine Berghütte liegt, machten wir es genau richtig. Statt durchnässt weiterzulaufen, kehrten wir erst einmal ein, bestellten heißen Kaffee und frische Croissants und saßen den Regen ganz gemütlich aus. Manchmal ist Geduld eben die beste Wanderstrategie.
unsere Haltestelle

Regen aussitzen

ist nicht mehr weit

es regnet - na und?

Von der Hütte bis zur Quelle sind es nur etwa fünfzehn Minuten. Schon unterwegs boten sich spektakuläre Ausblicke auf das tosende Wasser, das sich mit unglaublicher Kraft durch die engen Kalkfelsen zwängte. Kurz vor der Quelle wartete dann die eigentliche Herausforderung. Ein kurzer, aber anspruchsvoller Klettersteig führt hinauf- und hinunter zur Karstquelle. Alles ist gut mit Stahlseilen gesichert, doch die nassen Felsen machten jeden Schritt rutschig. Ich schaffte es bis zum höchsten Punkt und überließ Axel die letzten Meter hinunter zur Quelle. Dort schoss die Soča mit gewaltigem Druck direkt aus dem Felsen hervor. Ein faszinierendes Naturschauspiel und kaum zu glauben, dass aus diesem Felsspalt einer der schönsten Flüsse Europas entsteht. Der Rückweg über den Klettersteig verlangte noch einmal volle Konzentration. Danach begann unsere eigentliche Wanderung.
erstmal Bildung

und Ausblicke


das ist die Quelle

Tapfer

viel Druck

da runter hab ich mir gespart


Zunächst liefen wir ein Stück die Passstraße hinunter, bevor wir unterhalb der Bushaltestelle auf den berühmten Soča Trail abbogen. Von nun an schlängelte sich der schmale Pfad immer am Fluss entlang. Mal führte er über schottrige Abschnitte, mal über verwurzelte Waldwege, dann wieder direkt am Ufer oder hoch oberhalb der tief eingeschnittenen Schlucht. Wir konnten uns an dem wilden blaugrünen Wasser einfach nicht sattsehen. Nach den starken Regenfällen war die Soča zwar deutlich wilder als noch vor einigen Tagen, doch an vielen Stellen leuchtete sie trotzdem in ihrem unverwechselbaren Smaragdgrün. Unterwegs sammelten wir ganz nebenbei einige Caches ein und machten immer wieder Halt an kleinen und großen Wasserfällen. Durch den vielen Regen stürzten unzählige Wassermassen über die steilen Felswände ins Tal. Es war beeindruckend zu sehen, welche Kraft und Schönheit die Natur innerhalb weniger Stunden entfalten kann.
es rauschte

es rauschte gewaltig

es plätscherte

es murmelte

so schön...der Wasserfall

bridge over troubled water

Am Trenta Aussichtspunkt legten wir eine längere Pause ein. Immer wieder wanderten unsere Blicke hinüber zum Triglav. Wir hofften vergeblich, dass sich der höchste Berg Sloweniens wenigstens einmal aus den Wolken schälen würde. Heute behielt er sein Geheimnis für sich. Der Weg blieb abwechslungsreich bis zum Schluss. Ständig ging es über kleine Hängebrücken, durch saftig grüne Wiesen, über Felsen und wieder durch schattige Wälder. Gerade dieses ständige Auf und Ab machte den Soča Trail zu einer der schönsten Wanderungen unseres Urlaubs. Irgendwann beschlossen wir spontan, nicht am Campingplatz Schluss zu machen, sondern gleich bis zu einem Restaurant weiterzulaufen. Eine hervorragende Entscheidung. Gegen 18 Uhr ließen wir uns nach knapp zwanzig Kilometern endlich auf einen Stuhl fallen. Es gab köstliches slowenisches Essen, dazu ein einheimisches Bier und vor allem müde, aber glückliche Beine. Die letzten anderthalb Kilometer bis Grummel waren dann nur noch Formsache. Schuhe aus, Bier auf, ein Glas Sekt dazu und einfach nur sitzen. Viel besser kann ein Wandertag kaum enden.

Schlafplatz: Campingplatz Jelincic 
Wetter:bis 12 Uhr Regen, dann schön um die 20 grad
Essen: Cevapcici, Schnitzel 
Strecke: Soča Quelle bis Campingplatz über den Soča Trail ca. 20 km
Trenta Panorama


wunderschöner Fluss

Hängebrückenaxel

abwechslungsreicher Weg

Blick zurück 

man sieht förmlich, dass ich mich fürchte

Da lang

herrlich

der Stein zieht die Tür zu

gleich an der Futterquelle

gegrillte Polenta mit Blauschimmelkäsesauce
irre leckeres Schnitzel

Mittwoch, 10. September 2025

10.09. - Wanderung im Balkangebirge

Da unser gestriger Schlafplatz nicht anfahrbar war, stand auch die Wanderung in Frage. Da Axel aber übelst versiert im Alternativen finden ist, hatte er für heute auch eine neue Route gefunden. Da konnten wir beim morgendlichen Kaffee den heranziehenden Schafen zusehen und in Ruhe den Ort wieder verlassen. Es waren nur rund 50 min zu fahren, einsam eine Passstraße hoch, die später eigentlich gesperrt war. An einem schattigen Platz stellten wir da Auto ab, packten essen und trinken ein und los ging's. Erstmal etwas ächzend, aua Knie, aua Rücken, Mist steil. Aber es wurde besser. Zunächst geht es echt steil im Wald hoch, bis wir dann auf dem roten Wanderweg doch gemächlich ansteigend liefen. Es dauerte geschlagene 35 Minuten, ehe wir das erste Mal unser Tagesziel den Svishti Plaza sahen. Uff, ist der noch weit weg. Schön wanderten wir an der Flanke eines andern Berges entlang, auf ganz schmalem Weg, steinfrei, dafür mit Wacholder gesäumt und das eigentliche Ziel immer im Blick. Nach 1h 40 min waren wir auf dem Sattel.

Begrüßung am Morgen

auf gehts in die finale Wanderung

Blick ins Weite nicht vergessen

Ziel hinten rechts


ist noch ein Stück

Pause vorm finalen Aufstieg

Hier begann der finale Aufstieg, nicht sehr lang aber steil. Da machen wir lieber eine Pause vorher, Pfirsich, Müsliriegel und Wasser. Einmal durchschnaufen und los. Gott sei Dank waren die Stangen für den Winter dort angebracht und so konnte man sich gut orientieren und Stück für Stück hocharbeiten. Ganze 25 min brauchten wir, ehe wir Hand in Hand die letzten Meter fast rannten. 1888 m überm Meer und belohnt mit fantastischen Ausblicken und einer Überraschung auf dem Gipfel. Erstens war dort ein Zähler, wir waren die 2103e und der 2104e Besucher und zusätzlich war die Gipfelkassette gut gefüllt. Neben dem obligatorischem Gipfelbuch fand sich Wasser, Bier, Wodka, Verbandskasten und Medikamente. Cool, einen kleinen Gipfelschnaps genehmigte sich Axel. Wir machten ein paar Fotos und genossen dann ein mitgeschlepptes Gipfelbier. Der Rückweg ging gefühlt erstaunlich schnell. Wir nahmen aber nur zum Teil den gleichen Weg. Lieber folgten wie auf dem Kamm den Winterstangen, kamen noch einmal an den Pferden vorbei und konnten länger und andere Aussichten genießen. Nur der finale Abstieg war der Horror. Aber auch den haben wir überlebt und sanken am Auto auf unsere Stühle und kippten Cola in uns rein. 
sieht harmlos aus
überall Berge

Nr 2104

Aussicht

nochmehr Aussicht


Nr 2103

gut gefüllt

Gipfelsieg


Dann beschlossen wir den gesperrten Pass weiterzufahren, noch einen unfertigen Tunnel zu besuchen und letztendlich uns heute ein Hotelzimmer zu gönnen. Es war einfacher als wieder einen Campingplatz zu suchen, die sind bissel rar in Bulgarien und richtig duschen klang zu verführerisch. Gesagt getan, die Passstraße war zwar abenteuerlich aber zu befahren, taten andere auch, hier ist scheinbar das Geld für die Sanierung ausgegangen. In Etropole checkten wir im Hotel Etropol ein ein und gingen duschen. Herrlich nach so ner Anstrengung. Wer denkt Hotel hat Restaurant, weit gefehlt, ein Café gibt es. Axel fand auf der Karte aber 7 min entfernt ein Grill. Na gut, Hauptsache was zu essen. Das war aber das i Tüpfelchen des Tages. Sehr feiner Salat, mega Kebab aus gegrilltem Schwein und Huhn und Gemüse, Bier, Schnaps und Cheesecake. Alles von feinsten, mit total netter Bedienung und super preiswert. 25 Euro für alles. Wir haben es echt genossen. Zurück im Hotel forderte der Tag seinen Tribut, noch ein bissel Internet und Zack fielen die Augen zu.
 
Wetter: 22 Grad sonnig oben, unten heiß 
Schlafplatz: Hotel Etropol
Essen: Shopskasalat, Kebab und Cheesecake 
 
Rückweg

aha man könnte sogar fahren

Eddie des Tages

der Axel und das liebe Vieh

Steinbruch

Bergpanorama

einmal durch?

klar

Spoilerbild :-)


verdienter Gaumenschmaus

und gesund noch dazu


die lieben Kleinen schlafen derweile