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Dienstag, 26. August 2025

26.08. - Altstadtbummel in Petrovaradin und ab nach Bulgarien

Wieder wachten wir an unserem schönen Picknickplatz auf und begannen den Tag in aller Ruhe. Liebe Freunde hatten uns ein ganz frisch selbstgemachtes Glas Marmelade mitgegeben und diese öffneten wir. Sehr lecker, vielen Dank an dieser Stelle. Wir entsorgten noch unseren Müll, denn am Nachmittag vorher wurde dort alles fein aufgeräumt und geleert. Dann hieß es zum erstem Mal Abschied nehmen. Wir rollten gemütlich runter ins Tal und stellen das Auto irgendwo ums Eck, klar kostenfrei, in Petrovaradin, einem Ortsteil von Novi Sad, ab. Bis zum alten Stadtkern und der hoch über der Donau thronenden Burganlage und Altstadt war es nicht weit. Es ging durch einen Park, dann etwas ansteigend bis hin zu einem Tor, dass uns in die Festung ließ. Dort schlumperten wir dann länger rum. Manchmal muss man durch Häuser, die eine Etage tiefer oder höher liegen, vorausgesetzt man findet die Durchgänge. Von hier oben hat man herrliche Ausblicke auf die Donau, alte und neue Brücken und den Neustadtteil von Novi Sad. 
so ein schöner Stellplatz


da rein und...


hier durch

dann ist man da

Highlight dort oben ist die betrunkene Uhr. Die zeigt wilde Zeiten an, die so rein gar nichts mit der realen Zeit zu tun hat. Man ist sich nie so richtig sicher, was dort Minuten- und was Stundenzeiger ist. Auf jeden Fall ist es ein beliebtes Fotomotiv. Kurz daneben geht es über Stufen und durch einen kleinen Tunnel hinab. Wir trollten uns bis zur Post und tauschten etwas Geld und suchten dann vergeblich einen Cache an einer Kirche, ehe wir die Stufen und durch den Tunnel wieder hinauf schnauften. In einer Bar mit Blick auf die Donau gönnten wir uns eine Pause und teures Bier. Auch hier kostet es umgerechnet 5 Euro, OK man zahlt die Sicht mit. Es war schon früher Nachmittag und so suchten wir noch einen Cache außerhalb der Burgmauern und liefen dann gemütlich zurück zum Auto. 
fette Mauern

romantische Durchgänge

Blick in die "Neustadt"

besoffene Uhr mit nüchternem Axel

Kirche 

hübsches Detail

Ein Stück Richtung Bulgarien sollte es noch gehen. Ich hätte es besser wissen müssen, letztendlich zog Axel durch. Unterwegs stoppten wir um Kauf von Melone und Tomaten und gegen 18 Uhr gab es noch in Serbien Abendbrot an einem Picknickplatz. Leider schmeckte die Melone nicht so toll wie sie aussah, aber zum Flüssigkeit auffüllen hat es gereicht. Es wurden auf der weiteren Fahrt Richtung Grenze immer weniger Autos und daher ging es an der Grenze schnell. Dafür ereilte uns dann ein Kulturschock ungeahnten Ausmaßes. Es war dunkel, Arschdunkel, die Straße fraß jedes bissel Licht vom Auto, es gab keine Fahrbahnmarkierungen und Logo es war kein Mensch unterwegs. Wir rollten durch verfallene, heruntergekommen Dörfer, wo alles dunkel war, kein Mensch, kein Hund, kein Auto nichts. Ach doch Mautpflicht. Jede halbwegs asphaltierte Straße ist mautpflichtig, egal wie stoßdämpferbelastend sie ist. Wir gruselten uns stundenlang bis Belogradtschik. Dort gab's Licht und alsbald auch eine Schlafstelle innerhalb einer der vielen Felsengruppen dort. Noch ein Schluck Wein und der Tag war beendet.
 
Wetter: 30 Grad und Sonne satt
Schlafplatz: Wiese inmitten der Felsen von Belogradtschik
Essen: Melone, Brot, Mozzarella, Würstchen
 
Knubbel 
Einlass zu schmal 

alle Wege führen zur Festung


Eddie des Tages

Blick beim Abendessen

da ist sie wieder weg, die Sonne

Schlafkulisse






Montag, 25. August 2025

25.08. - Kleine Runde in den Fruška Gora

Wir haben ganz hervorragend geschlafen und sind sogar nach der senilen Bettflucht noch einmal eingepennt. Erst nach acht standen wir dann doch auf. Wie herrlich es ist, im Wald mit Vogelgezwitscher und durch das Laubdach brechende Sonnenstrahlen, einen Kaffee zu kochen, Frühstück zu genießen und langsam in den Tag zu starten. Das hat uns gefehlt. Ganz in der Nähe zum Schlafplatz gab es zwei na nennen wir es mal Sehenswürdigkeiten. Da wir das Auto nicht unbeaufsichtigt stehen lassen wollten, rollten wir die paar Meter zu einem geschlossenen Restaurant und waren so schon in der Nähe vom Denkmal für die Kriegsgefallenen…Monument Sloboda. Echt martialisch, was die da hingebaut haben. Die Freiheit steht sehr groß auf einer Stele, unten paar Krieger und drumherum Bronzereliefs mit Kriegsgeschichten, Menschen und Panzern mit verfassungsfeindlichen Symbolen. 
Tankstelle für E-Bikes

ein Stück

Versuch das Ganze zu erfassen

geht nur von Weitem


Detail mit KI das Symbol verschwinden lassen

Von dort aus nahmen wir dann den Wanderweg, um zum nächsten Ziel zu gelangen. Die Wanderwege sind super markiert und zu meiner großen Freude ist der Hauptwanderweg Fruška-Gora-Trail mit einem Rotes Herz weiß umrandet bezeichnet. Das ist bezaubernd. Es gibt viele Wege, vielleicht zu viele, aber verlaufen kann man sich nicht. Irgendwann biegt das rote Herz ab zu einem der vielen Klöster und wir folgten nun dem roten Stern zum TV Tower. Was ist daran so besonders? Tja, das Teil arbeitet noch, ist aber 1999 von UN Soldaten bombardiert worden. Auf einer Seite fehlt ein ziemliches Stück und es sind Einschüsse zu sehen. 
herzig

ein Pfeil zuviel?

wieder eindeutig

sieht irgendwie komisch aus der Turm

ja nun ist klar warum

Dahinter ist ein Hotel und ein Picknickareal, wo wir uns ein Urlaubsbier gönnten, ehe es noch zu einem Miniaussichtsturm ging. Gut, dass der klein war, er wackelte ordentlich und bestand aus Holz. Einen Blick auf Novi Sad konnte man erhaschen, rundrum noch Trimm Dich Geräte. Für uns ging es zurück zum Auto bzw. zum ersten Monument. Ich las eine Weile in der Sonne, Axel ließ die Drohne fliegen und dann fuhren wir zum Infopoint. Da gab's leider wenig Infomaterial und einen wenig engagierten Mitarbeiter. Dann eben nicht, auf der anderen Straßenseite lockte ein Büdchen mit kalten Bier und das nahm uns herzlich auf. Vom Urlaub vor drei Jahren hatten wir noch ein paar Dinar übrig und brauchten erstmal nichts tauschen. 
gleich hinterm TV Turm


Aussichtstürmchen

Sport?

Cheffe und sein Spielzeug

Da es erst früher Nachmittag war, wollten wir uns noch eins der Klöster ansehen. So rollten wir bergab nach Vrdnik und besuchten das Kloster Ravanica-Vrdnik. Das Areal wird gut gepflegt, wir nehmen aber an die uralten Nonnen haben einen Hausmeister. Die mondäne Kirche ließ uns staunen. Typisch orthodox war sie über und über gestaltet, Gold und Bilder, Ikonen und Reliquien, tolle mit Mosaik verzierte Böden und Teppiche. Genug Kultur für heute, ein Hüngerchen schlich sich ein. Da kam uns in der Stadt der Grill Banja genau gegenüber vom Thermalbad genau recht. Nachdem wir geklärt hatten, dass wir mit Karte zahlen können, bestellten wir und ließen es uns gut gehen. Axel hatte seine geliebten Cevapcici und ich Huhn gegrillt. Zeitig essen hatte den Vorteil, dass wir unseren Schlafplatz diesmal noch im Hellen anfahren konnten und auf einer Picknickbank den Abend verbrachten. Ich hab die Urlaubskasse mit den ersten Ausgaben gefüttert, Axel lies nochmal die Drohne fliegen und jeder hing seinen Gedanken nach. So Mal nichts tun zu müssen, ist hervorragend entspannend. Mal sehen was uns der morgige Tag bringt. 
 
Wetter: um die 25 Grad, sonnig
Schlafplatz: Picknickplatz in den Fruška Gora
Essen: Hähnchen mit Pommes, Cevapcici mit Pommes
Eddie des Tages

alt und prächtig

Detail

von außen

schmeckt

fast vergessen - bissel Romantik musste auch sein


Sonntag, 24. August 2025

24.08. - Wir starten mal

Wie jedes Jahr stand Ende August unser dreiwöchiger Jahresurlaub an. Unser Plan klang gut. Wir fahren nach Bulgarien noch vor der umstrittenen Einführung des Euros dort, nur hatte unser Grummel irgendwie etwas dagegen. Er war zwar vor kurzem in der Werkstatt und daher sollte eigentlich auch sein heißgeliebter Turbofehler behoben sein, aber so kurz vor knapp trat dieser wieder auf. Also nochmal Werkstatt und das Ersatzteil besorgt, nur noch nicht eingebaut. Letztendlich haben wir am Sonntag auf Sieg gesetzt und sind bei Kilometerstand 200.521 einfach losgefahren. Schon 40 min nach dem Start tankten wir in Usti nad Labem erstmal auf. Als wir kurz vor elf eine Pause machten, gab's die schon zur Tradition gewordenen Hackepeterbrötchen und einen Startsekt. 
Start

Alles und alle "Mann" an Board

Ritual und Eddie des Tages

auf einen schönen Urlaub

Allerdings rollten wir ohne Musik oder Hörbuch durch die Gegend, jeder von uns lauschte, ob Grummel komische Geräusche macht. Und es kam, wie es kommen musste. Wenige Minuten drauf bekam Grummel nen Pfeiffanfall und spukte den Fehler aus, Turbo weg. Ich atmete schweigend, Axel fuhr auf den nächsten Parkplatz und setzte zurück. Stur ging es weiter. 13:30 Uhr hatten wir schon die slowakische Grenze erreicht und donnerten in 45 min durchs Land. Dafür haben wir zwar ein Haufen Maut bezahlt, aber eben auch Zeit gespart. In Ungarn machten wir dann unterhalb vom Turul eine längere Pause mit frisch gekochtem Kaffee und Brötchen und was Süßem. Auch durch Ungarn ging es flott und fehlerfrei.  
den sehen wir jedes Jahr zweimal

Pausenküche

gut gelaunt im Sonnenschein

Halb sieben stellten wir uns an der Grenze zu Serbien an und waren 19:13 drüber. Komisch so mit Grenzkontrollen. Irgendwie hat dann aber jemand ganz schnell das Licht ausgeknipst, es wurde rasend schnell finster und trotzdem haben wir dieses Mal die Ausfahrt nach Novi Sad erwischt. Das ist uns vor drei Jahren nicht gelungen. Dann hieß es nur noch durch die Stadt und hoch in die Berge zu kommen. Das ist uns zwar gelungen, aber Einfahrten zu möglichen Schlafplätzen sieht man halt nicht mehr so gut. Exakt 13h nach Start stellte Axel dann auf einem großartigen Picknickplatz den Motor aus. Erstes Ziel in Serbien erreicht. Es gab noch einen Absacker in Form von zwei Glas Rotwein, den restlichen Hackepeter und dann endlich Mal wieder eine Nacht im Grummel.
 
Wetter: früh 8 Grad, abends ca. 20 Grad
Schlafplatz: Picknickplatz in den Fruška Gora
Essen: Hackepeterbrötchen


Grenze Ungarn-Serbien

serbischer Mautzettel

das Licht geht aus

Schlafplatz erste Nacht