Montag, 14. September 2026

14.09 - Die geheimnisvolle Unterwelt von Postojna

Nach dem herrlich ruhigen Tag gestern wollten wir heute endlich wieder etwas erleben. Das Frühstück fiel denkbar klein aus. Es gab nur einen schnellen Kaffee und schon machten wir uns auf den Weg nach Postojna. Axel fand natürlich, wie so oft, einen kostenfreien Parkplatz. Noch bequem im Auto buchten wir unsere Tickets für die berühmte Postojnska jama, die Höhle von Postojna. Bereits bei der Anfahrt hatten wir die gewaltigen Menschenmassen gesehen. Deshalb waren wir froh, unsere Plätze sicher zu haben. Um 11:45 Uhr mussten wir am Eingang sein und hatten vorher noch genügend Zeit, ein paar Geocaches einzusammeln und gleich zwei verlockenden Bäckereien einen Besuch abzustatten. 
interessante Fakten

der war auch überall, wie Goethe

Cheffe grinst

geht gleich los

da waren wir

Pünktlich stürzten wir uns schließlich ins bunte Getümmel. Wir mussten zu Gate N und erstaunlicherweise war dort die Schlange tatsächlich die kürzeste. Nach dem Scannen der Tickets wurden wir direkt zum deutschen Treffpunkt geschickt. Eine freundliche Mitarbeiterin begrüßte uns und gab eine kurze Einführung. Dann hieß es: hinein in den Berg! Wer glaubt, man läuft die gesamte Strecke zu Fuß, der irrt gewaltig. Die Höhle besitzt eine rund 3 Kilometer lange Grubenbahn, die seit über 140 Jahren Besucher durch das beeindruckende Höhlensystem fährt. Sechs Züge mit jeweils über hundert Plätzen sind gleichzeitig unterwegs. Wir nahmen Platz und wenige Minuten später verschluckte uns die faszinierende Unterwelt. Die Fahrt war einfach spektakulär. Sie führte durch schmale Tunnel, vorbei an riesigen Hallen und bizarren Felsformationen. Besonders beeindruckend war der berühmte Konzertsaal, eine gewaltige Höhle mit außergewöhnlicher Akustik, in der tatsächlich schon Konzerte und festliche Veranstaltungen stattgefunden haben. Überall ragten filigrane Stalaktiten von der Decke, mächtige Stalagmiten wuchsen dem Boden entgegen und dazwischen entstanden gewaltige Säulen und steinerne Vorhänge. Es war überwältigend schön.
Vorfreude

Ausgang

mit dem Zug hinein

magisch

Säule

ohne Worte

Nach den ersten drei Kilometern begann der etwa 2 Kilometer lange Rundgang zu Fuß. Immer wieder gab es spannende Erklärungen und natürlich ließen wir unserer Fantasie freien Lauf. Plötzlich entdeckten wir den Schiefen Turm von Pisa, Hühner, Kamele, Rock'n'Roll Figuren und kleine Zwerge. Sogar der Weihnachtsmann hatte sich irgendwo zwischen den Tropfsteinen versteckt. Und als echte Sachsen erkannten wir sofort die Barbarine, die berühmte Felsnadel aus der Sächsischen Schweiz, zumindest als ihr steinernes Ebenbild. Der Weg führte über die eindrucksvolle Brücke, durch den Spaghetti Saal, den strahlend weißen Saal und schließlich den geheimnisvoll roten Saal. Auch am Aquarium kamen wir vorbei und da drin waren die berühmten Grottenolme. Die Viecher sind blind und so hässlich, dass sie fast schon wieder hübsch sind. Danach ging es wieder hinunter zum Zug, der uns auf nahezu derselben Strecke zurück ans Tageslicht brachte. Zwei Stunden vergingen wie im Flug. Draußen warteten statt der konstanten 10 Grad in der Höhle angenehme 23 Grad, strahlender Sonnenschein und tiefblauer Himmel. Genau die richtige Gelegenheit für ein kühles Bier. Danach stöberten wir noch durch die kleinen Souvenirläden, kauften ein wenig Kleinkram für zu Hause und sammelten ganz nebenbei weitere Geocaches ein. Ein gemütlicher Kaffee und natürlich noch ein letzter Abstecher in eine Bäckerei durften ebenfalls nicht fehlen.
alles weiß

Vorhänge

Barbarine?

Rock'n Roll

die berühmtesten und das Wahrzeichen der Höhle

Anschließend fuhren wir noch ein Stück weiter und entdeckten einen herrlich skurrilen Ortseingang. Dort bedrohte ein riesiger grüner Drache den armen Jakob und sogar ein ahnungsloses Schaf. Das war so witzig, dass selbst Peggy und Bärbel freiwillig aus dem Auto stiegen. Natürlich halfen wir Jakob heldenhaft aus der misslichen Lage. Nach einer kleinen Pause auf einer Bank mit Blick über die idyllische, sanft hügelige Landschaft machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Campingplatz. Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns das Abendessen im Restaurant. Und weil ich beim Bestellen offenbar etwas zu großzügig war, stand plötzlich mehr Wein auf dem Tisch als geplant. Nun ja, manchmal sorgt eben genau das für die berühmte Bettschwere. An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön für den Urlaubszuschuss. Der Rest war mit diesem Mahl alle. 

Schlafplatz: Pivka jama Campingplatz 
Wetter: Sonne und kurze Husche Regen bei 23 grad
Essen: Fleischplatte für 2 und 1l Rotwein


Ausblick

Wir helfen den beiden gegen den Drachen

so sehen die aus

Gullideckel?
Festmahl


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