Freitag, 15. April 2022

15.04. - Wandern in Mittelerde-Auenland

Nach einem Gammeltag muss auch wieder etwas Aktivität sein. Nach einem gemütlichen Start in den Tag fuhren wir nach Oberailsfeld und stellten das Auto kostenfrei etwas außerhalb am Friedhof ab. Eine längere Geocacherunde sollte es werden. Thema Mittelerde. Mit der schön gereimten Wegbeschreibung machten wir uns auf. Es ging gleich in den Wald und bergan. Immer mal an markanten Stellen fanden wir weitere Hinweise, wie es weiter geht. Im Fokus stand aber das Laufen an sich und die herrliche Natur. Als wir den ersten Anstieg auf Waldwegen hinter uns hatten, tat sich die erste Aussicht auf. Während ich den Blick rund herum und ins Tal genoss, sah Axel sofort eine Brauerei. Da will ich hin, war sein Entschluss. Kein Problem, hat eh noch alles zu, wir kommen sowieso dort unten wieder an. Also weiter im Text. 

Blick zur Brauerei

kann ich bitte auch ein normales Ortsbild haben?

wenns sein muss

Wald und Fels und Moos

Wir liefen eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Runde und waren sehr lange ganz allein auf weiter Flur. Von der ersten Aussicht aus ging es auf der Höhe an Wiesen vorbei, kleine Baumgruppen säumten den Weg und überall sah man den Frühling erwachen. Irgendwann tauchten wir dann in den Wald ein und liefen hinab. Ein Zwischenziel war der Schlupflochfelsen. Da ist in einem großen Felsen ein Durchgang – Schlupfloch halt. Wir sahen eine Weile den Kletterern zu und suchten unseren Hinweis im Durchgang. Dann ging es zu verwunschenen Felsen, voller Moos. Immer mehr hatte man den Eindruck in Tolkiens Mittelerde zu sein, immer tiefer tauchten wir in die Geschichte ein. Die weitere Wegführung fahr einfach nur Klasse. Wir schlumperten hinab zum Flüsschen und an diesem lange auf schmalen Wegen entlang. Herrlich, das Wasser mal laut mal leise, mal plätschernd mal ruhig vor sich hinfließend, über Steine springend oder von sich hin mäandernd. So abwechslungsreich, ich kann stundenlang zusehen. So machten wir auch hier unten eine Pause, dazu suchten wir uns ein sonniges Flecken, denn ab und an kam doch ein kühler Wind. Jacke an, Jacke aus war heute andauernd dran. 

nicht das da Orks lauern

liebliches Auenland

Schlupfloch im Fels

"Wetterspitze"?

hübscher Weg am Bächlein 

Kopf einziehen

Pause

Frühlingserwachen

Dann ging es so langsam zurück in die Zivilisation. Wir entdeckten noch einen etwas höher gelegenen Keller und den letzten Hinweis für unseren Cache und trabten dann wieder zurück zur allerersten Aussicht. Damit war die Runde geschlossen und wir hatten wieder den Blick auf die Brauerei und den nahen Biergarten, in dem jetzt doch ein paar Leute saßen. Axel war lange genug tapfer, steuern wir jetzt eben dieses Ziel an. Zuvor holten wir noch den Grummel ab und parkten ihn um. Dann stürmten wir den Biergarten, Bier und ne Kleinigkeit zu essen hatten wir uns redlich verdient. Ok es waren zwei Bier, aber auch die hatten wir uns verdient. Anschließend gab es nen Verdauungsspaziergang auf die gegenüberliegende Aussicht und ein dickes Schläfchen im Auto, ehe wir wieder zum Zeltplatz fuhren. 

Hobbithöhle oder eben Felsenkeller

Chef bei der Hinweissuche

das hab ich gesehen von oben

das hat Axel gesehen von oben

ich konnte seinen Blick noch lenken

gekrönter Brunnen vor der Kirche

endlich da

verdienter Lohn

Der füllte sich nicht wirklich. Da es noch hell war, suchten wir vor dem Abendessen auf einer kleinen Abendrunde noch die Tradis in der näheren Umgebung. Ein herrlicher Himmel verabschiedete den Tag und begrüßte den Mond. Wir kochten noch fix Kartoffeln und rührten den Quark an, ehe wir uns ins Auto verzogen und den Tag beendeten. 

Stellplatz: Zeltplatz Moritz
Essen: Kartoffeln und Quark, gebratener Kloß mit Ei, Bratwurst mit Bratkartoffeln
Wetter: Mal heiter mal bewölkt, rund 16 Grad

weit entfernt von voll

bye bye schöner Tag

hallo Mond

Eddie des Tages


Donnerstag, 14. April 2022

14.04 - Gammeltag

Rede ich jetzt über die Nacht nahe an der Autobahn? Ich lass es. Das Wort Autobahn bringt sicher dem einen oder anderen ein gewisses Grundrauschen ins Ohr. Selbiges hatte ich bis um sechs auch immer wieder und danach das vertraute Schnarchen eines angeblich immer wachen Axels. Bissel müde und knurrig stand ich dann auf. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, heute sollte mein Lieblingsurlaubstag werden - Weiterfahr-Gammeltag. Wir frühstückten in der Sonne, konnten gepflegt auf Toilette und brachen dann nach Moritz auf. Hier war Axel vor 15 Jahren schon einmal und schwärmte mir von den Schäufele im hiesigen Lokal vor. Dort angekommen gab es erstmal einen Schreck, der Campingplatzwart = Kneipenwirt nimmt nur auf Vorbestellung Leute auf. Er hätte ein Haufen Vorbestellungen fürs Osterwochenende, also mit Strom gänge gar nicht. Brauchen wir auch nicht. Da waren wir Glückskinder und durften uns einen Platz auf der riesigen aber schrägen Wiese suchen. Nur Essen heute war eigentlich nicht drin, aber eben nur eigentlich. Beim Bezahlen des Platztes wollte ich für Morgen Schäufele vorbestellen - wie dumm, morgen ist Karfreitag und alles hier verhält sich erzkatholisch, da gibt es nichtmal in der Kneipe Fleisch. Nach kurzem Hin und Her mit der Küche und meinem Kommentar, dass Axel schon vor 15 Jahren hier Schäufele gegessen hat und die nie vergaß, stand das Angebot für heute Abend 18 Uhr Schäufele essen zu kommen. Na bitte geht doch. Mein Axel strahlte, als ich das berichtete. Die Wiese vorm Grummel war dann unser Lagerplatz. Stühle, Tisch und Bier. Ich schrieb bissel Blog vor, Axel loggte Caches und kümmerte sich um die Gestaltung des nächsten Tages, die Sonne schien, das Bier  bzw. der Sekt liefen. Herrliche Welt, ich beweg mich keinen Meter mehr hier weg. 

so lässt es sich leben

Vorbereitungen für den nächsten Tag

der Zeltplatz

Na doch, ins Bettchen zum Nachmittagsschlaf und dann Punkt 18:00 Uhr standen wir in der Kneipe und freuten uns auf Schäufele mit Kloß und Kraut. Axel hatte nicht zuviel versprochen, seine Erinnerung stimmte - es war eine sauleckere Fleischschlacht. Ehe wir zurück zum Auto rollen, machen wir nen klitzekleinen Verdauungsspaziergang. Ca 500m Luftlinie entfernt war der Pfaffenstein samt Cache. Nein nicht unser stolzer, schöner, großer Pfaffenstein in Sachsen, aber ne Miniausgabe davon. Also den Abend genossen, das Fleisch im Bauch mittels Bewegung so verteilt, dass es erträglich wurde und mit einem Blick ins weite Land noch etwas Romantik in den Tag gebracht auch wenn es in der Zwischenzeit ganz schön zugezogen war.

das Kneipchen

die Fleischschlacht hat begonnen

Blick ins unbekannt ferne Land

Frühlingerwachen

Romantik am Abend

hat schon bessere Zeiten gesehen

Zurück am Auto endete der Abend wie immer, weltweites Verbindungsnetz und Rotwein. Es tröpfelte gegen 21 Uhr etwas, war angesagt aber stört uns ja im Grummel nicht. Ein paar Autos kamen noch, aber von voll und ausgebucht - keine Spur.

Wetter: sonnig und warm Essen; Schäufele mit Kloß und Kraut Stellplatz: Campingplatz in Moritz

Eddie des Tages

Beste Aussicht

Fels gabs auch



Mittwoch, 13. April 2022

13.04. - bissel Klettern und bissel Kellerwald

Die Sonne lacht und so lange wie gestern brauchten wir die Standheizung nicht. Trotzdem hieß es ausschlafen. So langsam erhol ich mich tatsächlich. Wir wollten heute eine Kombination aus Cachen und Klettern. Die eh schon schweren Rucksäcke wurden nach dem Frühstück mit Bier, Wasser und Sekt aufgefüllt und es ging zur Bergwacht in Veilbronn. Dort gab es den ersten Cache des Tages und knapp daneben die Fürther Wand. Dort hing mittendrin ein Cache. Wie viele vor uns probierten wir, mit Abseilen dahin zu gelangen. Also erst raufstiefeln, das erste Stück abseilen, umbauen und weiter abseilen. Und das ganze nur um festzustellen: Verdammt diese Dose enthält das Wandbuch, nicht den Cache. Der war paar Meter weiter links (von oben gesehen). Tja dann, eben von unten hoch. Axel stieg recht souverän den rechten Pfeilerweg vor. An einer Stelle brauchte er etwas und brachte den tollen Spruch: Du hast ja dann Seil von oben und Zeit zum probieren. Er schwebte beim runterlassen am Cache vorbei, trug uns ein und dann schlug meine Stunde, oder eben auch nicht. Ich kam schon nur zögerlich auf der ersten Miniblock. Dann außen rum und ich wusste, das ist nicht mein Tag. Also fragte ich nach unten, was denn wäre, wenn es nicht mein Tag wäre. Von unten trocken: dann kletterste bis zum ersten Haken. Puh das war noch ein Stückel. Aber auch das gelang und ich durfte echt hinunter. 

Frühstück

Blick von der Berwacht aus

Fels

Übersicht

Versuch - mehr nicht

sieht eigentlich machbar aus - heute nicht 

Pfeife, 'nen Sack aufgehängt, den ich im Leben nicht mehr runter hole. Da alles andere am Fels schwerer war, liefen wir zurück zum Auto und es ging nun ein paar Kilometer zu einem Jugendzeltplatz. Unterwegs fanden wir noch flugs die Dose vom Vorabend, die Koordinaten waren richtig, der Platz so semi. Dafür wars an dem Zeltplatz toll. Die dortige Dose konnten wir gut finden und unterhalb gab es zwei Kletterfelsen. Der erste stolz und mit schweren Wegen versehen, der zweite etwas geduckt dafür mit 'ner 4 dran. Da hieß es noch einmal ins Geschirr und hoch. Ich hab mir viehisch Mühe gegeben mal zu sehen, wie es für den Grad hochgehen könnte und was macht Axel? Nimmt einen schweren Weg zum Einstieg und den durfte ich dann auch machen. Wenigstens gelang es mir hier, ganz nach oben zu gelangen, es war trotzdem nicht mein Tag. Da unserer Lebensmittelvorräte zur Neige gingen, mussten wir zwingend noch einkaufen. Deshalb fuhren wir am späten Nachmittag weiter nach Forchheim. Lidl stürmen und einkaufen. Dann gings auf der Sportinsel von Forchheim zu einem Stellplatz für Wohnmobile. 9 Euro für 24 Stunden und ne Dusche in der Nähe. Mit einem Code auf dem Parkschein bekommt man die Duschen auf. Herrliche Welt. Wir sind wieder saubere Schweine :-). Da können wir uns ja wieder unter Menschen wagen. Wenn man schon in Forchheim ist, muss man in den Kellerwald. 

Kletterführer online

Sportgerät

hat sich auch nen Weg gesucht

eigentlich auch ein toller Stellplatz

seh ich da nen Gipfel?

ja eindeutig- Gipfel im Schotterfeld

unser Eintritt ins Duschglück

Keller? Was? Wald? ja. Auf einer kleinen Anhöhe sind viele, viele Bierkeller in den Fels geschlagen und zu jedem gibt es ne Kneipe, also quasi wie in Eger die Weinkeller, nur eben hier mit Bier. Der Weg dahin war ein Abenteuer, die einzige Brücke weit und breit war gesperrt und auch der Fußgängerüberweg ging nicht, weil ausgerechnet an dem Abend ein neues Brückenstück eingehoben wurde. Na, nun kenn ich ja Axel, er will in den Kellerwald also findet er einen Weg. Viel weiter hinten sollte es noch einen Weg unter den Gleisen geben. Gab es auch, war nur auch gesperrt wegen Bauarbeiten. Und nun? "Los geht's, die Bauarbeiter müssen auch irgendwie durchkommen, ich zahl die Strafe wenn wir erwischt werden." Ich hatte Puls bis sonstwo, aber bin brav hinterhergedackelt. Puh, gut gegangen. Im Kellerwald selbst hatte so gut wie alles noch zu. Ich hatte aber vorher ein, zwei offene Keller im weltweiten Verbindungsnetz recherchiert. Recht weit oben auf dem Berg hatte der Glockenkeller auf. Da ließen wir uns nieder, tranken Bier, aßen Currywurst mit Pommes und dachten nicht an den Heimweg. 

sie ist wahrscheinlich geflüchtet

Park in Forchheim


Detail

spannend

Speisekarte

Glück in Krügen

schade schon vorbei

Glockenkeller

Wozu auch, das Brückenstück müsste drin sein und der Fußgängerweg wieder offen. War er auch, und zu unserer Freude trafen wir dort jemanden, der sich auskannte und uns genau erklärte, wie es hier weiter gehen soll. Auch noch Bildung am Rande. Nach knapp 3 Kilometern Fußmarsch waren wir zurück am Auto und nach ein zwei, drei Becherchen Rotwein war dann Nachtruhe. 

Wetter: Sonnig, warm rund 21 Grad
Essen: Currywurst mit Pommes
Stellplatz: Parkplatz in Forchheim auf der Sportinsel

ist drin 

leuchtete uns den Heimweg

kleiner Grummel gut beschützt

Eddie des Tages