Freitag, 23. September 2022

Langsam über Siofok zurück - 23.09.

Tja, wenn wir auf den Kalender gucken, dann geht der Urlaub dem Ende zu. Wir wollten den letzten Tag noch ein wenig nutzen und zusätzlich etwas in Richtung Heimat fahren. Ich machte nach dem Frühstück bissel Ordnung. Aber dann wollten wir unseren “alten” Knochen noch einmal die Wärme und Heilwirkung des Schwefelwassers in der Therme gönnen. Ab ging es erst ins größere, warme Becken, um dann etwas länger im heißen Becken zu liegen. Herrlich durchgewärmt spülten wir uns dann unter der Dusche den Geruch und das Wasser ab, tranken noch ein Abschiedsbier und Sekt und fuhren gegen 12 Uhr vom Campingplatz ab. Die Fahrt führte uns am Balaton lang nach Siofok. Unterwegs setzten wir noch ein paar verbleibende Forint in Obst und Gemüse und Wein um und stellten das Auto kostenfrei ab. Wir hatten uns ein paar Caches ausgesucht, um noch ein bissel was zu sehen. Zunächst gab es einen Abstecher zu einem Mahnmal, ehe wir beim Bäcker einfielen, um mal was zu essen.

sanfter Hügel in Siofok

Teil des Mahnmals

gilt nur mit ungarischem Nummernschild

Rückblick - Standplatz auf dem Campingplatz

Rückblick - wohltuend im richtig heißen Becken

gut gefüllt - das warme Becken
Dann schlumperten wir gemütlich zum Hafen. Dort konnten wir Fähren und Segelboote, Angler und Spaziergänger beobachten und genossen die Sonnenstrahlen bei nachlassendem Wind. Axel hatte viel Spaß an einem der vielen Wasserspiele. Er wollte die Herausforderung annehmen, trocken da durch zu kommen. Gelang ihm beim ersten Mal auch, aber da waren die Fotos gegen die Sonne und somit Mist. Er musste und wollte nochmal ran. Lange wartete er, um dann doch nen Wasserstrahl abzubekommen. Eigentlich wollten wir nochmal Langos essen, aber es gab keinen. So kauften wir Gyros, verzogen uns in einen Park und verspeisten eben dies. Der Park war sehr schön, neben Statuen, riesigen Bäumen und großen Rasenflächen, gab es auch ein kleines Idyll mit See und Brücke und nem Miniwasserfall. Dann ging es zum Wahrzeichen von Siofok, dem Wasserturm. In der Fußgängerzone ließ sich noch mehr entdecken. Ein kleiner Stadtpark beherbergte skurrile und schöne Skulpturen. Leider konnten wir den Cache am Turm nicht finden, es waren einfach zu viele Leute da. Nen Verdacht hatten wir, aber das zählt nicht.

schickes Teil
warten und beoachten

Start

ha ha nass geworden

entspannt

Übung macht den Meister

So langsam mussten wir den Rückweg antreten. Axel hatte nen Plan. Wir fahren noch bis Tschechien, schlafen dort und gucken uns am Vormittag dort noch was an. Gesagt, getan. Ohne größere Hindernisse kamen wir voran und trotz Baustellen und Sperrungen am Zielort machte Axel ne Punktlandung beim ausgesuchten Schlafplatz. Es gab noch Brot mit einer Dose Fisch in Senfsauce, ein Glas Roten und Nachtruhe.

Wetter: Sonniger Mischmasch aus kühl und warm

Essen: Gyros und Brot mit Fisch

Schlafplatz: Parkplatz zwischen einem Schlosspark und einem Golfplatz


König vom Ganzen

Stück vom Park

der Wasserturm

Wasserspiel

Eddie des Tages


Kuscheln fetzt

süß

Donnerstag, 22. September 2022

Ab zum Weinhändler unseres Vertrauens - 22.09.

Ganz früh zeitig war es noch windstill, aber ich machte den Fehler mich nochmal hinzulegen. Als wir dann endlich aus dem Bett krochen, pfiff wieder ordentlicher Wind. Kaffee kochen ging mit Windschutz dann trotzdem. Wir hatten Zeit, denn wir wollten erst um elf die Fähre über den Balaton nehmen. Trotz großem Umwegs, wegen einer gesperrten Straße, erreichten wir Fonyod pünktlich, zogen ein Parkticket und holten die Fährkarten. Sicherheitshalber bezahlten wir gleich Hin- und Rückfahrt. Die halbe Stunde Fähre fahren verging irgendwie zu schnell. Die Wellen plätscherten vor sich hin, Möwen verfolgten die Fähre und der Wind blies uns so ins Gesicht, dass wir dann doch in die Kabine gingen. Auf der anderen Seite wartete Badascony auf uns. Hier hatten wir bereits im vergangenen Jahr mal vier Liter Wein in einem Keller gekauft. Das wollten wir heute wieder tun. Axel hatte extra den großen Rucksack mit. Langsam zuckelten wir die Weinkellerstraße lang und entdeckten “unseren” Keller Fortuna CSALADI PINCESZET vom letzten Jahr. Er hatte sogar offen. Die paar Stufen hinab und dieses Mal war es nicht so voll. Wir probierten beide erstmal eine Sorte. Ich 100 ml Blaufränkischen und Axel 100 ml Muskateller. Herrliche Welt, um 12 Uhr, nur ein Schnittchen zum Frühstück und schon Alkohol. Wir überlegten eine Weile, machten einen kleinen Kassensturz und entschieden uns für 8 Liter Blaufränkischen, einen Liter Muskateller und einen Liter Riesling. Damit erreichten wir sogar die Rabattgrenze und zahlten für alles zusammen knapp 30 Euro.

Fähre fahren fetzt

Blick zurück

Er mag es auch
fast wie auf dem Meer

gefunden

ich kauf mir was, kaufen macht soviel Spaß

Beute
Axel spielte dann den Rest des Tages Lastenesel. Nun galt es noch zwei Geocaches zu finden, was auch gut gelang. Besonders gut hat uns dabei gefallen, dass es auf dem Weg entlang des Weinberges viele Informationstafeln (ungarisch/englisch) gab, die uns über die unterschiedlichen Sorten, das Anbaugebiet, die Geschichte der Weinberge und über die ansässigen Familien aufklärten. Wir kehrten auf halber Höhe im Restaurant  Szeremle - Borhaz ein. Gehobenes Niveau und Preise. Wir gönnten uns einen Riesling, der sehr, sehr süffig war und bestellten leckeres Essen. Man kann ja mit Karte zahlen. Das Essen dauerte zwar eine Weile, war aber dann ganz frisch gemacht und sehr hübsch angerichtet. Mein riesiges Schnitzel schaffte ich nicht, aber Axel hatte nach seinem Huhn noch Kapazität. Nach dem feinen Mahl schlumperten wir den Hügel wieder runter und hatten noch ewig viel Zeit bis zur Rückfahrt.
Weinberg

eine von vielen

sehr süffig

Ausblick

viele Infotafeln

der Lastenesel ist müde und beschützt die Beute

Rückfahrt
Also guckten wir ein bissel Krimskrams an, kauften ne Sonnenbrille für mich, drehten für Axel eins unserer lieben 5 ct Stücke, schleckerten ein Eis und legten uns noch ne halbe Stunde ins Gras. Mit Rückenwind war die Fähre dann in 25 min zurück in Fonyod. Wir fuhren wieder den großen Umweg zurück zum Campingplatz und konnten uns noch ganz schnell eine reichliche halbe Stunde ins heiße Thermalwasser legen. Total entspannt konnten wir den restlichen Abend mit einem Teil unserer Kellerbeute, dem Internet und der untergehenden Sonne verbringen.

Wetter: Kühl und windig, ca 18 Grad, sonnig

Essen: Axel Huhn mit Kartoffel-Zwiebelbrei, ich Schnitzel mit Kartoffelbrei und Weinschaum

Schlafplatz: Campingplatz am Thermalbad

genau da

Kunst

am Hafen von Badascony

Eddie des Tages


Mittwoch, 21. September 2022

Campingplatz am Balaton mit Thermalbad - 21.09.

Gut geschlafen und trotzdem zeitig wach. Das passt gut, denn wir müssen noch ein Stück fahren, um zum letzten Aufenthalt des Urlaubs - nach Ungarn an den Balaton - zu kommen. Und das Wetter draußen war eh nicht so toll. Grau wie im November. Frühstück gönnten wir uns ausnahmsweise bei McDonald's, die Pancakes mit Schokosauce machten mich erstmal glücklich. Dann ging es weiter auf der teuren kroatischen Autobahn. Ein Zwischenstopp musste sein, weil sich die Notreparatur am Auto  - Tape - löste. Ich hielt also während der Fahrt die Verkleidung vorn fest und am nächsten Parkplatz gabs ein neues Tape. Am frühen Mittag kamen wir in Fonyod an. Ein kurzer Rundgang am Fährhafen, wo sonst sicherlich der Bär steppt, war Totenstille und nur vereinzelt Menschen zu sehen. Wir guckten nach den Zeiten der Fähre nach Badascony. Dann begann erstmal das Drama “Geld”. Am Automaten war der Wechselkurs dermaßen schlecht, dass wir das abwählten und auf den Herrn der Wechselstube warten wollten. Da stand dran, er kommt gleich wieder. “Gleich” war uns nach 5 min warten zu lange und so gingen wir in den angrenzenden Supermarkt und kauften erstmal ne Flasche Wein für den Abend. Als wir wieder rauskamen, hatte die Wechselstube auf und wir endlich Forint. Da kam es ja gerade recht, dass sich ein Hüngerchen breit machte und ein Restaurant in der Nähe war. Langos, ich hatte so nen Appetit auf Langos, dass mir völlig egal war, was sonst noch auf der Karte stand. Dazu ein Bier und die Welt war wieder in Ordnung.

mystische Stimmung am Morgen am Schlafplatz

menschenleer


hier auch

Mittagessen mit Eddie
Dank einer gesperrten Straße war es ein Stück zum Campingplatz, auf den wir erstmal nicht kamen. Alles abgeschlossen. Wir suchten sowas wie eine Rezeption und fanden den Einlass ins Thermalbad, wo wir alles regeln konnten. Recht preiswert können wir dort übernachten und das Bad nutzen. Das taten wir dann am Nachmittag auch. Erst ging es ins warme Wasser, dass uns sogar nach einer Weile nicht mehr warm genug war, um uns im richtig heißen Becken aufzuhalten. Herrlich durchgewärmt, trollten wir uns wieder auf den von Deutschen besetzten Platz. Alle stehen in Reih und Glied und als wir abends dann kochen gingen, kamen andauernd Leute mit ein, zwei Tassen oder Tellern zum Abwaschen. Irgendeine Ausrede muss man ja haben, warum man die Fremden beschnarchen will. Eine Frau schoss dann den Vogel ab. Ging ins Damenklo und meckerte lautstark über die Zustände, beseitigte diese ebenso laut. Scheinbar war das die Einweisung für uns Eindringlinge, wie das hier vonstatten geht. Ganz geduckt hab ich nach dem Abwaschen unsererseits dann die halbe Küchenzeile abgewischt, lachend. Genauso hab’ ich mir das immer vorgestellt, die Deutschen spinnen. Wie herrlich unkompliziert ist es da in Montenegro gewesen. Wir killten den restlichen Wein, der schmeckte nicht schlecht.

Wetter: Kühle 16 Grad Sonne Wolken Mix

Essen: Nudeln mit Chorizo und Paprika mit Chili

Schlafplatz: Campingplatz am Thermalbad

Eingang zum Bad und zur Rezeption

Thermalbad - Wasser wird gerade abgelassen

Eddie des Tages

viel Platz zum Kochen

es brutzelt


Dienstag, 20. September 2022

Rundgang durch Dubrovnik - 20.09.

Ach, haben wir gut geschlafen. Axel war zwar halb sieben munter, aber er vergnügte sich damit Kleinkind und Nerventot zu spielen, Mit schelmischem Grinsen hinderte er mich am Weiterschlafen. Als ich energisch noch 5 min einforderte, die er still sein soll, gab er nach. Er guckte auf seine Digitaluhr (Spinner, er hat ne Smartwatch) und murmelte vor sich hin. Dann standen wir aber auf. Es war ganz schön windig da oben, so dass wir mal wieder im Auto Kaffee kochten und den Tag begannen. Wir freuten uns schon drauf, dass Auto stehen zu lassen und mit der Cable Car runter in die Altstadt zu fahren. Oben an der Bergstation hatten wir wieder einen fantastischen Blick auf Dubrovnik. Wir löhnten reichlich 50 Euro für zwei Runter- und Hochfahrten. Im Vergleich zum Parkticket unten in der Stadt war das fast noch günstig. Dort nehmen sie für ne Stunde 9,93 Euro. Und weil wir Glückskinder sind, waren wir runterzu die einzigen Gäste in der Gondel. Es war prima die wunderschöne Stadt auf sich zukommen zu sehen. Für unser Runde hatten wir uns ein paar virtuelle Caches ausgesucht. Der Erste lag noch außerhalb der Altstadt und wurde von uns zuerst besucht. Wir entdeckten dabei eine feinen kleine Bucht, in der man hätte sogar baden können - kein Badezeug mit.

ordentlich Wind oben

Badebucht

unvermeidliches Kreuzfahrschiff

war auch da

Kreuz

auf dem Weg nach unten

kleiner Hafen
Dann ging es aber in die Altstadt und so wie wir drin waren, wollte ich eigentlich wieder raus - zuviel Menschen. Axel ging es genauso, aber er schwieg - noch. Den Eintritt für die Befestigungsmauer und damit den Rundgang oben haben wir uns gespart. Wir liefen lieber in den schattigen engen Gassen hin und her. Eigentlich wunderschön, aber alles überteuert und überfüllt. Nur mal als Beispiel. Es gab einen kleinen Markt, da konnte man Obstbecher kaufen, die die früher bei Obsthändler unseres Vertrauens mit den merkwürdigen Augen mal einen Euro kosteten, wurde für stolze 5 Euro verkauft. Nee sorry, da hab ich keinen Bock mehr drauf. Für das Geld kann ich zwei Kilo Obst kaufen. So blieb es beim Gucken. Leider wurde dann rund um den Uhrenturm für einen abendliche Veranstaltung alles abgesperrt, so dass wir dort nicht rauskamen sondern zurück mussten. Schade eigentlich dass wir so ne Menschenphobie haben und ist sicherlich einiges entgangen. Die Gebäude sind schon schön wieder hergerichtet und die riesige Mauer sehr beeindruckend. Eine Weile schlenderten wir dann noch außen lang, ehe es uns definitiv zu warm und zu voll war und wir zurück wollten. Eine Busladung Cablecargäste wurde gerade ausgekippt und da wir zu faul zum anstellen waren, zogen wir uns um die Ecke zurück und suchten ein schattiges Plätzchen für ein Bier. Dummer Fehler, ganz dummer Fehler, danach war die Schlange doppelt so lang. Aber mein kleiner Nerventot von früh war in Höchstform und drängelte sich vor. Menno, das war mir bis oben peinlich, hat uns nämlich einiges an Warten erspart.
dann mal rein ins Treiben

Dichter

da kommen wir nicht lang

imposant

die Mauer geht rundrum

enge Gassen

und mittlerweile noch weniger Tage bis Weihnachten

Markt

buntes Treiben

ein Hauch von Lächeln

Detail

Ausblick
Irgendwie waren wir beide oben wieder glücklicher. Nicht mehr  viele Menschen und die verliefen sich. An einer Zipline guckten wir noch zu, ehe es zum Auto und weiter ging. Axel nahm noch 6 Stunden Fahrt auf sich. Wir wollten über die neue Brücke weiter fahren, die erst Ende Juli eröffnet wurde und uns den Abstecher über Bosnien ersparte. Unser Grummel gönnte sich nen kleinen Aussetzer und beschloss, dass die Kante vorn auf der Beifahrerseite etwas Freiheit bräuchte und löste diese. Kleiner Schreck, fix anhalten und mit dem mitgeführten Tape etwas repariert. Und da wir clever an einem Obststand hielten, konnte ich noch ein bissel Geld ausgeben und Chili und kandierte Orangenschalen kaufen. Die Autobahn war zwar leer und gut ausgebaut aber auch sehr kostenintensiv. Wir fuhren gegen halb neun in Karlovac runter und zahlten fast 44 Euro. Puh, dass muss Deutschland noch lernen, wie das mit der Maut geht. Am örtlichen Sportpark stellten wir das Auto ab, erwärmten Königsberger Klopse aus der Dose und dazu gabs Brot. Tag geschafft. 

Wetter: Tagsüber warm bis heiß, abends Regen

Essen: Königsberger Klopse mit Brot

Schlafplatz: Am Sportzentrum in Karlovac


Eddie des Tages

Blick von oben?

das sieht doch eingentlich so aus

ah so hat er es gemacht

allein auf der Brücke

immernoch

gut, dass immer Tape dabei ist