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Mittwoch, 22. Juni 2022

22.06. - Besuch in Meißen

Nachdem ich den zweiten Urlaubstag mit dem Besuch der Körperwelten-Ausstellung in der Zeitenströmung verbracht habe und dann nur ein wenig spazieren war, stand am dritten Urlaubstag ein Besuch in Meißen an. Also stellte ich mir echt einen Wecker und packte schon ein paar Sachen in den Rucksack. Früh dann nur noch Brötchen machen und kaltes Wasser sowie den obligatorischen Sekt einpacken und los zum Haltepunkt Dobritz - das 9 € Ticket will schließlich auch genutzt werden. Gegen 9 Uhr war ich schon da. Herrliche Welt, wenn man noch recht alleine in der Stadt ist. Ich hatte mir ein paar Caches ausgesucht, die mich durch die Altstadt, zur Albrechtsburg und schließlich auch zur Porzellanmanufaktur bringen sollten. Ganz gemütlich schlumperte ich erst durch die Altstadt und besuchte die Frauenkirche. Erst später sah ich auch das Glockenspiel draußen dran und hörte es lieblich bimmeln. Immer wieder erstaunten mich die schönen Häuser, kleinen Gassen, liebevolle Details und massig Stufen. 

damit ich nicht vergesse, wo ich bin 

Rathaus mit Ratskeller

Detail am Boden

Details an einer Wand

und noch ein Detail

In der Frauenkirche

Gasse

Die Schlossstufen nahm ich dann auch um nach oben zu kommen. Der Domplatz war von mehreren Schülergruppen bevölkert und so gabs ein heilloses Geschnatter da oben. Na und? Es war elf und ich hatte Hunger, also nahm ich im Schatten eines riesigen Baumes Platz, verspeiste die Brötchen und gönnte mir den Sekt – ehe er ganz warm wird. Den Eintritt für den Dom sparte ich mir und warf nur einen Blick in den Raum der Stille und in den Kreuzgang des Hofes. Eigentlich wollte ich dann wieder runter, aber ich knipste ein besonders schönes Portal als ich plötzlich eingeladen wurde, den dahinterliegenden ehemaligen Adelsfreihof zu besichtigen. Gern nahm ich an und ebenso gern drückte ich die 5 € dafür ab. Ich war im Jahnaischen Hof gelandet. Ganz für mich alleine erzählte mir einer der Bewohner viele spannende, geschichtliche Details und ich konnte frei da rumstrohmern. Allerdings wurde ich gebeten keine Fotos zu machen, da es sich um Privatbesitz handelt, der Stück für Stück wieder instandgesetzt wird und eben halt auch bewohnt wird. Mich beeindruckte vor allem die Schwarzküche. Ein riesiger Raum mit offenem Feuer, in Nischen grobe Regalböden mit dem Kochgeschirr drin, ein langer Tisch in der Mitte. Daneben gab es noch eine kleine Küche im Kutscherhaus und Schlafzimmer sowie Aufenthaltsräume zu entdecken, nicht zu vergessen das Kellergewölbe mit der Vorratskammer. Ach, eigentlich hätte ich danach heimfahren können, so ein unverhofftes Hochlicht zu erleben, hat man nicht alle Tage. 

ein Stück Albrechtsburg

und nochmal

Portal auf dem Domplatz

Dom

Innenhof mit Kreuzgang

Im Raum der Stille

eine von unzähligen Grabplatten

hinter diesem wunderschönen Portal liegt der Jahnaische Hof

Aber der Geocacheplan war noch nicht erfüllt. Also ging es nun doch wieder hinab. Und dann kam die mittlere Katastrophe, mein Handy meinte, es hätte keinen Strom mehr und die deswegen mitgeschleppte Powerbank rief: Ätschebätsch, ich habe heute keine Lust. Echt jetzt? Ich war einem Tobsuchtsanfall nahe, aber die Powerbank (frisch geladen) wollte einfach nicht. Also bin ich erstmal durch die Gegend gelatscht, um einen Technikladen zu finden. Ah da Telekom, vielleicht haben die ja vorgeladene Powerbanks. Naja so richtig konnte er mir nicht versprechen, dass da Saft drauf ist, aber Versuch wäre es wert und er könnte ja mein Telefon etwas laden, wenn ich Zeit hätte. Och wie cool. Ich bin also ne Weile bummeln gegangen, hab neue Sonnenmilch gekauft und ne kurze Hose. War nicht im Plan, aber was solls. Nach einer halben Stunde ging mein Handy wieder etwas und ich konnte noch die Runde zur Porzellanmanufaktur drehen. Das war fein, denn auch hier warteten immer wieder überraschende Details am Wegesrand. Bilder auf Porzellan und eine Bank aus Scherben, sind mir neben der modernen Fassade der Manufaktur besonders im Gedächtnis geblieben. 

Blick hinauf

verdammt Eddie vergessen

die Bilder sind alle aus Porzellan

Fassade der Manufaktur

Detail, wunderschön oder?

Scherben bringen Glück - hinsetzen auf eigene Gefahr

Einen letzten Abstecher machte ich noch runter zur Elbe und erhaschte noch einen unverstellten Blick auf die Burg und den Dom. Fußlahm, durchgeschwitzt und erschöpft, ging es dann wieder zum Zug und heim. 

Bilderbuchwetter

von weiter hinten

ok, dann komm ich halt 2029 wieder


Freitag, 15. April 2022

15.04. - Wandern in Mittelerde-Auenland

Nach einem Gammeltag muss auch wieder etwas Aktivität sein. Nach einem gemütlichen Start in den Tag fuhren wir nach Oberailsfeld und stellten das Auto kostenfrei etwas außerhalb am Friedhof ab. Eine längere Geocacherunde sollte es werden. Thema Mittelerde. Mit der schön gereimten Wegbeschreibung machten wir uns auf. Es ging gleich in den Wald und bergan. Immer mal an markanten Stellen fanden wir weitere Hinweise, wie es weiter geht. Im Fokus stand aber das Laufen an sich und die herrliche Natur. Als wir den ersten Anstieg auf Waldwegen hinter uns hatten, tat sich die erste Aussicht auf. Während ich den Blick rund herum und ins Tal genoss, sah Axel sofort eine Brauerei. Da will ich hin, war sein Entschluss. Kein Problem, hat eh noch alles zu, wir kommen sowieso dort unten wieder an. Also weiter im Text. 

Blick zur Brauerei

kann ich bitte auch ein normales Ortsbild haben?

wenns sein muss

Wald und Fels und Moos

Wir liefen eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Runde und waren sehr lange ganz allein auf weiter Flur. Von der ersten Aussicht aus ging es auf der Höhe an Wiesen vorbei, kleine Baumgruppen säumten den Weg und überall sah man den Frühling erwachen. Irgendwann tauchten wir dann in den Wald ein und liefen hinab. Ein Zwischenziel war der Schlupflochfelsen. Da ist in einem großen Felsen ein Durchgang – Schlupfloch halt. Wir sahen eine Weile den Kletterern zu und suchten unseren Hinweis im Durchgang. Dann ging es zu verwunschenen Felsen, voller Moos. Immer mehr hatte man den Eindruck in Tolkiens Mittelerde zu sein, immer tiefer tauchten wir in die Geschichte ein. Die weitere Wegführung fahr einfach nur Klasse. Wir schlumperten hinab zum Flüsschen und an diesem lange auf schmalen Wegen entlang. Herrlich, das Wasser mal laut mal leise, mal plätschernd mal ruhig vor sich hinfließend, über Steine springend oder von sich hin mäandernd. So abwechslungsreich, ich kann stundenlang zusehen. So machten wir auch hier unten eine Pause, dazu suchten wir uns ein sonniges Flecken, denn ab und an kam doch ein kühler Wind. Jacke an, Jacke aus war heute andauernd dran. 

nicht das da Orks lauern

liebliches Auenland

Schlupfloch im Fels

"Wetterspitze"?

hübscher Weg am Bächlein 

Kopf einziehen

Pause

Frühlingserwachen

Dann ging es so langsam zurück in die Zivilisation. Wir entdeckten noch einen etwas höher gelegenen Keller und den letzten Hinweis für unseren Cache und trabten dann wieder zurück zur allerersten Aussicht. Damit war die Runde geschlossen und wir hatten wieder den Blick auf die Brauerei und den nahen Biergarten, in dem jetzt doch ein paar Leute saßen. Axel war lange genug tapfer, steuern wir jetzt eben dieses Ziel an. Zuvor holten wir noch den Grummel ab und parkten ihn um. Dann stürmten wir den Biergarten, Bier und ne Kleinigkeit zu essen hatten wir uns redlich verdient. Ok es waren zwei Bier, aber auch die hatten wir uns verdient. Anschließend gab es nen Verdauungsspaziergang auf die gegenüberliegende Aussicht und ein dickes Schläfchen im Auto, ehe wir wieder zum Zeltplatz fuhren. 

Hobbithöhle oder eben Felsenkeller

Chef bei der Hinweissuche

das hab ich gesehen von oben

das hat Axel gesehen von oben

ich konnte seinen Blick noch lenken

gekrönter Brunnen vor der Kirche

endlich da

verdienter Lohn

Der füllte sich nicht wirklich. Da es noch hell war, suchten wir vor dem Abendessen auf einer kleinen Abendrunde noch die Tradis in der näheren Umgebung. Ein herrlicher Himmel verabschiedete den Tag und begrüßte den Mond. Wir kochten noch fix Kartoffeln und rührten den Quark an, ehe wir uns ins Auto verzogen und den Tag beendeten. 

Stellplatz: Zeltplatz Moritz
Essen: Kartoffeln und Quark, gebratener Kloß mit Ei, Bratwurst mit Bratkartoffeln
Wetter: Mal heiter mal bewölkt, rund 16 Grad

weit entfernt von voll

bye bye schöner Tag

hallo Mond

Eddie des Tages


Montag, 15. April 2019

Vogelhäuser mal anders - 15.04.2019


Auch unser dritter Tag in der Pfalz fing kalt an, also gemütlich in den Tag starten. Wir haben ja Urlaub. Zumindest konnten wir draußen frühstücken, man muss sich halt nur warm anziehen.  Aber so richtig nach Klettern war uns noch nicht. Also wieder Geocachen? Axel entdeckte eine lange Runde im Wald und die vorherigen Finder lobten diese Runde besonders. Na gut, es kann ja nur besser werden als gestern. Es war ein Stückel zu fahren und ich konnte die Aussicht genießen. Die engen Straßen sind nicht meins beim Fahren, aber gucken fetzt. Kleine Fachwerkhäuser, flache Backsteinbauten, geschmückte Brunnen, der erwachende Frühling mit all seinen verschiedenen Abstufungen von Grün, plätschernde Bächlein am Rande und immer wieder weich geschwungene Wiesen und Berge. Ja, ich hab das genossen. 

Natur pur

Osterbrunnen
Alsbald stellten wir das Auto ab und versuchten unser Geocacherglück auf der Runde namens VHT 1. Es ging darum, wie sich Geocaches in Vogelhäusern verstecken können. Der Start war an einem Picknickplatz und dort parkten wir auch unseren Grummel. Nicht lange und wir hatten den Start ausgemacht und liefen los…noch einmal vorbei am Auto. Uns dran ein Geräusch ans Ohr: Hallo? Wieso läuft die Standheizung? Aus uns unerfindlichen Gründen wollte das Auto es warm haben. Naja wir haben gelacht, die Standheizung ausgemacht und uns auf der Runde überlegt, was das Auto sonst noch so treibt wenn wir nicht da sind. Auf einem recht breiten Wanderweg ging es gemütlich mal bergauf mal bergab durch einen Frühlingswald. Links und rechts vom Wege erwarteten uns immer mal Vogelhäuschen mit Geocache. Das Finden war nie wirklich das Problem – aber das Öffnen dauerte zumindest bei einem sehr lange. Da mussten wir uns sogar niederlassen und lange überlegen, wie das wohl geht. Letztendlich ging es darum unter vielen Zahlen die Richtigen fürs Schloss zu finden.  Axel kam dann der zündende Gedanke und auch dieses Vogelhaus war geöffnet. Mit großer Vorfreude ging es von Dose zu Dose, immer spekulierend was als Nächstes kommt. Hier hatte sich wirklich jemand viel Mühe gegeben, die unterschiedlichsten Mechaniken zu verbauen. Da flipperte man die Dose aus dem Haus, drehte Dächer und Türen auf, suchte Geheimverstecke im Haus usw. 
einfacher Steckling
ja wo ist er denn nun?
herausgeflippert
raffiniert eingefädelt

Im Wald gab es aber noch mehr zu entdecken, ein alter Schießplatz tauchte auf. Und irgendwann auf dem Weg blitzte eine große weiße Scheibe auf…Was ist das? Mitten im Wald ne Satellitenanlage?  Wir kamen näher und erkannten unseren Irrtum, es war eine große weiße Kugel. Wir waren zwar immer noch nicht schlauer, aber konnten dank der Hinweisschilder und dem weltweiten Verbindungsnetz die Wissenslücke schließen. Es war eine militärische Abhöranlage. Irgendwann geht auch die schönste Runde zu Ende. Hier hatten wir jede Menge Spaß.  
mitten im Wald
ok ok wir treten nicht ein
Unser Auto stand noch so wie wir es abgestellt hatten, es ging weder Radio noch die Heizung, alles i.O. also. Da im Laufe des Tages die Sonne doch etwas Kraft gewann, verbrachten wir den restlichen Nachmittag am Bundenthaler Sportplatz in der Sonne, ich häkelte fürs Enkelkind einen Elefanten und Axel guckte schonmal was wir am nächsten Tag machen könnten. Herrlich, der Rotwein schmeckte, weil er nicht kalt wurde, das Essen konnte ohne zu zittern zubereitet und gegessen werden. Ein gemütlicher Urlaubstag war zu Ende.
es schmeckt nirgend so gut wie an der frischen Luft
zu Hause fertig gestellt - Elefant Emil fürs Enkelkind