Der Hahn hat uns geweckt, wie es eben so ist auf einem Bauernhof. In aller Ruhe starteten wir in den Tag. Nach und nach verließen die anderen Camper das Areal, und wir erkundeten den Weinberg. Was für eine Pracht – eine Fülle von blauen und weißen Trauben, sechs verschiedene Sorten, aber alles durcheinander. Wir naschten überall ein bisschen und nahmen reichlich für die Fahrt und die nächsten Tage mit. Zusätzlich pflückte ich noch eine Schüssel Pflaumen und sammelte viele Walnüsse auf. Außerdem gab es die typischen DDR-Pfirsiche, von denen ich gleich einen probierte und noch zwei fürs Frühstück am nächsten Tag mitnahm. So herrlich, wenn man bedenkt, dass in Sachsen alle Bäume leer sind. Nach einer Dusche ging es dann in Richtung Focșani. Irgendwas muss man ja an solchen Überführungstagen machen. Das Ziel für heute Abend war das Donau-Delta.
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Blau |
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weiß |
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brauchen noch ein bissel |
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Beute |
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das liebe Vieh |
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schattiger Stellplatz |
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welche nehm ich nur? |
Zunächst besuchten wir diese eigenartige Stadt. Irgendwie hatte sie keinen richtigen Mittelpunkt, war grau und bereits am frühen Morgen herrschte ein wahnsinniger Autoverkehr. Wir besichtigten die einzige Sehenswürdigkeit: das Theater, das allerdings traumhaft schön war. Davor lag ein Platz mit Sternen wie in Hollywood, und ringsherum standen Statuen. Wir absolvierten einen Labcache und kamen dabei auch in den großen Park, wo sich scheinbar die halbe Stadt am Wochenende aufhält. Witzig war der Spielerpavillion. Dort trafen sich viele Männer jeden Alters und spielten mit Feuereifer Rummicub und manche sicher auch um Geld - heimlich. Wir aßen eine Kleinigkeit, schauten dem Treiben zu und machten uns dann auf den Rückweg zum Auto. Na bravo, jetzt war der Parkplatz kostenfrei. Das Ticket ist somit ein Souvenir.
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merkwürdige Kirche |
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"Prachtbauten" im Hintergrund |
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das Theater |
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Kunst |
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Umgebung der Kirche |
Die nächsten reichlich vier Stunden verbrachten wir im Auto und gönnten uns kurze Stopps zum Geocachen. In der Hoffnung, dass es malerisch wird, nahmen wir die kürzeste Route. Naja, anfangs waren da noch Weinberge, dann wurde es flach, flacher, am flachsten – bis sich schließlich doch unbekannte Erhebungen zeigten. Wir fuhren über eine spektakuläre Brücke und dann auf kleinen Straßen nach Murighiol. Dort checkten wir als einzige Gäste per Telefon auf Englisch ein. Der Hausherr hat erst ab morgen Mittag Zeit, also wird es erstmal entspannt. Den Abend nutzten wir zum Loggen, Blog-Vorschreiben, Fotos-Sichten und Weintrinken.
Wetter: heiße 30 Grad
Essen: Weißer Bohneneintopf mit Brot
Schlafplatz: Camp Delta
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während er sowas macht, halt ich die Luft an |
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puh ist gleich wieder unten |
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geile Brücke - und die steht noch |
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fein wir mussten drüber |
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Moschee aus Holz, nur das Minarett aus Stein |
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na guck an ein Hügel |
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Ziel ist nah, schon überall Wasser |
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Saftpresse auf dem Bauernhof |
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Eddie des Tages |
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vorm Spielerparadies |
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