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Dienstag, 15. April 2025

15.04.2025 Radtour zum sinnlosen Kanal

Irgendwie scheint der Satz, wenn Engel reisen, zu stimmen. Schon wieder feines Wetter beim Aufstehen. Wie gestern gingen wir es gemütlich an. Zum Frühstück gab's Brötchen und Kaffee, wir packten die Radtaschen und Rucksack und nach zehn rollten wir los. Dieses Mal in die andere Richtung. Ziel des Tages war der Kanal vom Haff zur Ostsee, aber immer schön gemütlich. Einen ersten kurzen Stopp legten wir wegen einem Tradi ein. Und natürlich musste es den obligatorischen Halt geben, um mal wieder ans Meer zu gehen. Herrlich rauschte es auch heute am menschenleeren Strand immer vor sich hin. Den nächsten Punkt hatten wir bereits einmal gesehen, den Leuchtturm von Krynica Morska. Selbigen hatten wir am ersten Meerabend sogar Leuchten gesehen. Ja, sie sind noch sinnvoll, die alten Gesellen. Wir beschäftigen uns vor Ort mit Hilfe von Google Lens mit der Geschichte und genossen die Sonne und ein Bier. Dummer Fehler jetzt schon das einzige Bier zu trinken.

genial
Leuchtturm
Mahnmal
Frühling


Der Radweg ist allerdings rund ums Städtchen sehr fein, immer am Meer lang, befestigt. Erst spät wird er wieder zum Waldweg, aber auch das schafften wir, genau wie die tausend Minihügel, ja es sind keine Höhenmeter, aber trotzdem geht es andauernd bergan. Am Kanal angekommen mussten wir nur noch ein paar Stufen zum Aussichtsplatz steigen und hatten einen super Blick auf das völlig sinnlose Bauwerk und keine Bier mehr. Warum sinnlos? Damit die Schiffe nicht um Kaliningrad rum müssen, wurde einfach eine Verbindung zwischen Haff und Ostsee mittels eines Kanals geschaffen. Reine politische Entscheidung. Dumm nur, dass da keine Schiffe lang kommen und selbst wenn sie höchstens 4 m Tiefgang haben dürfen. Das ganze Trara drumherum ist allerdings schick, gerade mal zwei Jahre alt, da blinken sogar die Papierkörbe noch. Nach einem Tradi auf er Haff Seite nutzten wir dann die Straße für den Rückweg. Winnie im Wind, zügig unterwegs bis Krynica Morska. Dort enterten wir dann aber einen Laden, kauften Bier und Brötchen und steckten alle vier am nahen Hafen von uns. Pause. Der Hafen ist niedlich und so still, ja außerhalb der Saison fetzt das. Ein wenig ließen wir uns am Hafen treiben, ehe es wieder Richtung Waldcamp ging.

Links oder rechts lang?

am Kanal

keiner kommt
Kapitän Wildschwein
am Hafen

Der letzte Abstecher des Tages führte noch einmal zu einer recht imposanten Düne mitten im Wald, die wie über einen Kamelrücken huckelig aufsteigt. Von Oben hat man den Blick auf beide Seiten, Haff und Ostsee und damit den direkten Vergleich vom Wasser. Schön wars. Nur noch 5,5 km ….Die rollte jeder still für sich. Insgesamt waren es zwar nur 36km, aber dafür sehr erlebnisreich. Der restliche Tag verging mit schreiben, Unterkunft für die nächsten Tage suchen, Kochen, nochmal kurz ans Wasser gehen usw.…

Schlafplatz: noch einmal das Waldcamp
Essen: Linseneintopf mit Wienern 
Wetter: sonnig um die 20 Grad

genau davor

Eddie des Tages

auf dem Rückweg

gut ausgeschildert

Familie

Cheffe

durften nicht sandig werden


Sonntag, 13. April 2025

13.04.2025 – Meer, wir kommen!

Am Morgen lachte erneut die Sonne vom Himmel – und wer früh ins Bett geht, kann eben auch früh aufstehen. Schon um acht Uhr saßen wir beim Frühstück bei McDonald's. Danach hieß es wieder: On the road again! Eine lange Strecke bis zur wunderschönen Frischen Nehrung lag noch vor uns. Vorbei an der beeindruckenden Marienburg, die wir uns auf der Rückfahrt bestimmt noch anschauen werden, fuhren wir durch kleine und größere Orte, quer durch den blühenden Frühling. Es war einfach herrlich: das zarte Grün der austreibenden Bäume, weiße und rosa Blüten bis hin zu kräftigem Pink. Auf den Wiesen leuchtete der Löwenzahn, erste Frühblüher reckten sich der Sonne entgegen, und sogar ein paar Störche ließen sich blicken. Das alles bei traumhaftem Wetter. Besser hätte es kaum sein können.
Mautticket

Teil der Marienburg im Vorbeifahren

Der schmale Streifen ist die Frische Nehrung

Ein kurzer Zwischenstopp zum Kauf von Bier und Cola, und dann ging es über Kahlberg auf die Frische Nehrung. Wer nun denkt, dass wir auf dem Weg ständig das Meer sahen – weit gefehlt! Die Ostsee versteckte sich gut vor uns. Stattdessen ging es teils steil bergauf und bergab, links und rechts dichter Wald. Hin und wieder blitzte das Frische Haff durch die Bäume, aber das Meer blieb verborgen. Axel steuerte souverän einen kleinen Parkplatz an, wunderbar gelegen, supernah an der Ostsee und außerhalb der Saison sogar kostenlos. Der perfekte Ort, um unser Lager aufzuschlagen, zu übernachten und von hier aus Ausflüge zu unternehmen. Aber nicht mehr heute. Ich wollte endlich das Meer sehen! Wir packten etwas zu essen sowie Bier und Sekt in den Rucksack und machten uns auf den Weg. Die Richtung war klar, aber vom Meer war weiterhin nichts zu sehen. Der Weg führte erstmal bergauf, bis schließlich ein winziges Glitzern zwischen den Bäumen hervorlugte. Dann wurde es mehr und plötzlich war es da: das Meer!
nüscht zu sehen

ah jetzt

da ist es ja


Ich hielt es nicht mehr aus: Hose hochkrempeln, Socken aus und rein ins Wasser. Eiskalt, aber egal. Wir ließen uns im feinen Sand nieder. Natürlich sah Axel sofort voraus, dass wir nun „wochenlang überall Sand“ haben würden. Wir aßen eine Kleinigkeit, stießen auf unseren Urlaub an und genossen einfach den Moment. Ich lief ein paar Mal barfuß am Ufer entlang. Auch wenn es hier keine Muscheln gibt, sind die runden, glatten Steine trotzdem wunderschön anzusehen. Axel machte ein Nickerchen im Sand und traute sich später sogar mit den Fußspitzen ins Wasser. Wahrscheinlich war es eher aus Versehen, wie er meinte. Wir hielten es gut drei Stunden aus, bis die Sonne sich langsam verabschiedete und es kühler wurde.
hat er sich verdient

direkter Zugang

kalt aber fein


Zurück am Auto war es ebenfalls gemütlich. Es gab Kuchen, ein Gläschen Wein und bequeme Campingstühle. Jeder trödelte vor sich hin: ich schrieb ein wenig, Axel studierte die Karte und schmiedete Pläne für die kommenden Tage. Ich hoffe, das schöne Wetter bleibt uns noch ein bisschen erhalten. Es ist wirklich traumhaft hier. Vor dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang ans Meer und beobachteten, wie die letzten Sonnenstrahlen das Wasser golden färbten. Selbst Axel fand es fast romantisch. Zum ersten Mal in diesem Jahr kochten wir am Auto und verbrachten den Abend halb draußen, halb im Grummel, herrlich entspannt.

Schlafplatz: Direkt am Meer, außerhalb der Saison kostenlos
Essen: Polnischer Bohneneintopf mit Wurst
Wetter: Sonnig, über 20 Grad
Eddie des Tages

Abendessen

Da verschwindet sie

Stellplatz 
Ich glaub sie wollen auch ans Meer

Samstag, 3. April 2021

Rundgang durch Klütz und Füße in die Ostsee – 03.04.2021

Oh wie schön, wir brauchten unser Frühstück gar nicht selbst machen. Lutz und Angela haben aufgetafelt und so starteten wir gemeinsam in Ruhe in den Tag. Wir ließen uns noch beraten, wo wir am Besten NICHT hinfahren, weil die Kontrollen scharf sind und erhielten noch einen Tipp, wo wir ans Wasser kommen. Schließlich sind wir ganz nah an der Ostsee, da will ich sie auch sehen, riechen und spüren. Zunächst trieb es uns aber nach Klütz. Wir tobten uns mal wieder mit Geocaches suchen aus. Ein bezauberndes Städtchen empfing uns da mit Sonne, Wolken und kaltem Wind. Wir besuchten zuerst den Friedhof - wir können auch nix dafür, dass die Runde so angelegt war. Die Grabanlage der Grafen von Bothmer war schon beeindruckend. Da im Laufe der Zeit verschiedene Friedhöfe und Grabanlagen geschlossen und geschliffen wurden, hat man hier eine umfassende Grablege hingebaut und die alten Steine und Tafeln übernommen. Wir lasen eine ganze Weile die Namen und Daten und die vor Ort befindlichen Informationen. Nun wollten wir aber auch das dazugehörige Schloss sehen. Ach, das war was nach meinem Geschmack (manche bezeichnen es auch als "Tick"). Alles herrlich symmetrisch, geradlinig und übersichtlich. Es führte eine lange Allee dort hin und man sah und ahnte schon, dass eine weitere Allee dort mittig hin geht. Selbst der Schlossgraben war gerade. Meine Augen hatten rein gar nichts zu meckern. Dazu noch die Sonne und alles sah fröhlich, gepflegt und gut erhalten bzw saniert aus. Hier bedauerte ich echt, dass alles zu hat. 

schick gemacht und informativ

ich liebe es

topp in Schuss

ok ein paar Kurven gab es auch

von hinten

Was soll's, wir liefen ein wenig drumrum und dann weiter zum Bahnhof. Ein denkmalgeschützes Gebäude, topp saniert. Wenn man bissel vor Ort liest und die Augen zumacht, kann man sich richtig vorstellen, wie die alte Dampflok da die Badegäste ausgespuckt hat. Heutzutage dient die Kleinbahn im Sommer noch ab und zu der Personenbeförderung. 20 min dauert es bis Reppenhagen ans Meer. Kirchen hatte das Städtchen auch zu bieten und unsere Runde neigte sich dem Ende. Ein wenig verweilten wir noch an einer windarmen Stelle, ehe wir uns Richtung Ostsee nach Steinbeck durchschlugen.

Bahnhofsgebäude

schick oder

ulkige Form für eine Kirche

hier nochmal 1A gerade und 1A symmetrisch

Ach wie herrlich, kleine Straßen, keine Polizei zu sehen und kurz bevor man runter fällt von der Erdscheibe ein Parkplatz. Gut gefüllt, aber für 2 Euro bekamen auch wir nen Platz. Da bauen wir mal drauf, dass die uns nicht verpfeifen. Nach wenigen Metern - steil bergab - hatte ich meine Ostsee vor mir. Was lag da näher als Schuhe aus, Socken aus, Hosen hochkrempeln und rein mit den Füßen? Sch* doch auf Kälte und Wind. Ich lief dann ewig auf und ab, sah ins Weite, lauschte dem Plätschern, verfolgte die Wellen mit den Augen und sortierte Steine. Axel lag derweile rum und sah den Paraglidern zu, die anscheinend tolle Bedingungen hatten. Auch Schiffe konnten wir bestaunen, überlegen wo sie hinfahren und wo überhaupt welcher Ort jetzt liegt. Es war echt fein. Laut einer komischen Internetseite war ich im früheren Leben ein Seemann und bin auf See umgekommen – das soll meine Meeresaffinität erklären. Aha, wer’s glaubt. 

bitte noch Wind und Plätschern dazu vorstellen

viel zum Sortieren da

Gute Bedingungen?

er gibt es nicht zu, aber er findet es auch toll

glaubt ja sonst keiner, wenn ich das Bild nicht zeige

Wir machten an diesem Tag noch einen weiteren Abstecher nach Hohen Schönberg. Da gibt es tatsächlich einen Aussichtspunkt, den wir erklimmen wollten. Gerade so ging das ohne Sauerstoff. Hier hatte man einen herrlichen Rundumblick und da die Sicht gut war, konnten wir viele Orte entdecken, die dort auf den Tafeln angezeichnet waren. Unweit davon konnte ich noch ein Mitbringsel für meine Enkeltochter erwerben, endlich was mit ihrem Namen drauf. Sie ist ähnlich gestraft wie ich – Winnie gibt es nicht auf Tassen und Schlüsselanhängern usw. und Melia eben auch nicht. Nun hat sie was. Rührig wie eine emsige Frau für ihre gestalteten Holzplättchen warb und so Wünsche weckte. Wir waren nun aber vom Wind durchgefroren und mürbe gemacht. Da hieß es zurück, noch fix was einkaufen und zum Grundstück zurück.

endlose Weite

schon wieder vergessen, was das war

eingehuschelt - Wind

wer trampelt da auf wem rum?

Dort kochten wir uns erstmal nen heißen Kaffee, mit dem eigenen Kocher, obwohl wir den Schlüssel hatten um ins Haus zu kommen. Einmal Camper immer Camper? Es schien zwar die Sonne aber eisig war es, da huschelten wir uns in eine Decke und setzten uns wie ein altes Ehepaar auf die hübsche rote Bank unter einem Baum. So einfach kann Glück sein. Als Lutz und Angela wieder da waren, nutzen wir dann doch die Küche um uns noch was zu essen zu kochen, fein unter Anleitung – ich kann doch keinen neumodischen Induktionsherd bedienen, da braucht man ja Abitur für. Gemeinsam verging der Abend mit vielen Geschichten, ernsten und lustigen, viel Lachen und so einigem guten Tropfen in Form von Rosewein, Eierlikör – selbstgemacht, Kümmel und Bier…Wir staunten selbst wie spät wir erst ins Bett kamen. Der Abend war rum wie nix.Wir waren uns einig, dass wir am Ostersonntag in Ruhe nach Hause fahren, vielleicht noch ein zwei Stopps unterwegs, aber heim, das Wetter sollte schlechter werden.

da saßen wir

leere Gläser gibt es nicht - rausprügeln aus der Flasche

für meine Motte, auf der Rückseite ist Ihr Name

Eddie des Tages