Donnerstag, 28. August 2025

28.08. - Gammeltag mit Klettern

Irgendwie sind wir heute nicht in die Gänge gekommen und haben erst sehr spät das Bett verlassen. Dann gab es zwar Frühstück aber auch eher spartanisch, nur Joghurt mit Müsli. Danach saßen wir gut. Ein wenig Telefon und Internet, lesen, ein Bier gegen 12…ups wo ist denn der halbe Tag hin. Wir schafften es erst nach 13 Uhr die Kletterrucksacke zu nehmen und zu einer sehr nahen Felsengruppen zu laufen. Die Spielkarten waren das Ziel. Pik-Dame sollte es zum Auftakt geben. Also in einer Affenhitze in Schale geschmissen und sogar Helme aufgesetzt und los ging's. Die Felsen hier sehen aus wie in Meteora, nur rot und viel schlimmer verkieselt und viel weicher. Axel war behände oben und dann kam mein Auftritt. Diesen Kieseln zu vertrauen ist nicht so einfach, wie es aussieht. Schon gar nicht, wenn ein zwei rausbrechen und zu Tale kullern. Irgendwann war auch ich oben, Gipfelgruß und Kuss und fix ins Buch einschreiben. Gleich weiter zum Ass. Als Axel oben war, meinte er, das ist nix für Dich. OK ich vertrau ihm. Also habe ich weggelassen. Dadurch musste er aber über die gleiche Seite runter um sein Material wieder einzusammeln. Es passierte was musste, das Seil verhakte sich fürchterlich. So war Cheffe ne Weile beschäftigt um selbiges zu befreien, während ich da saß und nur dachte Fresse halten. 
oben

Nachbarn

auch noch Jahreserste

ich auch

Nach gelungener Rettung waren wir ehrlich kaputt und es war viel zu heiß. Also runter ans Auto, noch ein wenig ausruhen und dann in die Stadt zum Essen, Die eigentlich angedachte Futterstelle hatte geschlossen, so dass wir eine Alternative brauchten. Fand sich bei einem Bäcker. Sehr leckeres, aber kaltes Fleisch mit kalten Pommes. Aber nach dem Essen waren wir wie neu. Fix noch die Reisedusche an bekannter Stelle auffüllen und dann hoch zur Festung. Dahinter verbarg sich doch noch ein Klettergipfel, den wir uns gestern bereits angesehen hatten. Zuerst den etwas schwereren Weg auf die Warze, mein Wunschweg, da er mich verdammt an Schritte am Abend in Meteora erinnerte, nur wesentlich kürzer aber auch ne Rinne. Dann noch einen zweiten Weg und wir waren doch zufrieden, auch wenn mich unterwegs ständig die Angst vor Ausbrüchen der Kiesel begleitete. Mit herrlich orangerot leuchtenden Felsen im Hintergrund ging es hinab und nach einem wohlverdienten Bierchen zurück an unsere Schlafstelle.
 
Wetter: 30 Grad sehr sonnig
Schlafplatz: Picknickplatz 
Essen: Winnie Braten mit Pommes, Axel Buletten mit Pommes und Krautsalat
wird schon

happy

Eddie des Tages

man muss auch wieder runter

einfach herrlich


Mittwoch, 27. August 2025

27.08. - Belogradtschik erkunden und Festung ansehen

Durch eine Stunde Zeitverschiebung blieben wir etwas länger liegen und tranken früh nur einen Kaffee. Geht ja gut los, schon am vierten Tag kein Frühstück mehr. Dann fuhren wir einen möglichen Schlafplatz ansehen, wurde abgewählt. Er war weder schön noch gut zu erreichen und die Quelle war auch trocken. Mit einem Stopp an einer Aussicht, wo wir unseren Schlafplatz von oben mal sehen konnten ging es dann hoch in die Stadt. Da begann erstmal Abenteuer Geld tauschen. In der Post schickte man uns ins benachbarte Hotel, daneben eine Bank. In der Bank wollte man uns auch nicht helfen, verwies uns an den draußen befindlichen Geldautomaten. Uff. Der wollte glatte 10 Prozent haben. Nachdenken, rauchen, nochmal ins Hotel und dann nochmal an den Geldautomaten und auf Sieg gesetzt. So wie ich es verstanden hatte, wollte der wenn man nur Leva nimmt lediglich 3 Leva Gebühr plus das was die eigene Bank nimmt. Meine nimmt nix, also nochmal versucht und Glück gehabt. Bei 400 Leva buchte meine Bank nur 206 Euro ab, statt beim Umtausch 225. Es ist Mittag, Axel hatte ein Hüngerchen und ich Durst, also stürmten wir einen Kiosk tranken ein Bier und Axel verschmauste einen Hotdog. Anschließend drehten wir ne Runde durch den Ort, Wasser war unser Hauptaugenmerk und tatsächlich fanden wir eine gut gehende Quelle. Also mit dem Auto hin, die Campingdusche gefüllt und die Wasserflaschen ausgespült und vollgemacht. 
Blick von oben auf unseren ersten Schlafplatz

das sahen wir am Morgen

und schon den digitalen Kletterführer in der Hand

trocken

die sprudelte kräftig - mitten in der Stadt

Jetzt wollten wir aber Felsen sehen. Und wo sieht man die am besten? Von Oben. Wir fuhren zur Festung Kaleto rauf, zahlten den Eintritt 15 Leva pro Nase und sahen uns um. Durch mehrere Tore und Höfe kann man weit laufen und die dicken Mauern bestaunen. Es gibt einige Informationen zur Festung uns ein paar Legenden zu lesen und wenn man sich einmal hochgeschraubt hat, dann hat man herrliche Ausblicke auf die Konglomeratfelsen von Belogradtschik. Einer schöner als der andere. Axel stürmten durch die Gegend, suchte Kletterfelsen, guckte durch Fernglas nach Haken und Gipfelbüchern und ich genoss einfach die fantastischen Ausblicke, die Sonne und das laue Lüftchen. Anschließend gab es nen kleinen Snack, ehe wir noch einen Cache suchten und die Warze (ein Klettergipfel) von Nahem ansahen. Machbar und irgendwie erinnert hier einiges an Meteora. 
in die Felsen gebaut

megaschön

Natur und Baukunst

Ganz oben

Hohe Mauern

ein Fels schöner als der Andere

Am frühen Abend trafen wir an unserem neu ausgesuchten Schlafplatz ein. Gleich neben der Straße, schön gerade, mit Unterstand, Grill und Mülltonnen. An einem Dach befestigten wir die Campingdusche und los ging's mit frisch machen. Herrlich, wir staunten allerdings, wie wenig Wasser man braucht, Wir haben beide geduscht, uns gewaschen und ich sogar die Haare gewaschen und es ist vielleicht knapp die Hälfte raus. Den restlichen Tag vertrullerten wir mit Loggen, Kosten buchen, schreiben und lesen. Und Axel übte noch eine Weile Drohne fliegen. Das Ding kann ganz schön weit, wenn man sich traut. Das kulinarische Hochlicht gab es dann zum Abend, Sternchensuppe aus der Tüte. Wir hatten ja schließlich tagsüber schon bissel rumgefuttert.
 
Wetter: sehr sonnig um die 30 Grad
Schlafplatz: Restarea neben der Straße
Essen: unterwegs Hackfleischteile, Abends dann Brot mit Melone, Sternchensuppe
nochmal Felsen


wer hat sich denn da rausgeschlichen?

Duschplatz

Eddie des Tages

Die Romantik ist jetzt IM Auto



Dienstag, 26. August 2025

26.08. - Altstadtbummel in Petrovaradin und ab nach Bulgarien

Wieder wachten wir an unserem schönen Picknickplatz auf und begannen den Tag in aller Ruhe. Liebe Freunde hatten uns ein ganz frisch selbstgemachtes Glas Marmelade mitgegeben und diese öffneten wir. Sehr lecker, vielen Dank an dieser Stelle. Wir entsorgten noch unseren Müll, denn am Nachmittag vorher wurde dort alles fein aufgeräumt und geleert. Dann hieß es zum erstem Mal Abschied nehmen. Wir rollten gemütlich runter ins Tal und stellen das Auto irgendwo ums Eck, klar kostenfrei, in Petrovaradin, einem Ortsteil von Novi Sad, ab. Bis zum alten Stadtkern und der hoch über der Donau thronenden Burganlage und Altstadt war es nicht weit. Es ging durch einen Park, dann etwas ansteigend bis hin zu einem Tor, dass uns in die Festung ließ. Dort schlumperten wir dann länger rum. Manchmal muss man durch Häuser, die eine Etage tiefer oder höher liegen, vorausgesetzt man findet die Durchgänge. Von hier oben hat man herrliche Ausblicke auf die Donau, alte und neue Brücken und den Neustadtteil von Novi Sad. 
so ein schöner Stellplatz


da rein und...


hier durch

dann ist man da

Highlight dort oben ist die betrunkene Uhr. Die zeigt wilde Zeiten an, die so rein gar nichts mit der realen Zeit zu tun hat. Man ist sich nie so richtig sicher, was dort Minuten- und was Stundenzeiger ist. Auf jeden Fall ist es ein beliebtes Fotomotiv. Kurz daneben geht es über Stufen und durch einen kleinen Tunnel hinab. Wir trollten uns bis zur Post und tauschten etwas Geld und suchten dann vergeblich einen Cache an einer Kirche, ehe wir die Stufen und durch den Tunnel wieder hinauf schnauften. In einer Bar mit Blick auf die Donau gönnten wir uns eine Pause und teures Bier. Auch hier kostet es umgerechnet 5 Euro, OK man zahlt die Sicht mit. Es war schon früher Nachmittag und so suchten wir noch einen Cache außerhalb der Burgmauern und liefen dann gemütlich zurück zum Auto. 
fette Mauern

romantische Durchgänge

Blick in die "Neustadt"

besoffene Uhr mit nüchternem Axel

Kirche 

hübsches Detail

Ein Stück Richtung Bulgarien sollte es noch gehen. Ich hätte es besser wissen müssen, letztendlich zog Axel durch. Unterwegs stoppten wir um Kauf von Melone und Tomaten und gegen 18 Uhr gab es noch in Serbien Abendbrot an einem Picknickplatz. Leider schmeckte die Melone nicht so toll wie sie aussah, aber zum Flüssigkeit auffüllen hat es gereicht. Es wurden auf der weiteren Fahrt Richtung Grenze immer weniger Autos und daher ging es an der Grenze schnell. Dafür ereilte uns dann ein Kulturschock ungeahnten Ausmaßes. Es war dunkel, Arschdunkel, die Straße fraß jedes bissel Licht vom Auto, es gab keine Fahrbahnmarkierungen und Logo es war kein Mensch unterwegs. Wir rollten durch verfallene, heruntergekommen Dörfer, wo alles dunkel war, kein Mensch, kein Hund, kein Auto nichts. Ach doch Mautpflicht. Jede halbwegs asphaltierte Straße ist mautpflichtig, egal wie stoßdämpferbelastend sie ist. Wir gruselten uns stundenlang bis Belogradtschik. Dort gab's Licht und alsbald auch eine Schlafstelle innerhalb einer der vielen Felsengruppen dort. Noch ein Schluck Wein und der Tag war beendet.
 
Wetter: 30 Grad und Sonne satt
Schlafplatz: Wiese inmitten der Felsen von Belogradtschik
Essen: Melone, Brot, Mozzarella, Würstchen
 
Knubbel 
Einlass zu schmal 

alle Wege führen zur Festung


Eddie des Tages

Blick beim Abendessen

da ist sie wieder weg, die Sonne

Schlafkulisse






Montag, 25. August 2025

25.08. - Kleine Runde in den Fruška Gora

Wir haben ganz hervorragend geschlafen und sind sogar nach der senilen Bettflucht noch einmal eingepennt. Erst nach acht standen wir dann doch auf. Wie herrlich es ist, im Wald mit Vogelgezwitscher und durch das Laubdach brechende Sonnenstrahlen, einen Kaffee zu kochen, Frühstück zu genießen und langsam in den Tag zu starten. Das hat uns gefehlt. Ganz in der Nähe zum Schlafplatz gab es zwei na nennen wir es mal Sehenswürdigkeiten. Da wir das Auto nicht unbeaufsichtigt stehen lassen wollten, rollten wir die paar Meter zu einem geschlossenen Restaurant und waren so schon in der Nähe vom Denkmal für die Kriegsgefallenen…Monument Sloboda. Echt martialisch, was die da hingebaut haben. Die Freiheit steht sehr groß auf einer Stele, unten paar Krieger und drumherum Bronzereliefs mit Kriegsgeschichten, Menschen und Panzern mit verfassungsfeindlichen Symbolen. 
Tankstelle für E-Bikes

ein Stück

Versuch das Ganze zu erfassen

geht nur von Weitem


Detail mit KI das Symbol verschwinden lassen

Von dort aus nahmen wir dann den Wanderweg, um zum nächsten Ziel zu gelangen. Die Wanderwege sind super markiert und zu meiner großen Freude ist der Hauptwanderweg Fruška-Gora-Trail mit einem Rotes Herz weiß umrandet bezeichnet. Das ist bezaubernd. Es gibt viele Wege, vielleicht zu viele, aber verlaufen kann man sich nicht. Irgendwann biegt das rote Herz ab zu einem der vielen Klöster und wir folgten nun dem roten Stern zum TV Tower. Was ist daran so besonders? Tja, das Teil arbeitet noch, ist aber 1999 von UN Soldaten bombardiert worden. Auf einer Seite fehlt ein ziemliches Stück und es sind Einschüsse zu sehen. 
herzig

ein Pfeil zuviel?

wieder eindeutig

sieht irgendwie komisch aus der Turm

ja nun ist klar warum

Dahinter ist ein Hotel und ein Picknickareal, wo wir uns ein Urlaubsbier gönnten, ehe es noch zu einem Miniaussichtsturm ging. Gut, dass der klein war, er wackelte ordentlich und bestand aus Holz. Einen Blick auf Novi Sad konnte man erhaschen, rundrum noch Trimm Dich Geräte. Für uns ging es zurück zum Auto bzw. zum ersten Monument. Ich las eine Weile in der Sonne, Axel ließ die Drohne fliegen und dann fuhren wir zum Infopoint. Da gab's leider wenig Infomaterial und einen wenig engagierten Mitarbeiter. Dann eben nicht, auf der anderen Straßenseite lockte ein Büdchen mit kalten Bier und das nahm uns herzlich auf. Vom Urlaub vor drei Jahren hatten wir noch ein paar Dinar übrig und brauchten erstmal nichts tauschen. 
gleich hinterm TV Turm


Aussichtstürmchen

Sport?

Cheffe und sein Spielzeug

Da es erst früher Nachmittag war, wollten wir uns noch eins der Klöster ansehen. So rollten wir bergab nach Vrdnik und besuchten das Kloster Ravanica-Vrdnik. Das Areal wird gut gepflegt, wir nehmen aber an die uralten Nonnen haben einen Hausmeister. Die mondäne Kirche ließ uns staunen. Typisch orthodox war sie über und über gestaltet, Gold und Bilder, Ikonen und Reliquien, tolle mit Mosaik verzierte Böden und Teppiche. Genug Kultur für heute, ein Hüngerchen schlich sich ein. Da kam uns in der Stadt der Grill Banja genau gegenüber vom Thermalbad genau recht. Nachdem wir geklärt hatten, dass wir mit Karte zahlen können, bestellten wir und ließen es uns gut gehen. Axel hatte seine geliebten Cevapcici und ich Huhn gegrillt. Zeitig essen hatte den Vorteil, dass wir unseren Schlafplatz diesmal noch im Hellen anfahren konnten und auf einer Picknickbank den Abend verbrachten. Ich hab die Urlaubskasse mit den ersten Ausgaben gefüttert, Axel lies nochmal die Drohne fliegen und jeder hing seinen Gedanken nach. So Mal nichts tun zu müssen, ist hervorragend entspannend. Mal sehen was uns der morgige Tag bringt. 
 
Wetter: um die 25 Grad, sonnig
Schlafplatz: Picknickplatz in den Fruška Gora
Essen: Hähnchen mit Pommes, Cevapcici mit Pommes
Eddie des Tages

alt und prächtig

Detail

von außen

schmeckt

fast vergessen - bissel Romantik musste auch sein