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Donnerstag, 10. September 2026

10.09 - Regen, Gewitter, Dauerregen, Starkregen

Gegen ein Uhr nachts erreichte uns das angekündigte Gewitter mit voller Wucht. Donner grollte zwischen den Bergen, Blitze ließen das Tal immer wieder aufleuchten und der Regen trommelte unaufhörlich auf Grummels Dach. Dazwischen schliefen wir immer wieder ein, bis uns der anhaltende Starkregen schließlich gegen zehn Uhr aus dem Bett lockte. Zum Glück stand unweit unseres Stellplatzes eine kleine, überdachte Hütte mit Sitzplätzen. Dort richteten wir uns gemütlich ein und kochten erst einmal Kaffee. Später folgten Tee und ein Frühstück. Mit uns saßen dort zwei Dresdner, die ebenfalls vor dem Wetter Zuflucht gesucht hatten. Natürlich kam man schnell ins Plaudern. Geschichten von Reisen, Bergen und Campingplätzen verkürzten den grauen Vormittag ganz von allein. Gegen Mittag ließ der Regen zumindest so weit nach, dass Axel das Tarp aufspannen konnte. Endlich konnten wir wieder draußen sitzen, ohne sofort klatschnass zu werden. Während Axel Logs schrieb und unsere geplante Wanderung zur Soča Quelle vorbereitete, kümmerte ich mich um den Blog, machte die Reisekasse und vertrieb mir anschließend die Zeit mit etwas Handarbeit.
Regentag genutzt um die Lichterkette einzufädeln

unterm Tarp

ich konnt auch draußen sitzen

Viel erlebt haben wir an diesem Tag eigentlich nicht. Und trotzdem hatte die Natur ihre ganz eigene, beeindruckende Vorstellung. Je länger es regnete, desto mehr verwandelten sich die kleinen Rinnsale in tosende Bäche. Überall schoss Wasser aus den bewaldeten Berghängen, durchquerte den Campingplatz und stürzte hinunter ins Tal. Die sonst so glasklare, smaragdgrüne Soča wurde Stunde um Stunde breiter, schneller und schließlich zu einem reißenden, braunen Wildfluss. Kaum zu glauben, dass wir sie erst gestern noch als ruhigen, türkisfarbenen Gebirgsfluss bewundert hatten. Wir hoffen einfach, dass sich das Wetter bald beruhigt und wir die Wanderung zur Quelle dieses außergewöhnlichen Flusses morgen machen können. Bis jetzt will der berühmte Slowenien Funke bei uns noch nicht so richtig überspringen. Atemberaubende Natur gibt es ohne Frage. Aber hohe Preise, gewaltige Besuchermassen und viele strenge Regeln machen es uns nicht leicht, uns hier wirklich frei zu fühlen.

Schlafplatz: Campingplatz Jelincic

Wetter: Regen, Gewitter, Starkregen um die 15 Grad

Essen: Nudeln mit Tomatensoße und Chorizo

reißender Fluss

Wasser schießt über den Platz

überall Wasser

und es schoss nur so runter

da ist noch mehr Regen drin

das Brücklein hat durchgehalten


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