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Sonntag, 10. September 2023

10.09.2023 - Elbasan und Shkodra

Nach einem gemütlichen Start in den Tag auf dem Zeltplatz, ging es ins ungemütliche Autofahren nach Elbasan rein. Wir wollten uns unbedingt den Markt ansehen und den einzigen Cache dort finden. Orr nee, es ist unfassbar, wie die Leute fahren, aber es funktioniert. Wir haben echt keinen schweren Unfall gesehen. Axel schwamm mit, als hätte er Fahrschule in Albanien gemacht. Klar waren die geplanten Parkplätze belegt, aber er fand wie immer einen Ort, an dem wir den Grummel loswurden. Dann gingen wir immer die Straße hochzu an dem ellenlangen und fetzigen Markt lang. Da gab es alles, von Öfen über Werkzeug, Möbel und Klamotten, Essen bis hin zu Bügelbrettern und allen möglichen Kabeln. Unten alles eher gebraucht und alt und je weiter man hoch kam umso neuer und stylischer wurden die Sachen. Mir hatten es besonders die Gasherde angetan und Axel schwärmte für das Werkzeug. Witziges Detail war eine Gucci Jacke mit North Face Aufdruck - wenn man sich nicht entscheiden kann welche Marke besser ist, dann diese Jacke. Axel probierte eine Adidashose  - good Copy - die ganze 10 cm zu kurz war. Der Markt und das Leben dort haben uns sehr fasziniert. 

es rollt, egal in welche Richtung, 

Tabakhändler

buntes Treiben

alles appetitlich

wir haben ernsthaft überlegt, ob wir das brauchen

Irgendwann waren wir oben, holten in einer Bäckerei Sandwiches und Süßkram, kurz darauf Bier und dann gab es eine Pause im Schatten. Ein kleiner Park ließ uns den Trubel fast vergessen. Die Sonne brannte, und wir liefen nur noch kurz in den Rotary Club hinter der alten Stadtmauer rein. Alles schick, sauber regelrecht nobel und super gestaltet. Überfrachtet von Eindrücken hatten wir nicht mehr die Muse uns weiter umzusehen. Raus aus der Stadt und weiter? Eigentlich war das keine Frage, denn das hatten wir am Morgen schon beschlossen. Also auf der anderen Seite den Markt zurück, noch etwas Obst und Gemüse eingepackt und dann raus aus Elbasan. Witziger Weise war der ganze komische Verkehr jetzt still. Einfach und entspannt kamen wir aus der Stadt und fuhren einen sehr schönen Weg nach Shkodra. Einen kurzen Stopp gab es noch, da wir das riesige Stahlwerk von oben sehen wollten. Schon zu sozialistischen Zeiten war es riesig und auch jetzt - von der Türkei betrieben - ist das unfassbar groß. 

war mal ne Kirche

Denkmal

Stadtmauer von Elbasan

im Rotaryclub

in alten Mauern

Park mitten in der Stadt

Stahlwerk

Endlich wieder Natur

Unser letzter Abend in Albanien. Den nutzen wir, um kurz dem Zentrum einen Besuch abzustatten, einen Labcache zu absolvieren. Natürlich gibt es auch hier hübsche Gebäude, eine riesige Kirche, unzählige Moscheen und Gassen. Allerdings war unser Bedarf an "Stadt" gedeckt. Wir waren nicht mehr wirklich bei der Sache. Etwas am Rande hatten wir schon einen Platz zum Schlafen ausgemacht, dahin kehrte Axel sehr konzentriert zurück - abends im Halbdunkeln ist der Verkehr in den Städten noch schlimmer. An einer Fußgängerbrücke stellten wir das Auto ab. Witzig, die sollte nicht mit Rad befahren werden, aber selbst Motorräder bretterten drüber. Wir gingen in den Troshsni Grill ungefähr 50m vom Schlafplatz entfernt und aßen für unsere fast letzten Lek noch einmal richtig Fleisch.



wer hat der kann - riesige Kirche

Moschee

Gasse mit a*glattem Pflaster

dort wollten wir schlafen

beim Abendbrot

die Fußgängerbrücke

Blick zur Burg

Maus-Update: Die letzte Nacht war sehr anstrengend. Wir waren andauernd wach. Das Vieh machte Lärm. In die Essenskiste kam es nicht, die war ja abgeklebt, aber sie machte Radau im Auto. Die restlichen Othellokekse hatten wir nicht gut weggeräumt, die fielen ihr zum Opfer. In Elbasan auf dem schönen Markt machten wir einen wunderbaren Einkauf - ne Mausefalle. Wir fielen uns regelrecht glücklich in die Arme. Die Falle wurde abends bevor wir selbst essen gingen mit herrlichstem Käse bestückt. Als wir wieder kamen, war der Käse angeknabbert, die Falle leer und selbst im Klebeband von der Essenkiste war ein Miniloch. Die weiß also, wo es was zu holen gibt.

Wetter: bis zu 40 Grad
Essen: gemischte Fleischplatte, Salat
Schlafplatz: an der Fußgängerbrücke in Shkodra
erster Versuch 

das ist jetzt nicht wahr

Eddie des Tages

Track des Tages


Samstag, 9. September 2023

09.09.2023 - Weiter nach Elbasan

Na, wer ahnt es? Unser Grummel kann keiner Maus was zu leide tun. Nachdem wir zwar am Abend Geräusche gehört haben, diese aber auf den Wind und den draußen liegenden Müll geschoben haben, überraschte mich der Morgen erneut mit einem angebissenen Pfirsich. Ist jetzt nicht wahr. Wir kochten Kaffee und da Axel keine Kaffeesahne mehr hatte, mussten wir in die Essenskiste den Weißer holen. Da sprangen uns zuerst angeknabberte Nudeltüten ins Auge und kurz darauf die Maus aus der Kiste INS Auto und verschwand. Wir waren beide ganz schön erschrocken. Da das Wasser für den Kaffee aufgrund der Kälte noch etwas brauchte, guckten wir uns gründlich um. Wir hörten das Vieh sahen es aber nicht. Irgendwie muss die hinter die Verkleidung kommen und da sie ja jetzt satt war, schlief das Tierchen sicherlich. Bei 14 Grad und Wind hielt uns nix auf dem Berg, also rollten wir die geteerte Straße wieder runter. Dieses Mal konnte ich die spektakulären Ausblicke genießen und mit jeden 100 m Höhenverlust wurde es ein Grad wärmer. Unser Ziel heute war Elbasan, schön auf normalen Straßen. Axel suchte eine tolle Route aus. Zuerst ging es an einen alten und bald wieder neuen Militärflughafen in Kucove. Dort sollten noch alte MIGs rumstehen. An diese kommt man noch auf legalen Weg, jedoch scheinbar nicht mehr lange. Dort wird fleißig an der Absperrung gearbeitet und das Militär ist auch vor Ort. Axel gelang es ein Foto zu machen, bevor ein Uniformierter ihn wirklich freundlich bat zu gehen. Dann ging es weiter. In der Gegend ist früher und scheinbar auch teilweise heute noch Erdöl gefördert worden. Unzählige Bohrtürme standen dort rum, alt verrostet aber immernoch gut abgespannt. Bei einigen sahen wir Bewegungen. Der Wind. Da aber die Bewegungen häufiger wurden und kontrolliert aussehen, einige nasse Bauteile erkennbar waren, nehmen wir an, der ein oder andere Turm fördert noch ein wenig Restöl. Spannend war das auf jeden Fall und so hässlich, dass es schon fast wieder hübsch war. 

auf dem Weg hinab

ebenso

eindeutig

Trotzdem war ein Blick und Foto möglich

hässlich

fördert noch

Irgendwann gönnten wir uns ne kalte Cola und nen Kaffee und fuhren dann den Rest bis zum Camp Fridolin in Elbasan. Da war erstmal ausräumen angesagt und all die angenagten Dinge zu entsorgen. Da die restlichen Campingplatzbesucher den Hintergrund nicht kannten, ernteten wir auch noch Bewunderung für unseren Elan, so kurz nach Ankunft auszumisten. Wir haben nun die Kiste abgeklebt und sind gespannt, was uns am nächsten Morgen erwartet. Der riesige Platz wird von einem Albaner betrieben, der lange Jahre in Deutschland war. Alles sauber :-) Er hat was mitgenommen aus D. Den Nachmittag vergammelten wir und am Abend ging es dann Essen - wir haben ja nix gescheites mehr, was für zwei Personen reicht. Kein Obst, kein Gemüse, kein Brot.

Wetter: oben 14 Grad und eisiger Wind, unten wieder 30 Grad und Sonne satt
Essen: Winnie Rippchen, Axel Chevapi, Salat
Schlafplatz: Camp Fridolin in Elbasan

Eddie des Abends :-)

Track des Tages

abgeklebt und aufgeräumt

Hausordnung erledigt, da strick ich ne Runde

Abendbrot?

plant den nächsten Tag

freut sich aufs Essen

oh ja