Heute hieß es Abschied nehmen von unserem Campingplatz. Bevor wir losfuhren, wurde aber erst einmal gründlich aufgeräumt. Große Hausordnung, duschen und alles wieder an seinen Platz räumen. Es ist jedes Mal erstaunlich, wie gut sich das anfühlt, wenn im Camper wieder Ordnung herrscht. Gegen 10 Uhr checkten wir aus und rollten gemütlich los. Unser erster kurzer Stopp galt natürlich einem Geocache. Direkt daneben lag eine kleine Höhle, in die man etwa 120 Meter hineinlaufen kann. Eigentlich hätten wir sie gern erkundet, aber unsere Stirnlampen lagen gut verstaut im Auto und die Faulheit gewann. Also blieb es beim vorderen, dämmrigen Teil der Höhle und dem Cache. Dann begann der kulturelle Höhepunkt des Tages. Wir besuchten die spektakuläre Höhlenburg Predjama, die größte Höhlenburg der Welt. Das Ticket hatten wir bereits am Vortag zusammen mit der Höhle von Postojna gekauft. Vor Ort luden wir nur noch den deutschsprachigen Audioguide herunter und stürzten uns direkt ins Gewusel.  |
| hinein |
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| im vorderen Teil |
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| da kommt sie |
Schon der erste Anblick ist einfach unglaublich. Die Burg klebt förmlich in einer gewaltigen, senkrechten Felswand und verschmilzt so perfekt mit dem Karstfelsen, dass man sie von oben tatsächlich kaum erkennen würde. Genau diese außergewöhnliche Lage machte Predjama über Jahrhunderte nahezu uneinnehmbar. Der Rundgang ist hervorragend gestaltet. Man gelangt in nahezu alle Bereiche der Burg, spaziert durch gemütliche Wohnräume, finstere Waffenkammern und Vorratslager und steigt unzählige knarrende Treppen hinauf und wieder hinunter. Immer wieder öffnen sich kleine Fenster mit traumhaften Ausblicken über die sattgrüne Landschaft des slowenischen Karsts. Besonders spannend wurde es ganz zum Schluss. Dort führt der Weg in den natürlichen Höhlenteil hinter der Burg. Hierhin konnten sich die Bewohner im Ernstfall zurückziehen. Der berühmteste Burgherr war der Raubritter Erasmus von Predjama, der im 15. Jahrhundert der Legende nach über einen geheimen Höhlengang das Tal auf der Rückseite des Berges erreichte und so monatelang einer Belagerung trotzte. Verrückt, wie geschickt der gewaltige Felsen genutzt wurde und wie wenig zusätzliches Baumaterial überhaupt nötig war. Die Zeit verging wie im Flug. Geschichte kann wirklich spannend sein, wenn sie an einem so beeindruckenden Ort erzählt wird. Zum Abschluss setzten wir uns noch in die warme Septembersonne. Es gab Bier, ein Glas Sekt, frische Brötchen und dazu diesen herrlichen Blick auf die majestätische Burg. Viel gemütlicher kann eine Mittagspause kaum sein.
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| Kaum zu glauben, dass man die von oben nicht sieht |
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| wenig Möbel aber schick |
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| Innenklo |
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| Wohnraum |
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| Ausblick aus der Burg |
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| Wege |
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| soll Wünsche erfüllen - hat nicht geklappt |
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| Entwässerung |
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| Erasmusgang |
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| Ausblick |
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| Burgfräulein |
Irgendwann schlumperten wir zurück zum Auto und fuhren weiter. Unterwegs legten wir noch einen Halt für einen Eisenbahncache ein. Bevor es allerdings auf Dosensuche ging, musste ich erst einmal ein kleines Nickerchen machen. Danach half ich Axel dann beim Lösen und Finden des Caches. Und schon war der Nachmittag fast vorbei und wir steuerten unseren nächsten Schlafplatz an. Gegen 17 Uhr baute Axel neugierig das Solarpanel auf, um unsere Powerstation zu laden. Eigentlich hatten wir noch reichlich Energie, aber ausprobieren wollten wir die Anlage natürlich trotzdem. Der Rest des Tages verging entspannt mit Handarbeiten, Blog schreiben und Axel lernte noch ein wenig für das THW. Dann mal fix in die Kiste geguckt, was wir essen könnten und die Fertigmischung zubereitet. Es wurde abends ganz schön kalt auf unserer Wiese, so dass wir beizeiten im Bett verschwanden.
Schlafplatz: Campingwiese
Wetter: 25 Grad, sonnig
Essen: Nudeln mit Käsesauce
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| kleine Fenster |
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| Eisenbahnweg |
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| am Cache |
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| Sonne fürs Panel |
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| Burgbesitzer? |
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